Hitze von Paris: Verrückte French Open - Rückblick auf eine wilde erste Woche

Die gesamte Woche brannte die Sonne in Paris gnadenlos
Die gesamte Woche brannte die Sonne in Paris gnadenlosREUTERS/Stephanie Lecocq

Brütende Hitze, strauchelnde Favoriten, Glitzerkleider - in einer ziemlich wilden ersten Turnierwoche der French Open war mächtig was los. Ein Rückblick.

Die Hitze zwang einige in die Knie

Die gesamte Woche brannte die Sonne gnadenlos. "Es brät immer weiter", sagte Laura Siegemund. Die Profis versuchten sich mit Eisbeuteln auf dem Kopf zwischendurch zu kühlen und dem hohen Stress für den Körper zu trotzen. Nicht immer gelang es.

Der Tscheche Jakub Mensik sackte nach seinem Zweitrundensieg entkräftet zusammen, konnte nicht mehr aufstehen und musste von Sanitätern behandelt werden. Für die zweite Woche ist eine Abkühlung angesagt.

Zum Match-Center: Alex de Minaur vs. Jakub Mensik

Das große Favoritensterben

Auch beim sensationellen Aus von Jannik Sinner dürfte die große Hitze eine Rolle gespielt haben - schon in Runde zwei war Schluss für den Titelanwärter Nummer eins. Auch Novak Djokovic packte nach einer Fünfsatzschlacht gegen Joao Fonseca seine Sachen - aus den Top 5 der Männer ist nur noch Alexander Zverev vertreten und somit zum neuen Favoriten aufgestiegen.

Für Aufsehen sorgten die Teenies um Fonseca. Der jüngste von ihnen, der 17-jährige Franzose Moise Kouamé, eroberte besonders viele Herzen in Paris.

Zum Match-Center: Quentin Halys vs. Alexander Zverev 

Paris wird zur Fashion Show

Glamour Girl: Naomi Osaka machte ihrem Ruf als modebewusste Athletin in der Stadt der Haute Couture alle Ehre. Zu ihrem Auftaktduell gegen Laura Siegemund schritt die Japanerin im bodenlangen, schwarzen Glitzerkleid auf den Court Suzanne-Lenglen. Auch bei ihren weiteren Partien setzte die viermalige Grand-Slam-Siegerin ihr modisches Statement fort und erschien jeweils mit Schleppe.

Streit um Preisgelder

Noch vor den ersten Aufschlägen ging es um das liebe Geld. Die Topstars protestierten mit verkürzten Medienterminen gegen den aus ihrer Sicht zu geringen Anteil um Umsatz, der ihnen von den Veranstaltern als Preisgeld ausgezahlt wird. Nicht das ganz große Fingerspitzengefühl bewies die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka, die bei dem Thema verbal durchaus voranging und in ihren Matches dann teure Diamanten trug.

Die Belarussin betonte aber, der Einsatz für größere Preisgelder solle weniger ihr, sondern viel mehr den schlechter gerankten Profis zugute kommen.