"Geht in die richtige Richtung"
Im Viertelfinale hatte bei Sonnenschein zunächst alles nach einer klaren Angelegenheit für Alexander Zverev ausgesehen. Nach einem Blitzstart im ersten Satz schlug er bereits zum 5:1 auf, verlor dann aber den Faden.
Francisco Cerundolo, im ATP-Ranking auf Position 19 geführt, nutzte dabei die Fehler von Zverev konsequent aus. "Da hat er unglaubliches Tennis gespielt, da konnte ich wenig machen, aber ich wusste, wenn ich so weiterspiele, werde ich meine Chancen bekommen", so Zverev
Nach dem ersten Satz ging der Weltranglistendritte dann aber sehr entschlossen zu Werke, dominierte den zweiten Durchgang, zeigte sich nerven- und kampfstark im dritten – und wurde nach 2:15 Stunden vom Publikum bejubelt.
"Das war wahrscheinlich mein bestes Sandplatzmatch in diesem Jahr", sagte er nach dem Dreisatzsieg gegen Cerúndolo. "Es geht in die richtige Richtung", betonte er und ergänzte, "ich hoffe, dass ich am Sonntag hier wieder mit dem Pokal stehen kann."
Zverev war bewusst gewesen, dass er es gegen Cerundolo nicht so leicht haben würde wie im Achtelfinale gegen den Kanadier Gabriel Diallo (6:1, 6:2). Von sieben Matches gegen den Argentinier hatte er die vergangenen vier gewonnen – allerdings fanden diese vier Duelle jeweils auf einem Hartplatz statt. Bei den ersten drei Matches war auf Sand gespielt worden, die deutsche Nummer eins verlor alle drei.
Zum Match-Center: Alexander Zverev vs. Francisco Cerundolo
Cerundolo nutzt Schwächephase – Zverev dann souverän
Im achten Duell der beiden spielte Zverev zunächst sehr konzentriert, ließ seinen Gegner aber nach dem 4:1 im ersten Satz und bei eigenem Aufschlag durch eigene Unsicherheiten zurück ins Match kommen. Der 28-Jährige diskutierte mit seiner Box, rief unter anderem ein wenig ratlos: "Was ist das?!" Cerundolo nutzte die Schwächephase nervenstark aus riss mit seinem dritten Break nach 56 Minuten den ersten Satz an sich.

Danach trat Zverev erneut wie verwandelt auf. Im zweiten Satz dominierte er beinahe nach Belieben - erst im dritten Durchgang wurde es wieder ein wenig anstrengender. Erneut aber gelang Zverev zum 3:1 ein frühes Break, ein Vorsprung, den er entschlossen verteidigte. Nach einem weiteren Break zum 5:2 war ihm der Sieg endgültig sicher.
