"Ich denke schon länger über eine Teilnahme am Giro nach und finde, es ist der perfekte Zeitpunkt für mein Debüt", sagte der Rundfahrt-Spezialist, der im vergangenen Jahr die Vuelta in Spanien gewonnen hatte. Der Erfolg "im letzten Herbst motiviert mich zusätzlich, auch in Italien zu gewinnen. Ich möchte unbedingt das Rosa Trikot erobern", fügte Vingegaard hinzu.
Bislang haben in der Geschichte des Radsports erst sieben Fahrer das Triple aus Giro, Tour und Vuelta geschafft, Vingegaards großer Rivale Pogacar gehört nicht dazu, dafür Radsport-Ikonen wie Eddy Merckx, Bernard Hinault oder Jacques Anquetil.
Giro als Vorbereitung?
Für Vingegaard, dessen Saison bei der UAE Tour in den Vereinigten Arabischen Emiraten am 16. Februar beginnt, wird trotz seines Debüts beim Giro (8. bis 31. Mai) die Tour de France (4. bis 26. Juli) und damit die Herausforderung von Titelverteidiger Pogacar zum Höhepunkt des Jahres. Die Italien-Rundfahrt soll auch zum Formaufbau dienen.
"In den letzten fünf Jahren war mein Programm vor der Tour mehr oder weniger gleich. Diesmal habe ich mich für einen anderen Ansatz entschieden", sagte Vingegaard. "Die Giro-Strecke ist vielleicht weniger anspruchsvoll als in den letzten Jahren, was den Übergang zur Tour erleichtert."
Ahmt Vingegaard Pogacar nach?
Zur Erinngerung: Das Double aus Giro und Tour galt in der Moderne des Radsports lange als unschaffbar. Bis Dominator Pogacar 2024 als insgesamt siebtem Fahrer das Meisterstück gelang. Zuvor hatte seit 1981 lediglich Marco Pantani (1998) beide Rundfahrten in einem Jahr gewonnen.
Vingegaard hatte 2022 und 2023 die Tour gewonnen, dreimal (2021, 2024, 2025) musste er sich als Zweiter Pogacar geschlagen geben.
