ÖSV-Damen nach Super-G-Pleite frustriert, Haaser verletzt

Conny Hütter verzweifelte im Schnee
Conny Hütter verzweifelte im SchneeProfimedia

Emma Aicher hat den Super-G in Soldeu mit einer dominanten Leistung gewonnen. Die Deutsche setzte sich am Samstag mit 0,88 Sekunden Vorsprung auf Alice Robinson aus Neuseeland durch, Corinne Suter aus der Schweiz wurde mit 0,98 Sekunden Rückstand Dritte. Beste Österreicherin war Cornelia Hütter auf Rang zehn (+1,84). Für Sorgenfalten sorgte ein schwerer Sturz von Ricarda Haaser.

Deutschlands Youngster Emma Aicher war am Samstag im Super-G klar tonangebend. Mit Bestzeiten in nahezu allen Streckenabschnitten sicherte sich die 22-Jährige ihren fünften Weltcupsieg, den dritten in dieser Saison.

Im Kampf um die kleine Kristallkugel verkürzte sie den Rückstand deutlich. Drei Rennen vor Schluss liegt sie nur noch 96 Punkte hinter Sofia Goggia (320), die diesmal Sechste wurde (+1,32). Alice Robinson rückte Goggia bis auf 20 Zähler nahe.

Österreichs Speed-Ladies erleiden Rückschlag

Conny Hütter konnte in Soldeu, obwohl beste Österreicherin im Super-G-Weltcup, nicht um die Spitzenplätze mitfahren. Die Steirerin war nach einer Virusinfektion geschwächt. Am Ende stand Platz zehn zu Buche, inklusive heftigem Rückstand von 1,84 Sekunden. Mirjam Puchner, die nach einem Trainingssturz mit Schmerzen antrat, belegte mit 2,11 Sekunden Rückstand Rang 14.

Saisonende für Ricarda Haaser

Überschattet wurde das Rennen vom Sturz Ricarda Haasers. Die Tirolerin, die nach ihrem Kreuzbandriss erst in dieser Saison in den Weltcup zurückgekehrt war, kam nach einem Sprung schwer zu Fall. Nach der Erstversorgung wurde sie mit dem Akja abtransportiert. Nach wenigen Stunden die niederschmetternde Nachricht: Fraktur des linken Schienbeinkopfes. Die Saison ist logischerweise gelaufen, die Ausfallszeit beträgt mehrere Monate.

Ariane Rädler lag zwischenzeitlich gut im Rennen, schied jedoch nach einem Fehler im Schlussabschnitt aus. Ebenfalls nicht ins Ziel kamen Emily Schöpf, Julia Scheib, Lena Wechner und Nina Ortlieb. Nadine Fest belegte Rang 19 (+2,64).

Am Sonntag folgt in Soldeu ein weiterer Super-G.