Damit könnte dem Doppel am Samstag (5.00 Uhr MEZ, live auf ORF SPORT+) eine wichtige Rolle zukommen. Vorgesehen sind Alexander Erler und Lucas Miedler gegen Watanuki und Takeru Yuzuki. Für die Einzel am Sonntag sind zunächst die Paarungen Ofner gegen Mochizuki sowie Rodionov gegen Watanuki geplant.
Ofner ohne Zugriff, Rodionov gleicht aus
Sebastian Ofner fand gegen Yosuke Watanuki nur schwer in die Partie. Der Steirer konnte seine Trainingsleistungen nicht abrufen und leistete sich zahlreiche unerzwungene Fehler. Watanuki agierte konstant beim Aufschlag und setzte Ofner mit starken Returns unter Druck.
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Ein Break im ersten Satz entschied diesen zugunsten des Japaners. Auch im zweiten Durchgang konnte Ofner eine frühe Führung nicht nutzen und geriet erneut in Rückstand. „Ich habe am Anfang Probleme gehabt, ins Spiel zu kommen. Insgesamt war es schwierig, längere Ballwechsel zu spielen“, sagte Ofner nach der Partie.
Im zweiten Einzel präsentierte sich Jurij Rodionov stabiler. Er nutzte ein frühes Break zur Satzführung und blieb auch im deutlich längeren zweiten Durchgang ruhig. Trotz zwischenzeitlicher Rückstände gelang ihm mit vier Games in Serie die Wende zum Sieg. „Ich bin froh, dass ich ein gutes Match zeigen und auf 1:1 stellen konnte“, erklärte Rodionov. Er verwies darauf, dass ihm das Davis-Cup-Format liege und er seine Erfahrung in dieser Teamkonstellation gut nutzen könne.
Melzer sieht offene Ausgangslage
ÖTV-Sportdirektor und Davis-Cup-Kapitän Jürgen Melzer sprach nach dem ersten Spiel von einem schwierigen Auftakt. Ofner habe nicht zu seinem Spiel gefunden und viele Fehler gemacht, während Rodionov von Beginn an präsent gewesen sei. „Auch wenn der Aufschlag nicht optimal war, hat er das Match insgesamt gut gelöst“, so Melzer.
Für den weiteren Verlauf rechnet der Kapitän mit einer offenen Entscheidung. Das Doppel habe in vergleichbaren Situationen bisher überzeugt, dennoch sei Vorsicht geboten. Änderungen in den Aufstellungen für die Einzel am Sonntag schloss Melzer auf beiden Seiten nicht aus. Neben Kei Nishikori steht Japan weiterhin eine erfahrene Alternative zur Verfügung, Österreich könnte mit Lukas Neumayer reagieren.
