In der Nacht auf Samstag (0 Uhr MEZ/Sky) fordert Zverev den Weltranglistenzweiten aus Südtirol abermals heraus. Zwei Wochen nach der klaren Niederlage im Halbfinale von Indian Wells, mit sechs Pleiten nacheinander in direkten Duellen im Gepäck, aber eben doch voller Zuversicht. Der Grund: Der Hamburger wähnt sich insgesamt auf einem guten Weg.
Zum Match-Center: Zverev vs. Sinner
Denn Zverev ist ja auf einer Mission unterwegs. Einer, auf der Ergebnisse kurzfristig nur eine Nebenrolle spielen und an deren Ende der ersehnte erste Grand-Slam-Titel stehen soll. "Ich habe das ganze Jahr über davon gesprochen, dass ich versuche, aggressiver zu spielen", erklärte er im launigen Interview mit dem Tennis Channel, und schob hinterher: "Heute hat das perfekt geklappt."
Erstmals im Halbfinale von Indian Wells und Miami
Heute, damit bezog sich der Tokio-Olympiasieger auf sein Viertelfinalspiel gegen Francisco Cerúndolo, in dem er in der Tat überzeugt hatte. In nur 65 Minuten verpasste er dem Argentinier eine 6:1, 6:2-Reibe - und erreichte damit zum ersten Mal überhaupt in derselben Saison sowohl in Indian Wells als auch in Miami das Halbfinale.
Gegen Sinner soll es genauso weitergehen. Er habe gegen den Italiener zuletzt zwar "einige sehr knappe Spiele" gehabt, befand Zverev, aber sie seien eben immer zu seinen Ungunsten ausgegangen. "Daher hoffe ich einfach auf ein anderes Ergebnis." Die Zweisatzniederlage in Indian Wells, bei der es Zverev laut eigener Aussage ein wenig übertrieben hatte mit der aggressiven Spielweise? Abgehakt.
Zverev will dominieren
"Ich will derjenige sein, der die Punkte dominiert", sagte Zverev selbstbewusst. In der Vergangenheit klang das vor Duellen mit den ganz großen Namen häufig anders. Leicht wird es freilich trotzdem nicht, aber Zverev macht nach seinem Seuchenjahr 2025 derzeit tatsächlich den Eindruck, für derartige große Siege bereit zu sein.
Alles zum Tag in Miami: Mit dem Tennis-Tracker von Flashscore
Sollte es gelingen, winkt der 25. ATP-Titel. Die Chance auf den ersten Masters-Triumph seit dem von Paris im Herbst 2024 wäre im Finale groß. Der müde Carlos Alcaraz ist schließlich schon ausgeschieden, Grand-Slam-Rekordsieger Novak Djokovic schlug in Miami gar nicht erst auf, und im zweiten Halbfinale stehen sich die Nummern 28 und 21 der Welt gegenüber - die durchaus schlagbaren Arthur Fils aus Frankreich und Jiri Lehecka (Tschechien).
