Titelverteidigerin Madison Keys hatte vor einem Jahr für eine Überraschung gesorgt, als sie Sabalenka im Finale bezwang und mit 29 ihren ersten Grand-Slam-Titel gewann. Seitdem blieb sie jedoch ohne weiteren Turniersieg und steht nun unter besonderem Erwartungsdruck.
Zu den größten Herausforderinnen zählt auch Coco Gauff, aktuell Nummer drei der Welt. Die 21-Jährige besiegte Sabalenka im vergangenen Jahr bei den French Open und holte dort ihren zweiten Major-Titel. In Melbourne kam sie bislang jedoch nicht über das Halbfinale hinaus. Beim United Cup zeigte sie trotz anfänglicher Probleme mit dem Aufschlag ihre Klasse und setzte mit einem klaren Sieg gegen Iga Swiatek ein Ausrufezeichen.
Neben Gauff stehen mit Amanda Anisimova und Jessica Pegula zwei weitere US-Amerikanerinnen in den Top 10. Anisimova überzeugte 2025 mit Finals bei Wimbledon und den US Open sowie Siegen bei großen 1000er-Turnieren. Ihren ersten Grand-Slam-Titel sucht sie ebenso noch wie Pegula.
Sabalenka über das Jahr am überzeugendsten
Swiatek, sechsfache Grand-Slam-Siegerin und Sabalenkas Dauerrivalin um Platz eins, wartet in Melbourne weiterhin auf ihren Durchbruch. Auch Naomi Osaka, zweifache Australian-Open-Siegerin, gehört trotz aktueller Außenseiterrolle zum erweiterten Favoritenkreis, ebenso wie die Weltranglistenfünfte Elena Rybakina.
Am überzeugendsten präsentiert sich jedoch erneut Sabalenka. Nach mehreren bitteren Grand-Slam-Niederlagen im vergangenen Jahr meldete sie sich mit dem erneuten US-Open-Triumph und einem Titelgewinn in Brisbane stark zurück. Ob Titelverteidigerin oder Herausforderin – für sie zählt nur eines: ihr bestes Tennis zu zeigen.
Abseits des Favoritenkreises richtet sich der Blick auch auf Venus Williams. Die siebenfache Grand-Slam-Siegerin tritt mit 45 Jahren per Wildcard an und ist damit die älteste Spielerin im Hauptfeld. Für Williams ist es der erste Auftritt bei den Australian Open seit 2021.
