ÖSV-Speed-Damen in Andorra nicht im Spitzenfeld

Nina Ortlieb wurde als 9. beste Österreicherin
Nina Ortlieb wurde als 9. beste ÖsterreicherinLionel BONAVENTURE / AFP / AFP / Profimedia

Sofia Goggia hat den zweiten Super-G in Soldeu für sich entschieden. Die Italienerin setzte sich am Sonntag mit 0,24 Sekunden Vorsprung auf die deutsche Vortagessiegerin Emma Aicher durch. Dritte wurde die Norwegerin Kajsa Vickhoff Lie (+0,31). Die Österreicherinnen spielten im Kampf um die Spitzenplätze keine Rolle.

Sofia Goggia zeigte bei Sonnenschein eine offensive und nahezu fehlerfreie Fahrt und feierte ihren 28. Weltcupsieg, den zweiten in dieser Saison nach ihrem Erfolg in Val d’Isère. Gleichzeitig sammelte sie wichtige Punkte im Disziplinenweltcup, da Alice Robinson mit Rang sieben (+0,94) Boden verlor.

Zwei Rennen vor Schluss führt Goggia die Super-G-Wertung mit 420 Punkten klar an. Alice Robinson liegt 116 Zähler zurück, Emma Aicher ist Dritte. Für das ÖSV-Team sind die Chancen auf die kleine Kristallkugel hingegen dahin. Cornelia Hütter, nun Zehnte der Wertung, verlor weiter an Boden.

"Es war ein solider Lauf", sagte Goggia im ORF-Interview. An die Gesamtwertung denke sie noch nicht, man müsse von Rennen zu Rennen schauen. Aicher sprach von kleinen Fehlern, betonte aber, dass 116 Punkte Rückstand schwer aufzuholen seien.

Ortlieb beste Österreicherin

Beste Österreicherin war Nina Ortlieb, die nach ihrem Sturz am Vortag Rang neun ex aequo mit Romane Miradoli belegte (+1,43). "Man braucht Vertrauen und Mut", erklärte Ortlieb. Hütter kam mit 2,28 Sekunden Rückstand nicht über Platz 17 hinaus. Ariane Rädler und Nadine Fest folgten unmittelbar dahinter. Julia Scheib wurde 27., Mirjam Puchner 32. Weitere ÖSV-Läuferinnen blieben ohne Weltcup-Punkte.

Hütter, nach einer Virusinfektion nicht voll fit, zeigte sich enttäuscht: "Die Bereitschaft war da, aber ich habe zu viel Zeit verloren."

Weiter geht es im Damenweltcup mit Speed-Rennen im Val di Fassa, wo zwei Abfahrten und ein Super-G auf dem Programm stehen.