Duplantis versuchte sich am Weltrekord, riss die Höhe von 6,32 m aber dreimal. Die Bestmarke steht damit weiter bei 6,31 m. Der 26-Jährige hatte zuletzt in Stockholm nach 40 Siegen in Serie mit für ihn indiskutablen 5,80 m gegen den Australier Kurtis Marschall (5,90) verloren.
In der französischen Hauptstadt siegte der Weltmeister und Olympiasieger vor Lokalmatador Baptiste Thiery (5,93) und Emmanouil Karalis aus Griechenland (5,83). Seine 6,13 m sind Meeting-Rekord.
Bebendorf siegt mit Bestzeit
Für das Highlight aus deutscher Sicht sorgte am Sonntag Karl Bebendorf, der über 3000 m Hindernis zum Sieg lief. In persönlicher Bestzeit von 8:05,55 Minuten setzte sich der deutsche Meister aus Dresden vor dem Äthiopier Gemechu Godana (8:05,86) und Edmund Serem aus Kenia (8:08,54) durch. Bebendorfs bisherige Topzeit war eine 8:08,21.
Yemisi Mabry steigerte sich im Vergleich zu ihrem Auftritt in Oslo vor zwei Wochen und belegte im Kugelstoßen mit 19,93 m den zweiten Platz. Es siegte die Kanadierin Sarah Mitton (19,99). Paris-Olympiasiegerin Mabry hatte zuletzt in Norwegen nur 19,19 m gestoßen.
Auch Noah Lyles musste sich geschlagen geben. Der US-Olympiasieger wurde über 100 m nach einem schlechten Start in 9,92 Sekunden Zweiter hinter seinem Landsmann Trayvon Bromell (9,91), blieb aber gelassen. "Mir geht es gut. Das Gefühl am Start war nicht so, wie ich es erwartet hatte", sagte Lyles.
Die deutsche Mixed-Staffel um Sprint-Queen Gina Lückenkemper wurde nach dem Rennen über 4x100 m disqualifiziert.
Audrey Werro aus der Schweiz bestätigte in Paris ihre bestechende Form und siegte über 800 m in 1:53,80 Minuten – Diamond-League-Rekord. Femke Broeders-Bol (Niederlande), die von den 400 Metern Hürden auf die Mittelstrecke gewechselt ist, kam in persönlicher Bestzeit (1:55,60) auf den zweiten Platz.
Werros Zeit ist die drittbeste, die jemals gelaufen wurde. Die 22-Jährige rückte damit näher an den ältesten Weltrekord der Leichtathletik heran. 1983 war Jarmila Kratochvilova aus der damaligen Tschechoslowakei 1:53,28 gelaufen.
