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Mehr als solide beim Comeback: Alcaraz meldet Ambitionen auf Titelverteidigung an

Aktualisiert
Alcaraz gab bei seinem Comeback keinen Satz ab
Alcaraz gab bei seinem Comeback keinen Satz abReuters/Robert Deutsch

Carlos Alcaraz ist zurück. Mehr als vier Monate nach seiner Handgelenksverletzung feiert der 23-jährige Spanier bei den US Open ein beeindruckendes Comeback – und das ohne ein einziges Vorbereitungsspiel.

Alcaraz hatte sein letztes Match im April beim Sandplatzturnier in Barcelona bestritten, wo er sich eine Verletzung am rechten Handgelenk zugezogen hatte. In Flushing Meadows traf er in der ersten Runde auf Roman Safiullin – ausgerechnet einen Gegner, gegen den er das einzige bisherige Hartplatz-Duell verloren hatte. 

Zum Match-Center: Roman Safiullin vs. Carlos Alcaraz

Dennoch übernahm der Weltranglistenzweite früh das Kommando. Beim Stand von 3:3 vergab er zunächst einen Breakball mit einem Rückhandfehler ins Netz, beim zweiten schlug er einen krachenden Cross-Forehand und nahm Safiullin erstmals den Aufschlag ab. Zwei abgewehrte Satzbälle des Russen im neunten Game störten den Titelverteidiger, der bei eigenem Serve aber durchaus zu kämpfen hatte, nicht – er brachte den ersten Satz beim eigenen Aufschlag sicher nach Hause: 6:4.

"Es waren sehr harte fünf Monate. Ich habe es sehr vermisst und bin glücklich", sagte der emotionale Alcaraz beim Oncourt-Interview. "Ich hatte vor dem Match durchaus Zweifel – aber mich auf mein Spiel fokussiert, und es auf mich zukommen zu lassen. Körperlich fühlte es sich gut an."

Kurze Wackler, aber klare Reaktion

Schwieriger begann der zweite Durchgang: Alcaraz verlor die ersten neun Ballwechsel, gab seinen Aufschlag ab und war nur einen Punkt vom 0:3 entfernt. Safiullin konnte das Break jedoch nicht bestätigen, Alcaraz nutzte die Fehler des Russen, glich zum 2:2 aus und übernahm mit seinem Forehand wieder das Zepter.

Im dritten Durchgang wehrte Alcaraz zunächst drei Breakbälle ab, ehe er mit seinem 16. Vorhand-Winner eine weitere schwierige Phase überstand. Anschließend nutzte er gleich seine erste Returnchance, wirkte von Spiel zu Spiel sicherer und ließ nichts mehr anbrennen. Nach weniger als zweieinhalb Stunden war der Auftakt perfekt: 6:4, 6:4, 6:4 – und das, ohne dass der Mangel an Matchpraxis auch nur ansatzweise spürbar gewesen wäre.

Die Stats zum Spiel
Die Stats zum SpielFlashscore

In der zweiten Runde wartet der Portugiese Jaime Faria, der seinen Erstrunden-Auftritt gegen den US-Amerikaner Jenson Brooksby über fünf Sätze gerettet hatte.