Es gebe allerdings "eine Struktur" bei Ferrari, "die schon seit langer Zeit existiert, und wir müssen verstehen, ob sie für die Zukunft verbessert werden muss. Es gibt Veränderungen, die ich vornehmen würde, aber ich werde das nicht öffentlich sagen", so Lewis Hamilton.
Sein Statement schloss er mit einem Verweis auf sein früheres Team Mercedes. Toto Wolff sei dort "in einer anderen Position als Fred", sagte Hamilton. Wolff ist als Teamchef zugleich Anteilseigner und besitzt eine größere Machtfülle.
Vasseur sei bei der Scuderia nicht allein verantwortlich, "es sind sehr, sehr viele Leute, und wenn man mit dem Finger zeigen will, soll man woandershin zeigen. Es gibt Leute darüber, die ebenfalls ein Teil davon sind."
Struktur und Stabilität seien wichtig, so Hamilton: "In jedem Unternehmen geht es darum, dass die Leute in die gleiche Richtung rudern."

Von WM-Titel weiterhin weit entfernt
Hamilton hatte im Juni in Barcelona seinen ersten Sieg im Ferrari gefeiert und wirkte damals wie ein Titelkandidat. Spätestens seit der Sommerpause hat die Scuderia aber Probleme, mit der Spitze zu konkurrieren, seit fünf Rennen standen Hamilton und Teamkollege Charles Leclerc nicht mehr auf dem Podest.
Als Zweiter der Konstrukteurswertung steht das Team deutlich besser da, als im vergangenen Jahr (Platz 4), dennoch wurde zuletzt auch an Vasseur Kritik laut.
Da zudem der einstige Red-Bull-Teamchef Christian Horner den Posten bei Ferrari öffentlich als einen "Traum" bezeichnete, sah sich der Rennstall unter der Woche genötigt, Vasseur das Vertrauen auszusprechen.
