Der Davis Cup ist der größte internationale Mannschaftswettbewerb im Tennis. Das jährlich ausgetragene Turnier ist eine Art Tennis-WM, bei dem für viele Spieler am Ende der ATP-Saison der Nationalstolz auf dem Spiel steht.
Das Turnier wurde im Jahr 1900 ursprünglich als Wettbewerb zwischen Großbritannien und den USA ins Leben gerufen. Nachdem die Vereinigten Staaten die Erstaustragung gewonnen hatten, ist der Titel mittlerweile viel herumgekommen. Heutzutage ist es ein Turnier, das mit 155 Mannschaften beginnt und im November auf die letzten 8 reduziert wird, die eine Woche lang gegeneinander antreten, um den Meister des Jahres zu krönen.
Italien ist der amtierende Davis-Cup-Sieger und hat die letzten drei Austragungen gewonnen.
Davis-Cup-Sieger – 1900 bis 1971
Es gab insgesamt 16 verschiedene Davis-Cup-Sieger, wobei ein Team alle anderen überragt. Das Land mit den meisten Siegen sind die USA, die zwischen 1900 und 2007 insgesamt 32 Mal gewonnen haben. Das nächst erfolgreiche Team ist Australien/Australasien mit 28 Siegen, gefolgt von Großbritannien/Britische Inseln und Frankreich mit je 10 Siegen.
Diese Statistiken werden aus der Anfangszeit des Turniers, in der noch nicht alle Nationen teilnahmen, aufgebläht. War das Turnier anfangs ein Duell zwischen den USA und Großbritannien, sah der Modus ab 1904 vor, dass der Titelverteidiger im Finale gesetzt war. Erst ab 1972 mussten Titelverteidiger alle anderen Runden durchlaufen.
Davis-Cup-Sieger – Seit 1972
Die Open-Ära begann 1968, als erstmals neben Amateuren auch Profispieler an den großen Turnieren teilnehmen durften. Beim Davis Cup durften professionelle Spieler erst ab 1973 teilnehmen, wodurch sich das Gleichgewicht der Sieger verschob.
Die USA sind nach der Formatänderung 1972 – nach welcher der Titelverteidiger nicht mehr im Finale gesetzt war – mit neun Titeln immer noch am erfolgreichsten. Schweden ist mit sieben Titeln, die sie zwischen 1975 und 1998 gewonnen wurden, erster Verfolger. Spieler wie Björn Borg, Stefan Edberg und Mats Wilander haben alle ihren Anteil an diesen Erfolgen.
An dritter Stelle steht neben Australien auch Spanien, das seit 2000 alle seine Turniere gewonnen hat. Mit sechs Siegen sind sie die erfolgreichste Nation des 21. Jahrhunderts. Ein Name steht dafür als Synonym: Rafa Nadal, der vier dieser Titel gewonnen hat.
Großbritannien, das auf Platz drei der Siegerliste seit 1900 liegt, hat nur einen Davis Cup seit 1972 gewonnen, und das war 2015, als Andy Murray seine Heimat zum ersten Erfolg seit 1936 führte. Frankreich und Italien sind mit je vier Siegen Fünfter. Italien gewann angeführt von Jannik Sinner zuletzt drei Titel am Stück (2023 bis 2025).
Drei Nationen haben den Titel dreimal gewonnen: Deutschland (zwei davon als Westdeutschland), Russland (einmal als Russischer Tennisverband) und die Tschechoslowakei/Tschechien.
Davis-Cup-Sieger – Einzelne Spieler
Obwohl es sich um einen Mannschaftswettbewerb handelt, gibt es einige Einzelspieler, die im Laufe der Jahre zahlreiche Titel gewonnen haben. Roy Emerson (Australien) gewann zwischen 1959 und 1967 acht Ausgaben des Davis Cups. Ein weiterer Australier, Neale Fraser, gewann sieben, vier davon zusammen mit Emerson. Auch die US-Amerikaner William Johnston, Stan Smith, Bill Tilden und Richard Norris Williams gewannen sieben Mal.
Weitere mehrfache Titelträger sind unter anderem Rod Laver (5), John McEnroe (5) und Rafael Nadal (4).
Davis Cup – Alle Sieger von 1900 bis heute
2025: Italien
2024: Italien
2023: Italien
2022: Kanada
2020/21: Russischer Tennisverband
2019: Spanien
2018: Kroatien
2017: Frankreich
2016: Argentinien
2015: Großbritannien
2014: Schweiz
2013: Tschechien
2012: Tschechien
2011: Spanien
2010: Serbien
2009: Spanien
2008: Spanien
2007: USA
2006: Russland
2005: Kroatien
2004: Spanien
2003: Australien
2002: Russland
2001: Frankreich
2000: Spanien
1999: Australien
1998: Schweden
1997: Schweden
1996: Frankreich
1995: USA
1994: Schweden
1993: Deutschland
1992: USA
1991: Frankreich
1990: USA
1989: BR Deutschland
1988: BR Deutschland
1987: Schweden
1986: Australien
1985: Schweden
1984: Schweden
1983: Australien
1982: USA
1981: USA
1980: Tschechoslowakei
1979: USA
1978: USA
1977: Australien
1976: Italien
1975: Schweden
1974: Südafrika
1973: Australien
1972: USA
1971: USA
1970: USA
1969: USA
1968: USA
1967: Australien
1966: Australien
1965: Australien
1964: Australien
1963: USA
1962: Australien
1961: Australien
1960: Australien
1959: Australien
1958: USA
1957: Australien
1956: Australien
1955: Australien
1954: USA
1953: Australien
1952: Australien
1951: Australien
1950: Australien
1949: USA
1948: USA
1947: USA
1946: USA
1939: Australien
1938: USA
1937: USA
1936: Großbritannien
1935: Großbritannien
1934: Großbritannien
1933: Großbritannien
1932: Frankreich
1931: Frankreich
1930: Frankreich
1929: Frankreich
1928: Frankreich
1927: Frankreich
1926: USA
1925: USA
1924: USA
1923: USA
1922: USA
1921: USA
1920: USA
1919: Australien
1914: Australien
1913: USA
1912: Britische Inseln
1911: Australasien
1909: Australasien
1908: Australasien
1907: Australasien
1906: Britische Inseln
1905: Britische Inseln
1904: Britische Inseln
1903: Britische Inseln
1902: USA
1900: USA
