Márquez war am Samstag mit Rundenrekord (1:19,041 Minuten) auf die Poleposition gerast und hatte danach zum 19. Mal einen Sprint gewonnen. Erfolgreicher war kein anderer Fahrer. Am Sonntag machte der Spanier vor fast 100.000 Zuschauern den nächsten Doppelsieg perfekt, schon im Vorjahr hatte Márquez beide Rennen auf dem Sachsenring gewonnen.
"Ich bin super happy. Es war ein besonderes Wochenende", sagte Márquez, der praktisch fehlerfrei über den Traditionskurs flog. "Wenn ich eine Chance auf die Meisterschaft haben will, musste ich attackieren. Und wir haben attackiert." Es sei eine "spezielle Zahl", zehn MotoGP-Siege "hier am Sachsenring zu holen. Danke an die Fans."
Der 33-Jährige setzte sich überlegen vor Ai Ogura aus Japan und seinem Landsmann Raul Fernandez (beide Aprilia) durch, im WM-Klassement sprang der siebenmalige MotoGP-Champion vor der vierwöchigen Sommerpause mit nun 190 Punkten um zwei Positionen auf Rang drei.
Es führt weiter Jorge Martín (Spanien/Aprilia/208), Zweiter ist Ogura (194) vor Márquez und Marco Bezzecchi (Italien/Aprilia/186), der sich am Samstag im Qualifying das linke Schlüsselbein gebrochen hatte, nicht starten konnte und am Sonntag operiert wurde.
Brüderlicher Verfolger stürzt
Márquez dominierte das Rennen von Beginn an, härtester Verfolger war sein jüngerer Bruder Álex. Doch dieser schied nach einem Sturz in der zehnten von 30 Runden aus. Die beiden Aprilia-Piloten hinter ihm konnten dem Dauersieger nie gefährlich werden.
Ein Jahr vor dem 100. Sachsenring-Geburtstag war das Rennwochenende ein voller Erfolg. 261.813 Besucher sorgten zum fünften Mal nacheinander für einen Rekord. 2027 soll die Bestmarke erneut fallen.
