Sunshine Double mit besonderer Note: Sinner greift Nummer eins an

Jannik Sinner hat sich nach dem Titel in Indian Wells auch in Miami zum Champion gekrönt.
Jannik Sinner hat sich nach dem Titel in Indian Wells auch in Miami zum Champion gekrönt.Dubreuil Corinne/Abaca Press / Profimedia

Jannik Sinner posierte nach seinem historischen Triumph in Miami lässig mit der Trophäe aus geschliffenem Kristallgras - und feierte dann seine Landsmänner. "Bez" und "Kimi", schrieb der Tennis-Topstar als Gruß an die ebenfalls erfolgreichen MotoGP- und Formel-1-Piloten Marco Bezzecchi und Kimi Antonelli auf die Kameralinse. Dabei war sein eigener Coup das wohl dickste Ausrufezeichen eines Italieners am vergangenen Wochenende.

"Es ist ein sehr, sehr spezieller Moment", sagte Sinner, als er sich mit dem 6:4, 6:4-Finalsieg gegen den Tschechen Jiri Lehecka eingereiht hatte in ein Who ist Who des Tennis. Den Titelgewinn nacheinander bei den Masters in Indian Wells und Miami hatte zuletzt 2017 Roger Federer bejubelt. In der illustren Liste mit Jim Courier, Andre Agassi oder Novak Djokovic stehen nun insgesamt acht prominente Namen.

Zum Match-Center: Jiri Lehecka vs. Jannik Sinner

Der neueste ist der von Sinner, der dem Klub mit einer besonderen Note beitrat. Als einzigem Spieler der Geschichte gelang ihm das Kunststück des Sieges bei beiden US-Turnieren mit komplett weißer Weste. "Es ist etwas, von dem ich nie gedacht hätte, dass ich es gewinnen würde, weil es schwer zu erreichen ist", sagte Sinner.

Die Tour wechselt auf Sand

Im vergangenen Jahr hatte er das Turnier rund ums Hard Rock Stadium in Miami wegen seiner Doping-Sperre noch verpasst, nun feierte er den dritten Sieg in Serie bei Events der höchsten ATP-Kategorie. Der 24-Jährige, der jeweils in den Halbfinals von Indian Wells und Miami Alexander Zverev besiegte, hat dabei 34 Sätze infolge bei Masters gewonnen - und nimmt die Nummer eins der Weltrangliste, die aktuell neben Alcaraz' Namen prangt, wieder in den Fokus.

Allerdings mit Sand unter den Füßen. Der durchaus knifflige Belagwechsel zur roten Asche steht an mit dem Topevent ab Sonntag in Monte Carlo. Von einem "ganz anderen Spiel" sprach Sinner: "Man muss sofort wieder den Rhythmus finden, aber ich bin froh, nach Europa zurückzukehren."

Er bringt viel Momentum mit und das Wissen, bei Erfolgen an Alcaraz vorbeiziehen zu können. Im vergangenen Jahr war es Sinner sowohl im Fürstentum Monaco als auch in Madrid aufgrund seiner vieldiskutierten Sperre nach Clostebol-Nachweis unmöglich gewesen, Punkte einsammeln.

Jetzt startet der Nationalheld im Flow in die Sandplatz-Saison. Und will Italien in einer "unglaublichen Zeit" in so vielen Sportarten weitere Titel bescheren.