Olympia LIVE
23:19 Uhr - EISKUNSTLAUF - Im Goldkleid und mit ganz viel Feuer zum Olympiasieg: Weltmeisterin Alysa Liu hat sich in einer hochklassigen Kür-Entscheidung Eiskunstlauf-Gold geholt und ihr Comeback gekrönt. In der Milano Ice Skating Arena, wo bei den Männern der hohe Favorit Ilia Malinin am vergangenen Freitag komplett abgestürzt war, setzte sich die US-Amerikanerin mit 226,79 Punkten vor den Japanerinnen Kaori Sakamoto (224,90) und Ami Nakai (219,16) durch.
Lius Landsmann Malinin war auf der Tribüne Augenzeuge und bejubelte die 20-Jährige, die vor vier Jahren nach WM-Bronze ihre Karriere für beendet erklärt hatte, dann aber neue Motivation fand. Das einstige Wunderkind - mit 13 Jahren stand sie als jüngste Läuferin den dreifachen Axel - steht nun auf dem Gipfel. Das Kurzprogramm hatte sie als Dritte beendet, allerdings mit geringem Rückstand. Mit ihrer mitreißenden Darbietung zur MacArthur Suite von Donna Summer verzauberte sie Fans und Jury.
"Sie ist eine absolute Rebellin, das tut dem Sport sehr gut", sagte die zweimalige Olympiasiegerin Katarina Witt in der ARD: "Ihre Art, leichter mit allem umzugehen, ein bisschen entspannter zu sein. Es war so schön, ihre Freude und Unbeschwertheit zu sehen, dass sie so viel Spaß hatte auf dem Eis."
22:50 Uhr - CURLING HERREN - Die von Betrugsvorwürfen begleiteten kanadischen Curler spielen bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo um die Goldmedaille. Der Rekordsieger um den durch das "Boop-Gate" in die Schlagzeilen geratenen Marc Kennedy setzte sich gegen Norwegen mit 5:4 durch. Im Finale am Samstagabend (19.05 Uhr) trifft Kanada auf den Weltmeister und Peking-Zweiten Großbritannien.
Die Briten schalteten in der Neuauflage des WM-Finals die zuvor noch ungeschlagene Schweiz mit 8:5 aus. Der letzte Olympiasieg Großbritanniens datiert von der Erstauflage 1924 in Chamonix. Kanada spielt um seine vierte Goldmedaille, die letzte holten die Ahornblätter 2014 in Sotschi.
Die Schweiz hatte die Vorrunde mit neun Siegen als Erster abgeschlossen. Dies war zuvor lediglich Kanada 2010 in Vancouver gelungen. Die Nordamerikaner stürmten bei ihren Heimspielen daraufhin zu Gold, die Schweizer spielen nun am Samstag (14.05 Uhr) gegen Norwegen um Bronze.
22:06 Uhr - EISHOCKEY DAMEN - Die USA haben ihrem Erzrivalen Kanada im ewigen Finalduell auf dramatische Art die Goldmedaille entrissen und sich zum dritten Mal zum Olympiasieger gekrönt. Altstar Hilary Knight rettete ihr Team im aufgeheizten und schwer umkämpften Endspiel von Mailand spät in die Verlängerung, in dieser gelang Megan Keller der goldene Treffer zum 2:1 (0:0, 0:1, 1:0, 1:0).
Zum Match-Center: USA vs. Kanada
Idol Knight (58.) glich 124 Sekunden vor dem Ende die Führung der Kanadierinnen durch Kristin O'Neill (21.) aus. In der Overtime waren beide Mannschaften dem Siegtreffer nah, ehe Verteidigerin Keller zum viel umjubelten siebten Sieg nacheinander gegen die Ahornblätter traf.
Zugleich trafen letztmals die großen Idole ihrer Nationen bei Winterspielen aufeinander. Für die 36-jährige Knight, die einen Tag vor dem Finale ihrer Partnerin Brittany Bowe einen Antrag gemacht hatte, war es das letzte Spiel bei Olympia. Ob Marie-Philip Poulin, mit 27 Einsätzen nun Rekordspielerin Kanadas und mit 20 Treffern die erfolgreichste Torschützin der Olympia-Geschichte, weitermacht, ließ die 34-Jährige offen.
Im fünften direkten Duell um Gold behielt nun zum zweiten Mal Knight die Oberhand. 2010, 2014 und 2022 hatte die "Captain Clutch" genannte Poulin jeweils den Siegtreffer erzielt.
Bronze sicherte sich die Schweiz mit einem 2:1 (0:0, 1:1, 0:0, 1:0 nach Verlängerung gegen Schweden. Zur Medaillenheldin avancierte erneut Alina Müller, die 51 Sekunden vor dem Ende der Overtime stach. Die Angreiferin, in der Professional Women's Hockey League Teamkollegin von Knight und der Deutschen Laura Kluge bei Boston Fleet, hatte bereits 2014 in Sotschi im Alter von 15 Jahren im Spiel um Platz drei gegen die Schwedinnen entscheidend getroffen
Zum Match-Center: Schweiz vs. Schweden
21:32 Uhr - FREESTYLE DAMEN - Der Traum vom dritten olympischen Halfpipe-Finale ist für Ski-Freestylerin Sabrina Cakmakli geplatzt. Die 31-Jährige belegte bei ihrer vierten Teilnahme an Winterspielen in der Qualifikation von Livigno nur Rang 16 - 3,25 Punkte fehlten zum Erreichen des Endkampfes der besten Zwölf am Samstag (19.30 Uhr).
"Sabi, lass jucken!", hatten Freunde und Familie im Zielraum auf ein Plakat gemalt, doch Cakmakli fehlten bei ihren beiden Durchgängen die Höhe bei den Sprüngen und die höchsten Schwierigkeitsgrade. Nach dem zweiten Durchgang hatte sie zunächst ein Lächeln im Gesicht, doch als die Wertung kam, zog sie die Mundwinkel nach unten.
Bei ihrer Olympia-Premiere war Cakmakli 2014 in Sotschi als 14. ebenfalls in der Quali hängen geblieben. 2018 in Pyeongchang wurde sie starke Achte, vier Jahre später in Peking Zwölfte.
"Man denkt immer, dass man weniger nervös wird, aber es ist das genaue Gegenteil", sagte sie vor den Spielen in Italien und betonte: "Das Feuer ist da. Ich will alles aufsaugen und genießen - aber auch mein Bestes zeigen." Das glückte ihr nicht ganz.
Quali-Beste war die britische Weltmeisterin Zoe Atkin mit 91,50 Punkten. Super-Star Eileen Gu musste zittern. Die gebürtige US-Amerikanerin, die für China startet und 2022 in der Halfpipe wie im Big Air Gold gewonnen hatte, stürzte in ihrem ersten Run. Nach ihrem soliden zweiten rief die zweimalige Zweite dieser Spiele (Slopestyle/Big Air) im Ziel: "Warum mache ich es nur immer so spannend?!" Doch 86,50 Punkte reichten für Platz fünf und damit leicht fürs Finale.
18:13 Uhr - EISSCHNELLLAUF HERREN - Die Sensation ist ausgeblieben, die leisen Podest-Hoffnungen haben sich zerschlagen: Eisschnellläufer Finn Sonnekalb hat seine ersten Olympischen Winterspiele ohne Medaille beendet. Der 18 Jahre alte Shootingstar kam am Donnerstag auf seiner Spezialstrecke 1500 m in 1:45,64 Minuten nicht über den 13. Platz hinaus und verpasste nach holpriger Vorbereitung einen Überraschungscoup deutlich.
Gold im hochklassigen Rennen über die Mitteldistanz sicherte sich Ning Zhongyan aus China mit olympischem Rekord von 1:41,98 Minuten. Silber ging US-Sprint-Star Jordan Stolz (1:42,75), der nach Gold über 500 m und 1000 m seine dritte Medaille in Mailand gewann. Das Podest komplettierte der Niederländer Kjeld Nuis (1:42,82), 2018 und 2022 Olympiasieger über 1500 m. Die weiteren deutschen Starter Hendrik Dombek (München/1:46,52) und Moritz Klein (Erfurt/1:46,54) belegten die Plätze 19 und 20.
Sonnekalb ging im 14. von 15 Paaren aufs Eis - ein Startplatz, der seine guten Vorleistungen im olympischen Winter widerspiegelte. Zwei Mal hatte er im Weltcup 2025/26 über 1500 m auf dem Podest gestanden. In Mailand traf Sonnekalb nun im direkten Duell auf 5000-m-Olympiasieger Sander Eitrem. Nach einem Fehlstart des Norwegers begann Sonnekalb gut, schnell wurde aber klar, dass eine Top-Platzierung außer Reichweite sein würde.
14:47 Uhr - NORDISCHE KOMBI HERREN - Johannes Rydzek und Vinzenz Geiger haben nach einem Sturzdrama auch im letzten Wettkampf der Winterspiele eine Medaille verpasst. Das DSV-Duo kam bei der Olympia-Premiere des Teamsprints im dichten Schneetreiben nur auf Rang fünf, nach dem Springen hatten die Oberstdorfer noch in Führung gelegen.
Zwei Stürze von Peking-Olympiasieger Geiger auf seiner vorletzten Runde zerstörten alle Hoffnungen. Erstmals seit 1998 blieben die einstigen "Dominierer" somit bei Winterspielen ohne Medaille. Gold ging an Norwegen mit Dreifach-Olympiasieger Jens Luraas Oftebro und Andreas Skoglund vor Finnland und Österreich.

Oftebro schrieb mit seinem Sieg ein Stück Olympia-Geschichte: Dreimal Gold in einem Jahr hatte zuvor nur der Finne Samppa Lajunen (2002) geschafft. Insgesamt steht der 25 Jahre alte Oftebro jetzt bei vier Goldmedaillen, damit stellte er den Rekord seines Landsmanns Jörgen Graabak (2014 bis 2022) ein.

Das DSV-Duo hatte am Morgen auf der Schanze geglänzt. Sowohl Geiger (122,5) als auch Rydzek (123,0 m) überzeugten in Predazzo, Lohn war die knappe Führung vor Norwegen. In der Loipe liefen die fünf Topnationen aber schnell zusammen. Vier Kilometer vor dem Ziel stürzte Geiger gleich zweimal und verlor den Anschluss.
"Ich habe nicht viel gesehen, meine Brille war zu, dann bin ich in ein Loch reingefahren. Wenig später lag ich schon wieder", sagte Geiger in der ARD: "Ich bin noch nie gestürzt. Das tut mir richtig fett leid. Wir haben so hart gearbeitet – und dann so ein blöder Fehler." Alle Infos
14:38 Uhr - SKIBERGSTEIGEN FRAUEN - Tatjana Paller kämpfte sich den Berg hoch, schlängelte sich durch die "Diamanten", schnallte die Skier ab, erklomm 42 Treppenstufen, schnallte die Skier wieder an, lief die letzten der 70 Höhenmeter nach oben, riss die Felle weg und stürzte sich in die Abfahrt – doch es reichte nicht.
Bei ihrer Aufholjagd im Sprint-Finale war die 30 Jahre alte ehemalige Bahnradfahrerin im Kampf um die ersten olympischen Medaillen im Skibergsteigen 3,04 Sekunden zu langsam: Rang vier statt Bronze.

"Wenn mir jemand vor den Spielen gesagt hätte, dass ich Vierte bei Olympia werde, dann hätte ich das glaub ich genommen", sagte sie, gestand dann aber: "Als ich gesehen habe, dass die Dritte gar nicht so weit vor mir war, habe ich mir schon gedacht: Oh Mann, das wäre das Nonplusultra gewesen. Als Dritte wäre ich komplett eskaliert."
Paller hatte in Bormio einen schlechten Start im Sechser-Finale erwischt, die WM-Dritte erreichte die Wechselzone vor der Abfahrt als letzte. Aller Wagemut war danach vergeblich, der Rückstand zu groß. Sprint-Weltmeisterin Marianne Fatton aus der Schweiz holte sich das erste Olympiagold im Skibergsteigen vor Emily Harrop aus Frankreich (+2,38 Sekunden). Dritte wurde Ana Alonso Rodriguez aus Spanien (+10,45 Sekunden).
Deren Teamkollege Oriol Cardona Coll gewann danach ebenfalls nach nach WM- auch Olympiagold – vor Nikita Fillipow, der die erste russische Medaille der Spiele gewonnen hat
11:58 Uhr - CURLING HERREN - Die deutschen Curler haben sich mit einem Erfolgserlebnis von den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo verabschiedet. Im neunten und letzten Spiel der Round Robin gewann das Team um Skip Marc Muskatewitz mit 6:4 gegen China, das Aus war schon vor dem Duell besiegelt gewesen.

Mit vier Siegen und fünf Niederlagen verpassten die Europameister von 2024 in der Besetzung Muskatewitz (30), Benjamin Kapp (23), Felix Messenzehl (22) und Johannes Scheuerl (23) auf Rang sieben das vor dem Turnier erklärte Ziel Halbfinale. Ausschlaggebend dafür waren vor allem die beiden Niederlagen am Dienstag gegen die zuvor noch sieglosen Tschechen (7:9) und die Schweiz (4:8) gewesen.
"Ich bin enorm stolz", sagte Muskatewitz in der ARD dennoch mit Blick auf die letzte Woche. Als jüngste Mannschaft im Turnier habe er mit seinen Teamkollegen "draußen alles gelassen" und sei nun "super happy" mit dem versöhnlichen Abschluss. "Wir haben es total genossen. Die deutschen Fans waren unglaublich, die ganze Woche, heute nochmal besonders", sagte Scheuerl.
10:36 Uhr - NORDISCHE KOMBI - Die Kombinierer Vinzenz Geiger und Johannes Rydzek liegen bei der Olympia-Premiere des Teamsprints nach dem Springen klar auf Medaillenkurs.

Sowohl Geiger (122,5) als auch Rydzek (123,0 m) zeigten auf der Großschanze von Predazzo im dichten Schneetreiben gute Flüge, damit geht das deutsche Duo von Platz eins in den Langlauf (14 Uhr/ZDF und Eurosport). Dort treten beide Starter immer im Wechsel an.
13 Sekunden nach dem DSV-Duo geht Norwegen mit Doppel-Olympiasieger Jens Luraas Oftebro und Andreas Skoglund in die Loipe, Dritter sind die Japaner Akito Watabe und Ryota Yamamoto (+21 Sekunden). Mitfavorit Österreich mit Stefan Rettenegger und Johannes Lamparter folgt mit 29 Sekunden Rückstand erst auf Rang fünf.
"Die Bedingungen werden richtig, richtig schwer. Aber wir werden voll dagegenhalten. Alles ist möglich", sagte Rydzek: "Es wird sich gerade mit Norwegen zusammenschieben." Geiger sah das ähnlich: "Es ist noch nichts gewonnen. Es wird ein langes, hartes Rennen."
08:11 Uhr - ÜBERSICHT - Norwegen gilt heute in der Nordischen Kombination als klarer Favorit. Doch auch das österreichische Team um Johannes Lamparter darf sich realistische Chancen auf eine Medaille machen. Deutschland ist hingegen nur Außenseiter, man möchte die seit 1998 anhaltende Podest-Serie auf keinen Fall kampflos reißen lassen.
Im Eisschnelllauf hofft der erst 18-jährige Finn Sonnekalb auf eine Sensation, er gilt als das größte deutsche Talent seit Jahren. Top-Favorit ist allerdings der US-Amerikaner Jordan Stolz.
Nach dem Kurzprogramm zeichnet sich im Eiskunstlauf der Damen eine enge Entscheidung an. In Führung liegen mit Ami Nakai und Kaori Sakamoto zurzeit zwei Japanerinnen.
Seitdem 1998 das Damen-Eishockey olmpisch wurde, gab es erst einmal ein Endspiel, das nicht zwischen den USA und Kanada ausgetragen wurde. Im ewigen Klassiker haben die Kanadierinnen bislang vier von sechs Duellen gewonnen – allerdings kassierten sie in der Gruppenphase eine krachende 0:5-Niederlage gegen die US-Amerikanerinnen.
Highlights: Donnerstag, 19. Februar
14:00 Uhr: Nordische Kombination, Teamsprint Männer (Medaillenentscheidung)
16:30 Uhr: Eisschnelllauf, 1.500m Männer (Medaillenentscheidung)
19:00 Uhr: Eiskunstlauf, Kür Einzellauf Frauen (Medaillenentscheidung)
19:10 Uhr: Eishockey, USA vs. Kanada Finale Frauen (Medaillenentscheidung)
