Sabalenka jagt nächstes Finale: Alles zu den Damen-Halbfinals der Australian Open

Aryna Sabalenka trifft auf Elina Svitolina, die in diesem Jahr noch ungeschlagen ist
Aryna Sabalenka trifft auf Elina Svitolina, die in diesem Jahr noch ungeschlagen istAA/ABACA / Abaca Press / Profimedia

Am Donnerstag stehen bei den Australian Open 2026 beide Halbfinals im Damen-Einzel auf dem Programm – und alle vier verbliebenen Spielerinnen gehen mit starken Argumenten in die entscheidende Turnierphase. Im ersten Halbfinale kommt es zum Duell zwischen der Weltranglistenersten Aryna Sabalenka und der ehemaligen Nummer drei der Welt, Elina Svitolina. Im zweiten Match kämpfen Elena Rybakina und Jessica Pegula um das zweite Finalticket, wobei sogar eine Wiederholung des Endspiels von 2023 möglich ist.

Halbfinals Damen-Einzel

Aryna Sabalenka (1) vs Elina Svitolina (12) | Rod Laver Arena, 09:30 MEZ

Jessica Pegula (6) vs Elena Rybakina (5) | Rod Laver Arena, 11:00 MEZ

Sabalenka jagt nächstes Halbfinale

Aryna Sabalenka setzte ihren dominanten Lauf im Viertelfinale fort und beendete die beeindruckende Turnierreise der 18-jährigen Iva Jovic. Trotz Temperaturen von fast 38 Grad in der Rod Laver Arena behielt die Belarussin die Kontrolle, wehrte im ersten Satz eine kurze Gegenwehr ab und siegte souverän mit 6:3, 6:0. Damit steht Sabalenka im bisherigen Turnierverlauf weiterhin ohne Satzverlust da und weist in der noch jungen Saison 2026 eine makellose 10:0-Bilanz auf.

Die Weltranglistenerste hat nun bei 12 ihrer letzten 14 Turniere mindestens das Halbfinale erreicht und unterstreicht ihre Ausnahmestellung auf der WTA-Tour. Seit Januar 2025 stand sie sechsmal in Endspielen auf WTA-1000-Niveau oder höher, was ihre Ambitionen auf ein viertes Australian-Open-Finale in Folge zusätzlich untermauert.

Elina Svitolina startet ebenfalls mit enormem Selbstvertrauen in dieses Halbfinale. Die Ukrainerin steht genau wie Sabalenka bei einer perfekten 10:0-Bilanz in der Saison 2026 und hat in Melbourne bislang keinen Satz abgegeben. Nach Siegen über Diana Shnaider und Mirra Andreeva ließ sie im Viertelfinale der an Nummer drei gesetzten Coco Gauff keine Chance und gewann in weniger als einer Stunde klar mit 6:1, 6:2.

Für Svitolina ist der Halbfinaleinzug eine besondere Erlösung, nachdem sie bei den Australian Open zuvor dreimal im Viertelfinale gescheitert war (2018, 2019, 2025). Nach einer schweren Vorsaison scheint sie nun endgültig wieder in Topform zu sein.

Direkter Vergleich

Im direkten Vergleich spricht dennoch vieles für Sabalenka, die mit 5:1 führt. Die meisten Duelle fanden auf Sand statt, zuletzt siegte die Belarussin im Madrid-Halbfinale 2025 in zwei engen Sätzen. 

Interessante Statistiken

Statistisch bringt Sabalenka eine 7:6-Bilanz in Grand-Slam-Halbfinals mit, bei den Australian Open sogar eine makellose 3:0-Serie.

Zudem ist sie erst die dritte Topgesetzte der letzten zehn Jahre, die das Halbfinale in Melbourne ohne Satzverlust erreichte. S

Svitolina hingegen will erstmals in ein Major-Finale, nachdem sie ihre drei bisherigen Anläufe – Wimbledon und US Open 2019 sowie Wimbledon 2023 – verloren hatte.

Wett-Tipps

Sabalenka ist nicht nur die klare Favoritin auf den Sieg in diesem Match, sondern auch auf ihren dritten Titelgewinn insgesamt. Svitolina hat zwar das Potenzial, gefährlich zu werden, könnte aber letztlich von der Bedeutung des Moments überwältigt werden.

Sabalenka in 2026

Beste Ergebnisse: Brisbane (Titel)

Bilanz: 10-0

Bilanz gegen Top 10: 1-0 (Karriere 56-44)

Bilanz in Grand-Slam-Halbfinals: 0-0 (Karriere 7-6)

Bilanz in Halbfinals: 1-0 (Karriere 41-21)

Sabalenka bei den Australian Open

Karrierebilanz: 33-6

Bestes Ergebnis: Siegerin (2023, 2024)

Ergebnis im Vorjahr: Finale

Bilanz in Halbfinals: 3-0

Vorbereitung: Brisbane (Titel)

Weg ins Halbfinale: Rakotomanga Rajaonah (6:4, 6:1), Zhuoxuan Bai (6:3, 6:1), Potapova (7:6, 7:6), (17) Mboko (6:1, 7:6), (29) Jovic (6:3, 6:0)

Svitolina in 2026

Beste Ergebnisse: Auckland (Titel)

Bilanz: 10-0

Bilanz gegen Top 10: 2-0 (Karriere 45-57)

Bilanz in Grand-Slam-Halbfinals: 0-0 (Karriere 0-3)

Bilanz in Halbfinals: 1-0 (Karriere 23-25)

Svitolina bei den Australian Open

Karrierebilanz: 34-12

Bestes Ergebnis: Halbfinale (2026)

Ergebnis im Vorjahr: Viertelfinale

Bilanz in Halbfinals: 0-0

Vorbereitung: Auckland (Titel)

Weg ins Halbfinale: Bucsa (6:4, 6:1), Klimovicova (7:5, 6:1), (23) Shnaider (7:6, 6:3), (8) M. Andreeva (6:2, 6:4), (3) Gauff (6:1, 6:2)

Pegula und Rybakina kämpfen um zweites Final-Ticket

Jessica Pegula trifft im zweiten Halbfinale auf Elena Rybakina. Pegula erreichte erstmals das Halbfinale der Australian Open, nachdem sie zuvor dreimal im Viertelfinale gescheitert war.

Die US-Amerikanerin setzte sich dort gegen Amanda Anisimova mit 6:2, 7:6 durch, nachdem sie im Turnierverlauf bereits Titelverteidigerin Madison Keys bezwungen hatte. Insgesamt feierte Pegula in dieser Woche gleich zwei ihrer bislang fünf Grand-Slam-Siege gegen Top-10-Spielerinnen.

Elena Rybakina steht ebenfalls ohne Satzverlust im Halbfinale. Nach problemlosen Auftaktsiegen schaltete die Kasachin zunächst Elise Mertens (6:1, 6:3) aus und eliminierte anschließend im Viertelfinale die an Nummer zwei gesetzte Iga Swiatek mit 7:5, 6:1.

Mit nun zehn Halbfinal- oder besseren Ergebnissen in den vergangenen zwölf Monaten hat sich Rybakina endgültig in der Weltspitze etabliert. Siege in Straßburg, Ningbo und bei den WTA Finals unterstreichen ihre Konstanz.

Direkter Vergleich

Der direkte Vergleich zwischen Pegula und Rybakina ist mit 3:3 ausgeglichen. Rybakina konnte den Rückstand im Jahr 2025 mit Erfolgen beim Billie Jean King Cup sowie bei den WTA Finals in Riad egalisieren. 

Interessante Statistiken

Pegula steht vor ihrem dritten Grand-Slam-Halbfinale nach zwei Teilnahmen bei den US Open, wo sie 2024 ins Finale einzog und 2025 im Halbfinale ausschied. Sie hatte vor den Australian Open acht von zehn Grand-Slam-Duellen gegen Top-10-Spielerinnen verloren und strebt nun ihren dritten Sieg in Folge allein in dieser Woche an.

Rybakina gewann ihre ersten beiden Grand-Slam-Halbfinals – in Wimbledon 2022 und bei den Australian Open 2023 – verlor aber das dritte und bislang letzte in Wimbledon 2024. Sie hatte seit den Australian Open 2023 keine Top-10-Spielerin mehr bei einem Major besiegt, ehe ihr dies nun gegen Swiatek, Nummer zwei der Welt, gelang.

Wett-Tipps

Die frühere Wimbledon-Siegerin Rybakina geht mit leichten Vorteilen in dieses spannende Duell zwischen der Nummer fünf und sechs der Welt. Dennoch hat dieses Spiel das Potenzial, über drei Sätze zu gehen – wir erwarten eine enge Partie auf Augenhöhe.

Pegula in 2026

Beste Ergebnisse: Brisbane (Halbfinale)

Bilanz: 8-1

Bilanz gegen Top 10: 2-0 (Karriere 28-37)

Bilanz in Grand-Slam-Halbfinals: 0-0 (Karriere 1-1)

Bilanz in Halbfinals: 0-1 (Karriere 20-16)

Pegula bei den Australian Open

Karrierebilanz: 20-6

Bestes Ergebnis: Halbfinale (2026)

Ergebnis im Vorjahr: 3. Runde

Bilanz in Halbfinals: 0-0

Vorbereitung: Brisbane (Halbfinale)

Weg ins Halbfinale: Zakharova (6:2, 6:1), Kessler (6:0, 6:2), Selekhmeteva (6:3, 6:2), (9) Keys (6:3, 6:4), (4) Anisimova (6:2, 7:6)

Rybakina in 2026

Beste Ergebnisse: Australian Open (Halbfinale)

Bilanz: 7-1

Bilanz gegen Top 10: 1-0 (Karriere 32-27)

Bilanz in Grand-Slam-Halbfinals: 0-0 (Karriere 2-1)

Bilanz in Halbfinals: 0-0 (Karriere 22-15)

Rybakina bei den Australian Open

Karrierebilanz: 19-6

Bestes Ergebnis: Finale (2023)

Ergebnis im Vorjahr: Achtelfinale

Bilanz in Halbfinals: 1-0

Vorbereitung: Brisbane (Viertelfinale)

Weg ins Halbfinale: Juvan (6:4, 6:3), Gracheva (7:5, 6:2), Valentova (6:2, 6:3), (21) Mertens (6:1, 6:3), (2) Swiatek (7:5, 6:1)