Für US-Superstar Mikaela Shiffrin ist es nach zwei Jahren ohne Titel bereits der sechste Gesamtsieg, womit sie mit Österreichs Ski-Ikone Annemarie Moser-Pröll gleichzieht. Insgesamt hält sie nun bei 18 Weltcup-Kugeln.
"Das ist der Lohn für alle um mich herum. Ich habe unglaubliche Unterstützung, mein Team, meine Familie, meine Physiotherapeuten. Ich könnte das nicht ohne sie tun. Der Tag war sehr emotional, eine Achterbahnfahrt. In der Früh war ich ziemlich nervös, aber ich war auch zuversichtlich. Nach dem ersten Lauf habe ich gedacht, oh mein Gott, das ist zu wenig. Ich habe den Druck gespürt", sagte Shiffrin gegenüber dem ORF.
Nach dem ersten Durchgang lag Shiffrin noch außerhalb der Punkteränge und musste im zweiten Lauf liefern. Emma Aicher lag zu diesem Zeitpunkt gut im Rennen und hielt die Entscheidung offen. Shiffrin zeigte jedoch eine kontrollierte Fahrt, übernahm die Führung und sicherte sich mit einem Platz unter den Top 15 vorzeitig den Titel.
Aicher möchte Shiffrin nächste Saison "schon von Anfang an nerven"
Aicher konnte im Finale nicht mehr entscheidend eingreifen und fiel nach einem Fehler zurück. Sie beendete die Saison als Gesamtzweite. "Shiffrin ist mental sehr stark, aber es ist cool, dass ich alle noch ein bisschen nervös mache", hatte die Deutsche Spaß mit ihrer Rolle als Herausforderin.
"Heute hätte ein Wunder passieren müssen. Ich bin aber mit dieser Saison sehr, sehr zufrieden. Ich glaube, ich kann mit einem guten Gefühl Pause machen. Vielleicht kann ich Shiffrin nächste Saison schon von Anfang an ein bisschen nerven."
Aus österreichischer Sicht überzeugte Julia Scheib mit Rang drei, während Stephanie Brunner Fünfte wurde. Scheib stand damit in dieser Saison achtmal im Riesentorlauf auf dem Podest und hatte sich die Disziplinenwertung bereits zuvor gesichert.
