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Nach El-Mala-Aus: BVB arbeitet mit Hochdruck an Plan B

Aktualisiert
Ist Giannis Konstantelias Cramers "Plan B"?
Ist Giannis Konstantelias Cramers "Plan B"?ČTK / imago sportfotodienst / HMB Media/Madeleine Fantini

Nach dem Ende des Pokers um Said El Mala verfolgt Borussia Dortmund unter Hochdruck einen "Plan B". Man sei "immer gut beraten, zweigleisig zu fahren", sagte Carsten Cramer, Sprecher der BVB-Geschäftsführung, bei Sky. Nun greife "in der Tat ein anderer Plan, den wir dann hoffentlich in den nächsten Tagen vollziehen können".

Er könne noch nicht verkünden, wie dieser Plan aussehe, führte Cramer am Rande des Testspiels der Dortmunder gegen die AS Rom am Samstag aus. Der BVB sei aber "für alle Eventualitäten immer gut vorbereitet. Und ich glaube, wir haben was Gutes in petto". Laut kicker soll der Grieche Giannis Konstantelias von PAOK Saloniki ein "ganz heißer Kandidat" sein.

Ein heißer Kandidat ist auch Mittelfeldspieler Joey Veerman von der PSV Eindhoven. Der 27-Jährige besitzt dem Vernehmen nach eine Ausstiegsklausel in Höhe von 20 Millionen Euro, die in wenigen Tagen aber ausläuft. "Sie müssen sich beeilen. Es ist ein großartiger Verein. Man hört die Gerüchte, aber es ist nicht so, als würde ich dort schon spielen", sagte Veerman nach dem Sieg am Samstag bei Excelsior Rotterdam (2:1).

Wenn es aber so komme, "wäre es eine fantastische Gelegenheit für mich. Ich warte seit Jahren darauf." Zudem will der BVB auf der Rechtsverteidigerposition noch einmal nachlegen.

"Natürlich werden ein paar Gelder frei und die wollen wir sportlich und wirtschaftlich gut einsetzen", sagte Geschäftsführer Lars Ricken. Statt 50 Millionen für El Mala auf den Tisch zu legen, setzt der BVB auf eine andere Lösung. "Natürlich gibt es jetzt die Möglichkeit, dass wir noch mehr als einen Spieler verpflichten. Wir haben einige Spieler im Kopf, die uns noch verstärken können", versicherte Sportdirektor Ole Book.

BVB steigt aus Poker aus

Dortmund hätte El Mala gerne verpflichtet, nach einem wochenlangen Poker stieg der Klub am Freitag aus den Verhandlungen mit dem 1. FC Köln aus.

Die Rheinländer beharrten laut Medien auf ihrer Forderung von einer fixen Ablöse von 50 Millionen Euro. "Wir sind mutig, aber wir müssen am Ende die Kirche auch im Dorf lassen", sagte Cramer: "Wir wollten etwas riskieren, aber wir dürfen eben auch nicht den Fehler machen, übermütig oder gar größenwahnsinnig zu werden."