Keine Verschnaufpause für die Skisprung-Stars! Welcher ÖSV-Athlet den nächsten Rekord aufstellte, welcher österreichische Youngster das erste Mal aufs Podest sprang und welcher DSV-Springer den Schanzenrekord knackte, erfährst du im AdlerFlash.
Stefan Kraft führt in der ewigen Punkteliste
Stefan Kraft setzte sich im ersten Bewerb auf der Normalschanze vor Anze Lanisek und Philipp Raimund durch. Er feierte damit seinen 46. Weltcupsieg und liegt gemeinsam mit Matti Nykänen in der ewigen Bestenliste auf Platz 2 hinter Gregor Schlierenzauer.
In der ewigen Punkteliste überholte er mit diesem Sieg Janne Ahonen und führt die Wertung nun mit 15 811 Zählern an. “Es kommt viel zusammen, Ahonen ganz oben abgelöst, auf einer anderen Liste mit Nykänen auf Platz zwei gleichgezogen. Ein sehr schöner und emotionaler Moment, so wunderschön“, sagte Kraft im ORF-Interview.
Nach diesem weiteren Meilenstein steht für Kraft nun eine erfreuliche Pause auf dem Programm. Er wird nicht nach Ruka weiterfliegen und die Heimreise antreten, denn der 32-jährige Salzburger und seine Frau Marisa erwarten das erste Kind. “Ich werde in nächster Zeit Papa, und da freue ich mich schon sehr, Anspannung ist schon da, und ich schaue, dass ich so schnell wie möglich hier wegkomme. Geburt kann man nicht planen, das Baby kommt, wann es Zeit und Lust hat. Vielleicht kehre ich in Wisla (6. Dezember, Anm.) zurück, aber Klingenthal (13. Dezember, Anm.) ist realistisch“, sagte Kraft.
Stephan Embacher mit erstem Weltcup-Podium
Nachdem Stephan Embacher im ersten Springen das Podest als Vierter noch knapp verpasste, war es am Mittwoch so weit. Der 19-jährige Tiroler verbesserte sich in der Entscheidung mit einem Sprung auf 129 Meter um vier Plätze und landetet auf Rang 2. “Es ist ein Megatag für mich, erst Qualisieg, nun zweiter Platz, davon habe ich geträumt, und das ist eine Bestätigung für die harte Arbeit“, war Embacher nach seinem ersten Weltcup-Podest zufrieden.
Der Youngster musste aufgrund von technischen Problemen aber lange auf seine Wertung warten, doch am Schluss reichte es für sein bestes Karriereergebnis. “Es war voll komisch, ich habe nicht einmal eine Linie gesehen. Aber der Sprung dürfte sehr gut gewesen sein. Lange habe ich mich nicht ausgekannt, dann war ich schon fast am Podest, und als es offiziell war, war die Freude natürlich riesengroß“, sagte Embacher.
ÖSV-Adler mit starker Mannschaftsleistung
Doch nicht nur Kraft und Embacher zeigten in Falun eine starke Leistung, sondern das ganze ÖSV-Team konnte einmal mehr im Kollektiv überzeugen. Im ersten Springen landeten neben Tagessieger Kraft und Embacher auch Daniel Tschofenig und Jan Hörl in den Top-6.
Im zweiten Bewerb platzierten sich gleich fünf Österreicher unter den Top-10. Neben dem Zweitplatzierten Embacher verpassten Tschofenig und Hörl das Podest als Vierter und Fünfter nur knapp. “Schon cool, vierter Platz nehmen wir mit. Es ist alles eng beinander, viele können gewinnen. Gratulation dem Embi, ich freue mich für ihn, dass er es jetzt auf das Podest geschafft hat", sagte Tschofenig nach dem Wettkampf.
Manuel Fettner auf Platz 7 und Vortagessieger Kraft als Neunter rundeten das starke Ergebnis ab. Kraft lag nach dem ersten Durchgang in Führung, riskierte in der Entscheidung aber zu viel und wurde durchgereiht.
Philipp Raimund mit Schanzenrekord, Lanisek in Topform
Philipp Raimund präsentiert sich zu Saisonstart in guter Form und erreichte in Falun den zweiten Podestplatz seiner Karriere. Im zweiten Durchgang erwischte er einen super Sprung und erzielte mit 99,5 Meter einen neuen Schanzenrekord. "Es fühlt sich megageil an. Ich habe es erst gar nicht realisiert, dass der Sprung so weit war. Es ist mein erster Schanzenrekord und damit bin ich sehr zufrieden", erzählte Raimund später im Sportschau-Interview.
In Topform präsentiert sich auch der Slowene Anze Lanisek. Nach Platz 2 im ersten Bewerb, legte er auf der Großschanze nach und sicherte sich den Sieg. Damit führt der 29-Jährige den Weltcup aktuell an und kann seinen Vorsprung bei der nächsten Station aufgrund der Abwesenheit von Kraft ausbauen.
