In einem ausführlichen Gespräch im „Cracks Podcast“ mit Oso Trava bestätigte Pérez, dass ihm bei Red Bull immer wieder Steine in den Weg gelegt worden seien, um zu verhindern, dass er Teamkollege Max Verstappen übertrifft.
Besonders prägnant fasste er seine Erfahrung gleich zu Beginn zusammen: "Teamkollege von Max bei Red Bull zu sein, ist der schlimmste Job, den es in der F1 gibt." Gleichzeitig stellte er klar, dass diese Aussage nicht gegen Verstappen persönlich gerichtet sei, denn: "Schon allein Teamkollege von Max zu sein, ist extrem schwierig…"
Ein zentrales Thema in Pérez’ Schilderungen ist die klare Ausrichtung des Teams auf Verstappen. Teamchef Christian Horner habe ihm dies bereits zu Beginn unmissverständlich klargemacht. "Ich wusste, worauf ich mich einlasse. Dieses Projekt ist auf Max zugeschnitten", erinnerte sich Pérez und zitierte Horner mit den Worten: "Schau, wir fahren mit zwei Autos, weil wir das müssen, aber dieses Projekt wurde für Max geschaffen." Damit seien die Rollen innerhalb des Teams von Anfang an klar definiert gewesen.
Rückblickend hob Pérez besonders die Saison 2022 hervor, die er als eine seiner schwierigsten, aber zugleich konkurrenzfähigsten Phasen beschrieb. Das damalige Auto sei schwer zu fahren gewesen und habe eine stark nach vorne verlagerte Gewichtsverteilung gehabt, was ihm entgegenkam.
Perez: "Es war immer ein Problem"
"Ich erinnere mich, dass ich im Simulator schneller war als Max. Ich bin an den Wochenenden mit dem Gedanken angekommen, das Rennen zu gewinnen, und alles lief wie von selbst", erklärte er. In dieser Phase habe er begonnen, tatsächlich um den Formel-1-Titel zu kämpfen.
Doch dieser Aufschwung hielt aus seiner Sicht nicht an. "Wir hatten also ein Auto, das vielleicht nicht ganz Max' Fahrstil entsprach, und 2022 begann ich, mit ihm um die Meisterschaft zu kämpfen. Bis dann die Updates kamen…", sagte Pérez und deutete an, dass die Weiterentwicklungen vor allem seinem Teamkollegen zugutekamen.
Abschließend zog er ein ernüchterndes Fazit über seine Zeit bei Red Bull: "Wenn ich schneller war als Max, war das ein Problem. Wenn ich langsamer war als Max, war das ein Problem. Es war also immer ein Problem."
