Am Ende gab es das gewohnte Siegergesicht zu bestaunen. US-Superstar Mikaela Shiffrin unterstrich erneut ihre bestechende Form, um sich den Sieg in Flachau zu sichern. "Es ist so ein fordernder Hang, daher war ich ein bisschen nervös. Paula hat im zweiten Lauf vorgelegt. Sie ist unglaublich gefahren. Heute hat es für mich noch gereicht", strahlte Shiffrin im Zielraum nach einem packenden Duell mit ihrer Landsfrau Paula Moltzan.
Tatsächlich forderte Moltzan die Slalom-Dominatorin bis zum Schluss. Erst in den letzten Toren des zweiten Durchgangs konnte sich Shiffrin entscheidend absetzen, um mit 41 Hundertstel Vorsprung die Ziellinie zu überqueren. Für Moltzan ist es trotzdem ein weiterer Beleg für ihre positive Entwicklung: "Ich komme immer näher, aber das Niveau im Slalom ist groß. Ich freue mich, wieder auf dem Podest zu stehen."
"Der dritte Platz tut richtig gut"
Für rot-weiß-roten Jubel im mit 12.000 Fans prächtig gefüllten Skistadion Flachau sorgte Katharina Truppe. Die beständigste Slalom-Fahrerin des ÖSV in dieser Saison kämpfte in der Entscheidung mit den Nerven, sicherte den Podestplatz aber mit viel Einsatz ab.
"Ich war im zweiten Durchgang echt nervös, habe schwammige Füße gehabt. Ich wollte mich von den Fans tragen lassen. Es war wirklich zäh vom Kopf her. Der dritte Platz tut heute richtig gut", gab sie im ORF Einblicke in ihre Gefühlswelt. Es war Truppes sechstes Podium im Weltcup, das erste bei einem Heimrennen.
Die beiden Schweizerinnen Camille Rast (+0,67) und Wendy Holdener (+0,93) holten dank eines starken zweiten Laufs die Ränge vier und fünf. Katharina Huber wurde als Zehnte (+2,60) zweitbeste ÖSV-Dame. "Den ersten Durchgang habe ich komplett verbremst. Im zweiten wollte ich daher all-in gehen. Es ist mir ganz gelungen, es war einer meiner besten Läufe in dieser Saison", war Huber mit der Leistung im zweiten Durchgang zufrieden.
Lisa Hörhager als 14. (+3,40) und Natalie Falch als 17. (+4,11) rundeten das gute ÖSV-Ergebnis ab. Katharina Gallhuber, zur Halbzeit auf Platz zehn, fiel aufgrund eines schweren Fehlers ans Ende des Feldes zurück.
DSV-Stars scheitern
Für Deutschlands Top-Technikerinnen endet der Nachtslalom in Flachau ohne Weltcup-Punkte. Sowohl Lena Dürr, 13. nach dem ersten Lauf, als auch die Halbzeit-Siebente Emma Aicher scheiden aus.
