Djokovic – der seinen 25. Grand-Slam-Titel und den elften Triumph bei den Australian Open vor Augen hat – wollte sich schnell auf die Regeneration konzentrieren.
Trotz der Qualität, die Djokovic in Melbourne zeigt: Es könnte seine letzte große Chance sein. Im vergangenen Jahr schaffte er es in kein Major-Finale. Dass es in den kommenden Monaten (oder Jahren?) noch einmal klappt, ist keineswegs gewiss. Doch Djokovic liebt, ja er braucht einen solchen Druck. "Ich würde niemals gegen ihn wetten", sagte sein Ex-Trainer Boris Becker bei Eurosport.
Wunschlos glücklich
Ein Training am Samstag schloss er kategorisch aus. Beklagen wollte er sich nicht. "Ich spiele Tennis hauptsächlich, um das Finale der Grand Slams zu erreichen. Jetzt bin ich hier, also kann ich mich über nichts beschweren", sagte er: "Ich versuche einfach, den Moment zu genießen, den ich heute Abend erlebe."
Das überraschende 3:6, 6:3, 4:6, 6:4, 6:4 gegen Jannik Sinner, sagte Djokovic, sei sein bestes Match "in den letzten paar Jahren" gewesen. "Unter den gegebenen Umständen und im Halbfinale gegen Sinner, der in den letzten Jahren das beste Tennis seines Lebens gespielt hat – insbesondere hier als zweifacher Titelverteidiger – kann es nicht besser kommen als das", so der Serbe.
Wiedersehen mit Alcaraz
Gegen Carlos Alcaraz hat Djokovic eine positive Bilanz von 5:4 in den direkten Duellen. Beim bislang letzten Mal, im Halbfinale der US Open, behielt der Spanier aber die Oberhand. Alcaraz hatte im ersten Halbfinale von Melbourne Alexander Zverev ebenfalls in einem spektakulären Fünfsatz-Krimi besiegt.
Match-Center: Alcaraz vs. Djokovic
