"Wir haben fast jeden Tag gespielt. Wir sind auf einem ähnlichen Niveau", sagte Zverev nach seinem glatten 6:3, 6:4-Sieg gegen den zweimaligen US-Open-Halbfinalisten Frances Tiafoe: "Also haben wir ziemlich spannende Matches." Denen sich in den vergangenen Tagen dann auch noch Grand-Slam-Rekordchampion Novak Djokovic anschloss.
Den lockeren Zeitvertreib kann sich Zverev gut erlauben. In seinem Tennis wirkt er trotz der frühen Einzel-Niederlage in Acapulco wieder gefestigter und zeigt seine selbstverordnete, aggressivere Spielweise immer häufiger. "Die Dinge, an denen ich gearbeitet habe, habe ich heute gut auf dem Platz umgesetzt", sagte Zverev, der dem Weltranglisten-22. Tiafoe letztlich keine Chance bot: "Ich war von der Grundlinie sehr dominant."
Indian Wells: Nun wartet Fils
Diese Dominanz will Zverev in den Matches konstant ausstrahlen, um seinem Golfpartner Alcaraz und dessen Hauptkonkurrenten Jannik Sinner auch bei den nächsten Grand-Slam-Turnieren gefährlich zu werden. Das Halbfinalduell gegen Alcaraz in Australien über fünf Sätze, das Zverev letztlich verlor, soll nur der Vorgeschmack gewesen sein.
Zum Match-Center: Fils vs. Zverev
In Indian Wells, beim Hartplatzturnier im Coachella Valley, schickt sich die deutsche Nummer eins nun an, erstmals das Halbfinale zu erreichen, was Zverev bei allen anderen aktuellen 1000er-Veranstaltungen der ATP-Tour bereits gelungen ist. Dafür muss er den talentierten Franzosen Arthur Fils bezwingen, ehe ein Aufeinandertreffen mit Sinner folgen könnte.
Mit verändertem Stil zu großen Erfolgen?
"Er ist ein großartiger Spieler, sehr jung, sehr talentiert. Ich werde mich auf ein hartes Match vorbereiten", sagte Zverev: "Aber wenn ich so spiele, wie ich gespielt habe, und mein Tennis stimmt, muss ich mir selbst vertrauen und an meine Fähigkeiten glauben." Auf die Frage, was Fils erreichen könne, fügte Zverev schmunzelnd an: "Hier wird er am Donnerstag verlieren."
Diese Überzeugung war ihm vergangenes Jahr in einer Saison mit Höhen und Tiefen zeitweise ein Stück weit abhanden gekommen. Nun arbeitet Zverev beharrlich daran, mit seinem veränderten Stil einen ersten Turniertriumph einzufahren. Sollte ihm dies in der kalifornischen Wüste gelingen, wäre dies ein dickes Ausrufezeichen.
