Zum Auftakt der Sandsaison in Monte Carlo ließ sich der Russe, einst die Nummer eins der Welt und eigentlich gar nicht so schlecht in Form, vom Italiener Matteo Berrettini vom Platz schießen. Zum ersten Mal in seiner Profilaufbahn unterlag Medvedev (30) 0:6, 0:6. 49 Minuten dauerte sein Debakel, zwischendurch zerhackte Medvedev aus Frust seinen Schläger und stapfte schließlich bedient vom Platz.
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Berrettini, früher einmal Finalist in Wimbledon, aber seit einiger Zeit von Verletzungen ausgebremst, staunte nach dem Match über sich selbst. "Das war definitiv eine der besten Leistungen in meinem Leben. Ich habe vielleicht drei Bälle verschlagen", sagte er. Einen derart klaren Sieg, den ersten "Double Bagel" in seiner Karriere, habe er allerdings nie und nimmer erwartet, fügte Berrettini hinzu.
Rückschlag für Medvedev
Für Medvedev bleibt die Beziehung zu den Sandplätzen kompliziert, dabei war er in der Vergangenheit nie so dramatisch schlecht auf dem roten Ziegelmehl wie am Mittwoch. Sogar einen seiner 23 Titel auf der ATP-Tour holte er auf Sand: 2023 beim hochkarätig besetzten Masters in Rom. Auch in Monte Carlo stand er 2019 schon im Halbfinale.
Zuletzt überzeugte er auf Hardcourt, gewann in Brisbane und Dubai in dieser Saison schon zwei Turniere und brachte Dominator Jannik Sinner im Finale beim Masters von Indian Wells an den Rand einer Niederlage. In Monte Carlo waren all diese Erfolge schnell vergessen. Dabei hatte Medvedev selbst vor dem Match gesagt: "Ich habe in den letzten Jahren gelernt, auf Sand besser zu spielen. Ich verstehe das Spiel besser." Was zu beweisen wäre.
