Damit setzen Karolina Muchova und Linda Noskova die Erfolgsstory ihres Landes in den letzten Jahren im All England Club fort. 2011 und 2014 gewann jeweils Petra Kvitova, 2023 Marketa Vondrousova, die im Juni wegen einer verweigerten Dopingprobe für vier Jahre gesperrt worden war.
Zwölf Monate später jubelte dann Barbora Krejcikova als bislang letzte Tschechin auf dem "heiligen Rasen". Zum ersten Mal seit den US Open 2017 stehen sich nun wieder zwei Spielerinnen eines Landes in einem Grand-Slam-Finale gegenüber.
"Es war so ein großer Kampf, eine echte Achterbahnfahrt", sagte Muchova, die nach ihrem ersten Grand-Slam-Titel greift: "Es war nervenaufreibend."

Muchova am Ende cooler
In einem packenden Match hatte sie sich souverän den ersten Durchgang geholt, dann drehte aber Gauff auf und erzwang den Entscheidungssatz. In diesem hatten dann beide Spielerinnen mit den Nerven zu kämpfen. Am Ende behielt Muchova in einem dramatischen Match-Tiebreak die Oberhand.

Muchova spielt eine überragende Rasensaison, der Erfolg gegen Gauff war bereits ihr zehnter in Serie. Im Vorfeld hatte sie bereits die Generalprobe in Bad Homburg gewonnen. In Wimbledon steht sie nun in ihrem zweiten Finale bei einem Grand Slam, 2023 hatte Muchova das Endspiel der French Open gegen die Polin Iga Swiatek verloren.
Premieren-Siegerin garantiert
Im Anschluss zog Linda Noskova in ihr erstes Finale bei einem Major ein. Wie Muchova hatte sie bereits vor dem Höhepunkt in London mit ihrem Titel bei den Berlin Tennis Open ein Ausrufezeichen gesetzt. In der Hauptstadt hatte sie zudem im Doppel an der Seite der Russin Ekaterina Aleksandrova gewonnen. Auch sie spielt um ihren ersten Major-Triumph.
"Sie ist so eine tolle Kämpferin, so eine unglaubliche Spielerin", sagte Noskova über ihre Freundin Muchova: "An erster Stelle ist sie aber eine großartige Person. Ich bin froh, dass ich mein erstes Finale mit ihr spielen darf."
