ÖSV-Rodler Jonas Müller, der bei seinem Olympiadebüt in allen Läufen Zweiter hinter Max Langenhan war, hatte zuvor bereits zwei WM- und drei EM-Titel gewonnen, war aber bei den Spielen 2022 in Peking nicht qualifiziert gewesen.
Mit Müllers Erfolg setzte Österreich seine Medaillenserie im Männer-Einsitzer fort: 2018 hatte David Gleirscher Gold gewonnen, 2022 holte Kindl Silber.
Müller zeigte sich nach dem Rennen zufrieden: „Nach dem Training war ich mir nicht sicher, ob sich eine Medaille ausgeht, jetzt mit der Silbernen weiß ich gar nicht, was ich sagen soll, es ist der absolute Wahnsinn. Max hat absolut verdient gewonnen. Ich habe mir vorgenommen, eine Medaille zu holen, und das ist gelungen.“ Besonders hob er hervor, dass es richtig gewesen sei, seine Karriere fortzusetzen.
Entäuschungen für Kindl, Gleirscher und Loch
Hinter den Medaillengewinnern belegte Nico Gleirscher Platz fünf. Routinier Wolfgang Kindl – 2022 noch Silbermedaillengewinner – kam auf Rang acht. Der Deutsche Felix Loch, zweifacher Olympiasieger im Einsitzer, musste sich mit Platz sechs zufriedengeben.
Gleirscher sah den Schlüssel für seine Platzierung bereits am Vortag: „Heute war es besser, aber das Setup hätten wir früher wählen sollen.“ Kindl bilanzierte nüchtern: „Nach dem Fehler im ersten Lauf war es schwierig. Ich habe heute noch einmal alles versucht, aber es hat nicht gereicht.“ Sein Fokus gilt nun dem Doppelsitzer.
Die Doppelsitzer-Bewerbe der Damen und Herren finden am Mittwoch statt, der Damen-Einsitzer wird bereits am Montag und Dienstag ausgetragen.
