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Diagnose nach Sturz bestätigt: Pogacar muss unters Messer

Aktualisiert
Pogacar musste bei der Vuelta aussteigen
Pogacar musste bei der Vuelta aussteigenREUTERS/Bruna Casas

Radsport-Superstar Tadej Pogacar hat sich bei seinem schweren Sturz auf der achten Etappe der Spanien-Rundfahrt eine Gehirnerschütterung sowie Brüche des linken Schlüsselbeins und eines Halswirbels zugezogen. Das teilte sein Team UAE Emirates-XRG am Samstagabend mit. Demnach muss sich der fünfmalige Tour-de-France-Gewinner aus Slowenien einer Schlüsselbeinoperation unterziehen, die jedoch "aus Vorsichtsgründen wegen der Gehirnerschütterung verschoben wird", hieß es.

Darüber hinaus gab das Team leichte Entwarnung. "Glücklicherweise liegen keine weiteren schweren Verletzungen und keine neurologischen Folgen vor", wird Dr. Adrian Rotunno, medizinischer Leiter des UAE-Teams, zitiert: "Tadej bleibt weiterhin in der Obhut unseres medizinischen Teams." Sein Zustand sei stabil.

Pogacar  war am Samstag 33 Kilometer vor dem Ziel auf dem Weg nach Xeraco gestürzt und musste die Rundfahrt beenden. Verletzungen an der linken Schulter und im Gesicht waren deutlich zu sehen.

WM in Gefahr?

Der 27-Jährige war mit einem Vorsprung von 3:50 Minuten auf den Spanier Enric Mas (Movistar) in die achte Etappe gegangen und lag auf der Jagd nach seinem ersten Triumph bei der Vuelta damit komfortabel in Führung. Er hatte auf den ersten sieben Etappen insgesamt drei Tagessiege gefeiert und nur fünf Wochen nach seinem Triumph bei der Frankreich-Rundfahrt mit gewohnter Dominanz beeindruckt.

Ende September steht noch die WM in Montreal an, wo Pogacar eigentlich seinen dritten Weltmeistertitel in Folge anstrebt - hinter der Fortsetzung der Saison stehen aufgrund der Verletzungen aber dicke Fragezeichen.

Coquard gewinnt Etappe

Den Tagessieg sicherte sich im Massensprint der Franzose Bryan Coquard vom Team Cofidis vor dem Dänen Mads Pedersen (Lidl-Trek). Neuer Gesamtführender ist der Spanier Mas vor dem Österreicher Felix Gall (Decathlon CMA CGM/+1:11 Minuten) und Vuelta-Rekordsieger Primoz Roglic (Slowenien/+1:33 Minuten) vom deutschen Team Red Bull-Bora-hansgrohe - nach dem Aus von Pogacar scheint der Kampf um das Rote Trikot wieder völlig offen.

Die neunte Etappe am Sonntag über 187,4 km hoch zum Alto de Aitana wird vor dem ersten Ruhetag am Montag ein echter Härtetest.