Alexander Zverevs Akku war voll, der deutsche Tennisstar hatte sich viel vorgenommen. "Ich habe gute Erinnerungen an Acapulco, ich möchte natürlich zum zweiten Mal gewinnen", hatte der deutsche Tennisstar vor seinem Start beim Hartplatzevent in Mexiko gesagt: "Ich hoffe, dass ich weiter so spielen kann wie in Australien."
Doch daraus wurde nichts. Zverev, der sich im Gegensatz zum vollgepackten Vorjahr eine über dreiwöchige Pause nach seinen Auftritten in Melbourne eingeräumt hatte, musste bei einem seiner Lieblingsturniere einen empfindlichen Dämpfer hinnehmen.
Der an Nummer eins gesetzte Hamburger verlor bei dem ATP-Turnier an der Pazifikküste in der Nacht zu Donnerstag gegen den Serben Miomir Kecmanovic 3:6, 7:6 (7:3), 6:7 (4:7) und schied damit bereits im Achtelfinale aus.
Überraschendes Ausscheiden
Für den 28-Jährigen erfüllt sich damit zumindest vorerst nicht die Hoffnung, mit einem besser geplanten Turnierkalender, mit ausgeruhtem Geist und Körper, die Spitze wieder angreifen zu können.
"Vergangenes Jahr war mein Zeitplan verrückt, besonders zu Beginn des Jahres", hatte Zverev schon in Melbourne erklärt: "Da fingen meine Probleme an, weil ich mental erschöpft war, und wenn man mental erschöpft ist, fangen auch die Verletzungen an."
In diesem Jahr will Zverev wieder in den Flow kommen und sich seinem Traum vom Grand-Slam-Triumph nähern. Gegen Kecmanovic – den er als Weltranglisten-84. normalerweise im Griff haben sollte – musste er nach 2 Stunden und 35 Minuten aber zum Gratulieren ans Netz treten.
Match-Center: Zverev vs. Kecmanovic
Zu viele Fehler
Symptomatisch für Zverevs Spiel: Der 28-Jährige beendete die Partie mit einer Rückhand, die im Netz hängen blieb – sein 17. unerzwungener Fehler mit der Rückhand an diesem Abend.
Zverev hatte sich bei den Australian Open zuletzt wieder den Topstars genähert. In einem epischen Fünfsatzkrimi gegen Carlos Alcaraz hatte er nur knapp das Finale verpasst.
Acapulco – einen Ort, an dem der Weltranglistenvierte laut eigener Aussage "alles liebt" – flog er früh an und wird nun trotz der Enttäuschung noch etwas bleiben. Zverev erreichte immerhin im Doppel an der Seite seines Kumpels Marcelo Melo das Viertelfinale.
