Aktuelle Events
19:00 Uhr: Skispringen, Normalschanze Männer (Medaillenentscheidung)
19:30 Uhr: Snowboard, Big Air Frauen (Medaillenentscheidung)
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15:22 Uhr - SKI ALPIN HERREN - Sie gaben alles, aber es war nicht genug: Simon Jocher und Linus Straßer haben bei der Olympia-Premiere der Team-Kombination ihre Mini-Chance auf eine Medaille nicht nutzen können. Nach Jochers solider Abfahrt konnte Straßer den Halbzeit-Rückstand von mehr als einer Sekunde auf das Podest nicht aufholen - dem Münchner gelang nur die elfte Slalom-Zeit. Am Ende fehlten dem DSV-Duo auf der Stelvio in Bormio 0,70 Sekunden zu Platz drei - es wurde Platz zehn.
Der packende Kampf um die Medaillen endete mit einer Überraschung: Gold gewann wie bei der WM vor zwölf Monaten Abfahrts-Weltmeister- und Olympiasieger Franjo von Allmen, diesmal allerdings nicht mit dem amtierenden Slalom-Weltmeister Loic Meillard, sondern mit Tanguy Nef. Der 29-Jährige, im Weltcup noch ohne Sieg, fuhr völlig unerwartet die beste Zeit im Slalom. Von Allmen hatte in der Abfahrt nur die vierte Zeit vorgelegt.
Die Premieren-Olympiasieger hatten nach dem spannenden Finale einen gewaltigen Vorsprung auf gleich zwei Mannschaften: Silber ging an Österreich 1 mit Vincent Kriechmayr und Manuel Feller, dem im Slalom die zweitbeste Zeit gelang - und an das hochfavorisierte Team Schweiz 1 mit Marco Odermatt und Meillard, der den Slalom völlig verpatze.
Beide Teams lagen 0,99 Sekunden hinter den Olympiasiegern zurück, profitierten aber auch von einem völlig verkorksten Slalom von Alex Vinatzer. Der Südtiroler vergab die Halbzeit-Führung für Team Italien 1, für die Giovanni Franzoni, der Olympia-Zweite in der Abfahrt, gesorgt hatte.
"Ein gelungener Wettbewerb", sagte Straßer nach dem Finale, in dem, wie er bekannte, "mehr drin gewesen wäre" für das einzige deutsche Duo. Er selbst suchte nach seiner Fahrt nicht nach Ausreden: "Ich bin sehr gut reingekommen", berichtete der WM-Dritte in der ARD, doch als es in den flacheren Schlussteil gegangen sei, sei für ihn nichts mehr drin gewesen. "Da musst du alles voll am Limit fahren, clean sein - und Fehler wie ich darfst du dir sowieso nicht erlauben."
15:05 Uhr - RODELN HERREN - Die Müdigkeit konnte Max Langenhan nach einer kurzen Nacht mit der Goldmedaille am Kleiderhaken nicht verbergen. Tapfer stand der neue Rodel-König am ersten Morgen als Olympiasieger im Deutschen Haus Rede und Antwort, sein Blick ging dabei schon voraus - und zu den nun geforderten Teamkollegen. "Hoffentlich kann das ein bisschen beflügeln", sagte der Thüringer über seinen Goldcoup zum Auftakt der Schlittenwettbewerbe in Cortina d'Ampezzo.

14:50 Uhr - KOMBINATION DAMEN - Emma Aicher und Kira Weidle-Winkelmann bekommen in der Team-Kombination am Dienstag (10.30/14.00 Uhr, ZDF und Eurosport) wie erwartet größtmögliche Konkurrenz. Die USA schicken Abfahrts-Olympiasiegerin Breezy Johnson und Slalom-Königin Mikaela Shiffrin, erfolgreichste Skirennläuferin der Weltcup-Geschichte, an den Start. Das Duo gewann 2025 den WM-Titel und gilt auch in Cortina d'Ampezzo als haushoher Favorit.
Für Shiffrin, die 108 Weltcupsiege und zwei olympische Goldmedaillen (2014 und 2018) gefeiert hat, ist es der erste Start bei den Winterspielen 2026. "Sie fährt auf einem anderen Level", sagt Aicher anerkennend über den Star des US-Skiteams. Shiffrin (30) ist wie Aicher für den Slalom (ab 14.00 Uhr) eingeplant. Johnson, die Aicher am Sonntag in der Spezialabfahrt um die Winzigkeit von 0,04 Sekunden geschlagen hatte, fährt wie Weidle-Winkelmann am Vormittag die Abfahrt.
14:49 Uhr - Im Fernsehen und vor Ort hört es sich an, als sei da ein Schwarm Fliegen aufgescheucht worden. Ein heiseres Surren begleitet Skirennläufer und mittlerweile auch Rodler bei ihren Rasereien jenseits von Tempo 100 - es kommt von kleinen Drohnen, die den Sportlern hinterhersausen und Zuschauern am Bildschirm das Gefühl vermitteln, sie säßen etwa bei den Goldfahrten von Max Langenhan im Schlitten dahinter.

14:48 Uhr - UPDATE ZU VONN - Der Superstar muss nach ihrem schweren Sturz „möglicherweise noch einige Tage bleiben." In Ca’-Foncello-Krankenhaus in Treviso wird sich nach dem schweren Sturz um Vonn gekümmert, die Athletin, die sogar gerne mehr Infos gegeben hätte, wird aber aktuell "bewusst von Mitarbeitern des US-Teams abgeschirmt."
14:15 Uhr - SKI FREESTYLE DAMEN - Die Schweizer Ski-Freestylerin Mathilde Gremaud hat Chinas Superstar Eileen Gu erneut die Goldmedaille im Slopestyle-Wettbewerb weggeschnappt. Die Olympiasiegerin von 2022 und amtierende Weltmeisterin setzte sich in Livigno wie vor vier Jahren in Peking hauchdünn vor dem Topstar der Szene durch. Bronze ging mit deutlichem Abstand an Megan Oldham aus Kanada.
Gremaud und Gu trennten am Ende eines hochklassigen Duells winzige 0,38 Punkte. In Peking hatte sich Gremaud mit einem Vorsprung von 0,33 Zählern durchgesetzt. Oldham fehlten 10,50 Punkte zur Spitze.
Die gebürtige US-Amerikanerin Gu, die in Peking Gold im Big Air und in der Halfpipe gewonnen hatte, legte im ersten der drei Finalläufe mit einer Wertung von 86,58 vor. Doch Gremaud konterte im zweiten Durchgang mit 86,96. Gu riskierte im dritten Run noch einmal alles und stürzte bereits am ersten Hindernis.
13:59 Uhr - FREESTYLE SKI DAMEN - Für Elis Lundholm ist die Sache ganz simpel. "Ich bin einfach ich selbst", sagt der schwedische Freeskier. Dennoch versteht er nur zu gut, "dass es von Außenstehenden Fragen gibt". Zum Beispiel jene, ob Lundholm nicht besser mit "sie" angesprochen wird - und wie es sein kann, dass bei den Olympischen Spielen jemand bei den Frauen startet, der sich als Mann fühlt. Mehr Infos

12:47 Uhr - Die Medaillen bei den Olympischen Winterspielen von Mailand und Cortina d'Ampezzo haben offenbar eine Sollbruchstelle. Bei mehreren an den ersten beiden Wettkampftagen geehrten Athletinnen und Athleten brach der Steg, der das Band an der Plakette hält. Das Malheur passierte dem deutschen Biathleten Justus Strelow nach Bronze mit der Mixed-Staffel genau so wie der Abfahrts-Olympiasiegerin Breezy Johnson (USA). Auch die schwedische Langläuferin Ebba Andersson (Silber) oder US-Eiskunstläuferin Alysa Liu (Team-Gold) waren betroffen.
12:20 Uhr - BIATHLON HERREN - Angeführt von Philipp Nawrath gehen die deutschen Biathleten in das olympische Einzelrennen. Wie der Deutsche Skiverband (DSV) bekannt gab, zählt der Bronzemedaillengewinner mit der Mixed-Staffel zum Aufgebot für den Wettbewerb über 20 Kilometer am Dienstag (13.30 Uhr/ZDF und Eurosport). Justus Strelow, am Sonntag ebenfalls Teil des erfolgreichen DSV-Quartetts, erhält dagegen eine Pause.
Es sei "keine Entscheidung gegen den Justus und gegen seine Qualitäten, die er unbestritten hat. Wir haben uns deshalb dafür entschieden, weil die Runde hier extrem anspruchsvoll ist und wir glauben, dass sie Justus nicht in die Karten spielt", sagte DSV-Sportdirektor Felix Bitterling. Es würde "sehr, sehr viel Energie kosten, aber wir brauchen Justus im Laufe der Olympischen Spiele noch. Er ist ein ganz, ganz wichtiger Pfeiler dieser Mannschaft."
11:54 Uhr - BIATHLON DAMEN - Die grönländischen Biathleten Ukaleq und Sondre Slettemark treten bei den Winterspielen für Dänemark an. In schwierigen Zeiten wollen die Geschwister ein Zeichen in Richtung Donald Trump schicken. Mehr Infos

11:29 Uhr - RODELN HERREN - So sehr sich Felix Loch über den Olympiasieg seines Teamkollegens Max Langenhan freute, so sehr nagte die Enttäuschung über eine vergebene Chance am Rodel-Altmeister. Loch war als Mitfavorit nach Italien gereist, doch ihm unterliefen an den beiden Wettkampftagen im Cortina Sliding Centre zu viele Fehler. Platz sechs ist zu wenig für die Ansprüche des 36-Jährigen und möglicherweise zu wenig für einen würdigen Abschied von der olympischen Bühne.
10:53 Uhr - RODELN HERREN - Max Langenhan hat die Olympia-Broadcaster am Tag nach seinem Goldcoup in Cortina d'Ampezzo für ein "richtig schlechtes" Bild während der Übertragung im Eiskanal kritisiert. "Wenn mehrere Kurven nicht gezeigt werden, die für uns Schlüsselstellen sind, ist das schon doof. Ich hoffe die ändern das wenigstens für Bob, weil so dieser ganze Charakter der Bahn durch dieses Fernsehbild eigentlich total verwaschen wurde", sagte der Rennrodler am Montag.
Es sei "ein bisschen traurig, wenn man die Chance hat und ein Haufen Geld vom Broadcast-Team investiert wird. Jedes Weltcup-Bild ist eigentlich zurzeit besser gewesen", schimpfte der Thüringer: "Aber das liegt nicht in meinen Händen."
Der 26-Jährige war am Sonntag im neu gebauten Cortina Sliding Centre überlegen zu seinem ersten Olympiasieg und der ersten Goldmedaille für das Team Deutschland in Norditalien gerast. Das Unternehmen Olympic Broadcasting Services (OBS) setzte dabei schon auf eine neue Methode für spektakulärere Bilder, am Start wurden Langenhan und alle anderen Rodler von einer Drohne verfolgt. Doch auch das gefiel dem Thüringer nicht vollends. Die Drohne sei "cool", sagte Langenhan, aber: "Die müssen einfach näher ran."
9:51 Uhr - BIATHLON MIXED - Angeführt von Philipp Nawrath gehen die deutschen Biathleten in das olympische Einzelrennen. Wie der Deutsche Skiverband (DSV) bekannt gab, zählt der Bronzemedaillengewinner mit der Mixed-Staffel zum Aufgebot für den Wettbewerb über 20 Kilometer am Dienstag (13.30 Uhr/ZDF und Eurosport). Justus Strelow, am Sonntag ebenfalls Teil des erfolgreichen DSV-Quartetts, erhält dagegen eine Pause.
Neben Nawrath starten beim zweiten Wettbewerb in Antholz Philipp Horn, David Zobel und Lucas Fratzscher. Nach dem Rennen der Männer steht am Mittwoch (14.15 Uhr) für die Frauen um Gesamtweltcupsiegerin Franziska Preuß ihr Einzel über 15 Kilometer in Südtirol auf dem Programm.
9:05 Uhr - BIATHLON MIXED - Lou Jeanmonnots Freude über ihre erste olympische Goldmedaille glich einer Drohung an die Konkurrenz. "Was für ein Team, danke an alle, die im Schatten arbeiten", schrieb die Biathletin bei Instagram nach dem französischen Sieg in der Mixed-Staffel: "Freue mich auf die Fortsetzung!" Mehr Infos
8:34 Uhr - BIATHLON MIXED - Zu den Klängen des italienischen Party-Klassikers "Sara perche ti amo" und mit goldenen Kronen auf den Köpfen ließen es die deutschen Biathleten so richtig krachen. Franziska Preuß, Vanessa Voigt, Philipp Nawrath und Justus Strelow zeigten nach dem Bronze-Coup in der Mixed-Staffel im Teamhotel ihre besten Tanzbewegungen, genossen den perfekten Start in die Olympischen Winterspiele in vollen Zügen. Dass sich bei den wilden Feierlichkeiten Strelows Medaille vom Band löste und auf den Boden plumpste - geschenkt.

8:04 Uhr - SKISPRINGEN HERREN - Skisprung-Ikone Jens Weißflog (61) sieht die deutschen Springer bei den Olympischen Spielen in der Rolle des Jägers ohne den ganz großen Erfolgsdruck in einer besseren Ausgangsposition. "Wenn die Erwartungshaltung und der Gedanke, dass ich jetzt was Großes abliefern muss, plötzlich nicht mehr da sind, bist du befreiter", sagte der viermalige Tourneesieger der FAZ: "Klar sind die Technik und das Material wichtig, aber die Psyche spielt eben auch mit."
Nach durchwachsenen Wochen seit dem Jahreswechsel treten die DSV-Adler als Außenseiter zur ersten Entscheidung in Predazzo von der Normalschanze am Montag (19.00 Uhr/ARD und Eurosport) an. Im Fokus stehen dann andere.
"Manchmal legt das einen Schalter um. Ein Psychologe kann das besser erklären, wie das funktioniert, man selbst kann es eher nur erahnen", sagte Weißflog: "Natürlich hat jeder seine Zielstellung im DSV-Team. Philipp Raimund und Felix Hoffmann können, wenn es gut läuft, sicher eine Medaille im Blick haben. Von Domen Prevc verlangt dagegen jeder zweimal Gold. Alles drunter wäre für viele schon eine Enttäuschung."
7:47 Uhr - Nathalie Armbruster hat nach Beginn der Olympischen Spiele erneut das Fehlen der Nordischen Kombiniererinnen beklagt. "Ich habe mir die Eröffnungsfeier angetan, aber es hat sehr wehgetan, da zuzuschauen und zu wissen: Ich wäre da vor Ort und könnte meinen Kindheitstraum leben - aber ich darf es nicht. Und alles nur, weil ich eine Frau bin", sagte die dreimalige WM-Zweite am Sonntag im ZDF.
Die Kombination ist die einzige Sportart bei den Winterspielen, bei denen keine Frauen zugelassen sind. "Das Schlimme ist, dass wir sehr wenig vom IOC mitbekommen. Über die ganzen Hintergründe wissen wir sehr wenig Bescheid", sagte die 20-Jährige.
Im Mai oder Juni wird sich entscheiden, ob die Frauen 2030 zugelassen werden. Möglich ist auch, dass die Kombination ganz aus dem Programm gestrichen wird. Das Internationale Olympische Komitee hatte am Sonntag noch einmal seine für alle Sportarten geltenden Kriterien skizziert.
"Wir achten auf Universalität. Wir achten auf eine breite Streuung der Spitzenleistungen. Wir achten darauf, ob diese Sportart während und außerhalb der Spiele Beachtung findet", sagte der neue IOC-Sportdirektor Pierre Ducrey. Die Kombination habe "in der Vergangenheit vor Herausforderungen" gestanden, seither habe sich die Sportart aber "weiterentwickelt".
VORSCHAU MONTAG - Nach den ersten deutschen Medaillen am Sonntag steht der Montag ganz im Zeichen der Skispringer. Während der olympiaerfahrene Andreas Wellinger für das DSV-Team höchstens als Außenseiter an den Start geht, gilt der Slowene Domen Prevc nach einer herausragenden Saison trotz ausgelassenem Trainings als absoluter Favorit.
Zuvor steht mit der Team-Kombination im Slalom eine weitere Entscheidung an, und auch in den spektakulären Wettbewerben geht es heute so richtig los: Zunächst sind am Mittag die Frauen im Slopestyle unterwegs, bevor am Abend die Snowboarderinnen die Olympia-Bühne betreten.
7:07 Uhr - Im roten Trikot der Nationalmannschaft schoss Leon Draisaitl den Jetlag aus dem müden Körper. Wuchtig hämmerte der deutsche Eishockey-Superstar im Training in Mailand den Puck auf das Tor, es knallte an der Bande, die Kufen kratzten, und immer wieder landete die Scheibe im Netz.

6:55 Uhr - Schauen wir zurück auf die deutschen Sternstunden am Sonntag: Emma Aicher stand ein wenig verlegen hinter dem Siegertreppchen am Fuße der Tofana. Doch als sie aufgerufen wurde, die Silbermedaille um den Hals gehängt zu bekommen, brachen die Emotionen aus ihr heraus. Das bisweilen so reservierte Multitalent jubelte, lachte frech und genoss den Erfolg offensichtlich in vollen Zügen.
Bronze gab es gleich zum Auftakt der Winterspiele für die deutschen Biathleten. Justus Strelow, Philipp Nawrath, Vanessa Voigt und Gesamtweltcupsiegerin Franziska Preuß belegten in der Mixed-Staffel hinter den siegreichen Franzosen und Gastgeber Italien Platz drei. Preuß leistete sich im letzten Schießen eine Strafrunde, dennoch reichte es nach 4x6 Kilometern mit 31,9 Sekunden Vorsprung vor Norwegen noch fürs Treppchen. Mehr Infos

Max Langenhan breitete die Arme aus und schoss überglücklich durchs Ziel: Der Rennrodler aus Thüringen hat dem deutschen Team bei den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo die ersehnte erste Goldmedaille beschert. Altmeister Felix Loch weinte erst in den Armen seines Vaters Norbert Tränen der Enttäuschung, dann stürmte er auf die Bahn, um Langenhan zu gratulieren.
Highlights: Sonntag, 8. Februar
12:30 Uhr: Ski Freestyle, Slopestyle Frauen (Medaillenentscheidung)
14:00 Uhr: Ski Alpin, Kombination/Slalom Männer (Medaillenentscheidung)
19:00 Uhr: Skispringen, Normalschanze Männer (Medaillenentscheidung)
19:30 Uhr: Snowboard, Big Air Frauen (Medaillenentscheidung)
