AdlerFlash: Tschofenig jubelt in Lahti, Prevc holt trotz Disqualifikation die Kugel

AdlerFlash: Tschofenig jubelt in Lahti, Prevc holt trotz Disqualifikation die Kugel
AdlerFlash: Tschofenig jubelt in Lahti, Prevc holt trotz Disqualifikation die KugelČTK / imago sportfotodienst / Petri Korteniemi

Der Weltcup der Skispringer machte am Wochenende Station im finnischen Lahti – und sorgte für reichlich Gesprächsstoff. Zwei ÖSV-Siege, eine kuriose Disqualifikation und die Entscheidung im Gesamtweltcup prägten die Bewerbe auf der Großschanze.

Tschofenig schlägt in Lahti zurück

Daniel Tschofenig sorgte für das sportliche Highlight aus österreichischer Sicht. Der Kärntner belegte im ersten Springen mit 0,7 Punkten Rückstand auf Philipp Raimund den zweiten Platz. Im zweiten Einzelbewerb zeigte er zwei starke Sprünge auf 130,5 und 129,5 Meter und sicherte sich damit den Weltcupsieg vor Domen Prevc und Ryoyu Kobayashi

 

 

"Das war ein cooler Tag. Am Ende ist es knapp geworden, heute sind aber die 0,6 Punkte auf meiner Seite gewesen. Ich habe einen Schritt nach vorne gemacht, heute darf ich es genießen. Ich habe aber gezittert. Domen ist genau auf die grüne Linie gesprungen, Ryoyu knapp davor. Man weiß halt nicht, was die Windpunkte und die Noten machen. Es war extrem spannend bis zum Ende. So mögen wir es alle“, sagte Tschofenig im ORF-Interview. Für den Gesamtweltcup-Sieger des vergangenen Jahres war es ein wichtiger Erfolg nach einer nicht immer einfachen Saison.

Prevc holt sich trotz Drama die große Kugel

Auch wenn das Wochenende für Domen Prevc mit einem kuriosen Moment begann, durfte der Slowene am Ende jubeln. Der 26-Jährige wurde zunächst wegen eines um einen Zentimeter zu langen Skis disqualifiziert und verlor dadurch den Sieg. Am Gesamtweltcup änderte das allerdings nichts: Sein größter Konkurrent Ryoyu Kobayashi wurde nur Sechster und hat somit keine Chance mehr Prevc von Platz 1 zu verdrängen. Der Slowene sicherte sich vorzeitig die große Kristallkugel – der nächste große Erfolg seiner Karriere.

 

 

ÖSV-Duo gewinnt Super-Team-Bewerb

Österreich durfte beim abschließenden Super-Team-Bewerb einen weiteren Erfolg feiern. Jan Hörl und Daniel Tschofenig setzten sich souverän vor Slowenien und Finnland durch und gewannen damit auch den dritten Super-Team-Bewerb des Winters. Nach einem schwachen Start mit Rang 8 nach Hörls erstem Sprung kämpfte sich das ÖSV-Duo eindrucksvoll zurück. Besonders Tschofenig brachte Österreich wieder in Schlagdistanz und bestätigte seine starke Form im Saisonfinish. Auch Hörl steigerte sich deutlich und zeigte danach zwei starke Sprünge.

"Ich bin sehr happy, das war ein cooler Wettkampf von uns. Ich musste nach dem ersten Sprung etwas aufholen. Dann ist sehr gut gelungen“, meinte Tschofenig nach dem Wettkampf. "Jan hat dann auch wieder zwei grandiose Sprünge gezeigt, die haben sehr viel beigetragen.“ Am Ende lag Österreich klar vor der Konkurrenz und gewann mit 21,8 Punkten Vorsprung auf Slowenien.

 

 

Stefan Kraft verpasst Qualifikation

Für Stefan Kraft begann das Wochenende in Lahti bereits am Freitag enttäuschend. Im ersten Bewerb landete er nur auf Rang 21 und lieferte damit ein eher mäßiges Ergebnis ab. Noch bitterer verlief die Qualifikation für den zweiten Bewerb: Mit einem Sprung auf 106 Meter reichte es nur zu Platz 55, wodurch er die Top 50 und damit den Start im Hauptbewerb klar verpasste. Ausgerechnet auf der Schanze, auf der er 2017 Doppelweltmeister geworden war, blieb ihm damit ein Einzelstart verwehrt.