Alexander Zverev hatte blendende Laune. Erst interviewte der deutsche Topspieler nach seinem Achtelfinaleinzug bei den Australian Open spontan seinen Bruder Mischa, dann plauderte der 28-Jährige launig über eine haarige Wette. "Wenn ich die Australian Open gewinne, lassen wir uns beide im Barbershop die Haare abschneiden", sagte Zverev zu Interviewerin Barbara Schett.
Zuvor war der Weltranglistendritte den nächsten Schritt gegangen auf der Reise zu diesem großen Ziel bei den Australian Open. Zverev kommt in Melbourne immer besser in Schwung - auf seinem Weg ins Achtelfinale gegen Francisco Cerúndolo am Sonntag ließ er sich auch vom ersten gesetzten Gegner in diesem Jahr nicht aufhalten. Er schlug den starken Briten Cameron Norrie dank der bisher besten Turnierleistung mit 7:5, 4:6, 6:3, 6:1.
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"Ich wurde heute vor eine echte Aufgabe gestellt, ich bin glücklich mit dem Sieg und glücklich, weitergekommen zu sein", sagte Zverev und freute sich vor allem über ein wichtiges Detail: "Ich habe die Vorhand heute gut getroffen. Das ist der Schlag, der mich gewinnen oder verlieren lässt. Wenn ich ihn so treffe und selbstbewusst damit bin, ist das immer sehr wichtig." Insgesamt schlug Zverev starke 52 Winner.
Auf seinem Lieblingscourt der Anlage im Melbourne Park verwandelte er nach 2:46 Stunden den Matchball mit einem Ass und genoss den Applaus der Zuschauer in der John Cain Arena. Er zog zum siebten Mal in die Runde der besten 16 in Melbourne ein - seinem bisherigen Co-Rekordhalter Boris Becker gelang das in dessen Karriere nur sechsmal.
Der einstige Wimbledon-Sieger konnte das verschmerzen und lobte Zverev bei Eurosport. "Sein inneres Gleichgewicht war immer da. Mitte des dritten Satzes hat er einen Gang hochgeschaltet und Norrie konnte nicht mehr mithalten", befand Becker - und attestierte Zverev "die stärkste Leistung genau zum richtigen Zeitpunkt".
