McEvoy, der nach seinem Olympiasieg in Paris 2024 bereits als amtierender Weltmeister antrat, schlug nach sensationellen 20,88 Sekunden an. Damit unterbot der 31-Jährige die bisherige Bestmarke des Brasilianers Cielo (20,91 Sekunden), die seit der berüchtigten "Supersuit"-Ära im Jahr 2009 Bestand hatte.
Gegenüber dem chinesischen Sender CMG erklärte McEvoy, dass er im Training "besondere Ansätze" verfolgt habe: "Ich wusste, dass eine neue Bestzeit drin ist. Bisher lag mein Rekord bei 21,06 Sekunden – ich hatte vielleicht auf eine 20,99 gehofft. Aber 20,88 ist einfach unglaublich, fast schon verrückt."
Bisheriger Rekordhalter Cielo gratuliert
Der Sprinter führt seinen Erfolg auch auf sein Alter zurück. Er betrachte die 50 Meter als reine Kraftdisziplin, die sich stark von anderen Wettbewerben unterscheide. Laut McEvoy erreichen Männer ihre absolute Kraftspitze oft erst in den Dreißigern oder sogar noch später.
Der ehemalige Rekordhalter Cesar Cielo gratulierte prompt via Social Media: "Blitzschneller Stil! Einfach unglaublich!"
Cielos Rekord galt lange als nahezu unantastbar, da er in einer Zeit aufgestellt wurde, in der die mittlerweile verbotenen Hightech-Anzüge für eine Flut an Weltbestleistungen gesorgt hatten.
