Dominanz geht weiter: Sinner jubelt in Miami und vollendet das Sunshine Double

Jannik Sinner mit der Trophäe nach seinem Sieg bei den Miami Open 2026
Jannik Sinner mit der Trophäe nach seinem Sieg bei den Miami Open 2026Matthew Stockman/Getty Images/AFP

Der Weltranglistenzweite Jannik Sinner setzt seinen Siegeszug fort: Mit einem souveränen 6:4, 6:4-Erfolg über Jiri Lehecka sicherte er sich am Sonntagabend (Ortszeit) zum zweiten Mal den Titel beim ATP-Masters in Miami. Nach seinem vorangegangenen Triumph in Indian Wells krönte er damit das "Sunshine Double". Sinner ist der erste Profi seit Roger Federer im Jahr 2017, dem dieser prestigeträchtige Doppelsieg gelingt – und der erste überhaupt, der dabei keinen einzigen Satz abgab.

Obwohl Sinner das Turnier im Vorjahr wegen einer dreimonatigen Dopingsperre verpasst hatte, unterstrich er nun seine Ausnahmestellung. Saisonübergreifend feierte er saisonübergreifend nach seinem Sieg in Paris im Vorjahr nun den dritten Masters-1000-Titel in Folge. "Das ist ein ganz besonderer Moment für mich", freute sich Sinner nach dem Match.

Zum Match-Center: Jiri Lehecka vs. Jannik Sinner

"Nach dem Erfolg in Indian Wells hier direkt wieder so eine Leistung abzurufen, bedeutet mir viel. Ich hätte nie gedacht, dass ich so etwas erreichen könnte, da es unglaublich schwer ist."

Zusammen mit dem Sieg von Aryna Sabalenka bei den Damen markiert Sinners Erfolg ein historisches Novum: Erstmals seit 2016 (damals durch Novak Djokovic und Victoria Azarenka) gelang sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen der "Sweep" in Kalifornien und Florida.

Das Finale war von widrigen Bedingungen geprägt. Mehrfache Regenpausen verzögerten den Beginn und unterbrachen die Partie nach dem ersten Satz für rund 90 Minuten. Sinner ließ sich von den Unterbrechungen jedoch nicht beirren. Zwar gelang dem an Position 22 gesetzten Tschechen Lehecka früh ein Break zur 2:1-Führung, doch Sinner konterte umgehend. Im darauffolgenden Spiel bewies der Italiener Nervenstärke, als er ein 0:40 mit drei Service-Winnern und zwei Assen drehte.

"Ich habe versucht, voll fokussiert zu bleiben", erklärte Sinner. "Die Bedingungen waren zu Beginn schwierig, die Bälle fühlten sich sehr schwer an, was meinen ersten Aufschlag beeinträchtigt hat." Zudem lobte er das aggressive Spiel seines Gegners: "Man muss gegen ihn extrem präzise agieren, sonst übernimmt er sofort die Kontrolle."

Nachdem Sinner den ersten Satz mit einem souveränen Aufschlagspiel zu Null beendet hatte, blieb das Match auch im zweiten Durchgang eng. Lehecka wehrte insgesamt fünf Satzbälle ab, bevor Sinner beim Stand von 4:4 das entscheidende Break gelang. Mit einem präzisen Volley am Netz verwandelte der Italiener schließlich seinen Matchball.

Trotz der Niederlage in seinem ersten Masters-Finale zieht Lehecka eine positive Bilanz. Er wird am Montag auf Platz 14 der Weltrangliste klettern. "Ich kam nicht in Bestform hierher, konnte aber im Laufe des Turniers wieder zu meinem gewohnten Tennis finden", resümierte der Tscheche bei der Siegerehrung.