Das war das Tennis-Spektakel in Linz

Das war das Tennis-Spektakel in Linz
Das war das Tennis-Spektakel in LinzBARBARA GINDL / APA / AFP / Profimedia

Die 35. Upper Austria Ladies Linz sind Geschichte! Eine Woche voller spannenden Ballwechseln, Überraschungen und Spitzentennis liegt hinter uns. Wir werfen einen Blick zurück und analysieren das Turnier.

Mirra Andreeva holt den Titel

Mirra Andreeva startete bei den Upper Austria Ladies Linz 2026 als topgesetzte Spielerin und bestätigte über die gesamte Woche hinweg ihre Favoritenrolle. Bereits zu Beginn präsentierte sie sich im Design Center in starker Form und wurde ihrer Position als Weltranglisten-Zehnte gerecht. Auf dem Weg ins Halbfinale setzte sie sich unter anderem in einem umkämpften Match gegen Sorana Cirstea durch, wobei sie ihre Nervenstärke und Variabilität unter Beweis stellte. Im Halbfinale galt die 18-jährige Russin gegen Elena-Gabriela Ruse als klare Favoritin und überzeugte mit ihrem druckvollen und variantenreichen Spiel, das ihr den Einzug ins Endspiel sicherte.

 

 

Im Finale traf sie schließlich auf Anastasia Potapova und musste nach einem schwachen ersten Satz eine Leistungssteigerung zeigen. Mit taktischen Anpassungen und zunehmender Aggressivität drehte Andreeva die Partie und gewann 1:6, 6:4, 6:3. "Anastasia hat gerade am Anfang wirklich sehr gut gespielt und hat viele direkte Punkte erzielt. Ich bin einfach glücklich, dass ich im zweiten Satz die Lösung gefunden habe, um dieses Match zu drehen. Es ging für mich darum, wieder aktiver in den Beinen zu sein. Ich habe dann nach einiger Zeit wesentlich sicherer gespielt und bin froh, wieder zurückgekommen zu sein“, sagte Andreeva nach dem Sieg.

Werbung für den österreichischen Tennissport

Das WTA-500-Turnier war in vielerlei Hinsicht echte Werbung für den österreichischen Tennissport, insbesondere durch die Leistungen von Lilli Tagger und Potapova. Tagger sorgte bereits zu Beginn des Turniers für Aufsehen, als sie mit starken Siegen gegen etablierte Spielerinnen bis in die Runde der letzten acht vorstieß und damit erstmals auf diesem Niveau überzeugte. Ihr Viertelfinaleinzug bedeutete gleichzeitig einen historischen Schritt, da sie damit auch den Sprung in die Top 100 schaffte. "Ehrlicherweise fühlt es sich wie ein Traum an, in Österreich mein bisher bestes Turnier auf diesem Level zu spielen. Ich bin sehr, sehr glücklich. Das ist unglaublich“, sagte die 18-jährige Österreicherin nachdem sie mit Ljudmila Samsonowa die Nummer 3 aus Turnier nahm.

 

 

Anastasia Potapova spielte sich mit starken Leistungen bis ins Finale und schrieb dabei sogar Geschichte, da erstmals eine Spielerin des österreichischen Tennisverbands das Endspiel in Linz erreichte. Auf dem Weg dorthin zeigte die Neo-Österreicherin überzeugende Leistungen und gab keinen Satz ab. Im Finale erwischte sie einen Traumstart und gewann den ersten Satz klar, musste sich am Ende jedoch nach einem intensiven Match geschlagen geben. "Ich hatte zuletzt harte Monate und mein Team und ich haben hart gearbeitet, um heute hier zu stehen und diese Trophäe in Händen zu halten. Das erste Mal hier als Österreicherin zu spielen, hat mir alles bedeutet. So eine Unterstützung habe ich noch nie in meiner Karriere gehabt. Danke schön, Linz! Wir sehen uns nächstes Jahr“, zeigte sich Potapova von der Kulisse beeindruckt.

Großes Fan-Interesse im Design Center

Das enorme Zuschauerinteresse im Design Center Linz war eines der zentralen Elemente der Upper Austria Ladies Linz 2026 und hat dem Turnier eine besondere Atmosphäre verliehen. Über die gesamte Woche hinweg war die Halle sehr gut gefüllt, an mehreren Tagen sogar komplett ausverkauft. Die Stimmung auf den Tribünen war durchgehend spürbar und sorgte für ein intensives Turniererlebnis. Vor allem bei Matches mit heimischer Beteiligung war die Unterstützung besonders laut und emotional. Auch das Jubiläum des Turniers trug dazu bei, dass viele Zuschauer den Weg ins Design Center fanden. Neben den Matches wurde viel Wert darauf gelegt, den Besuch für Fans insgesamt attraktiv zu gestalten. Aktionen für Kinder, Schulprogramme und verschiedene Rahmenangebote sorgten dafür, dass sich ein breites Publikum angesprochen fühlte.

 

 

"Diese Turnierwoche war eine herausragende Werbung für den Frauentennissport in ganz Österreich. Als Leuchtturm strahlen wir aus Linz und Oberösterreich in unserem Jubiläumsjahr noch heller. Das Turnier hat in vielerlei Belangen neue Maßstäbe gesetzt. Das -Österreicherinnen-Quartett im Hauptfeld und die Siegesläufe von Anastasia Potapova und Lilli Tagger haben im ganzen Land eine neue Tenniseuphorie entfacht“, freute sich Turnierdirektorin Sandra Reichel.