Also setzte sich die 20-Jährige am Rande des 1000er-Turniers in Indian Wells vor die Kamera und gab etwas Nachhilfe. "Laban heißt kämpfe", sagte Eala im Tennis Channel: "Wenn ich auf dem Platz mit mir selbst rede, sage ich 'kaya mo to' – du kannst es schaffen."
Eala kann vieles schaffen und ist ein echtes Geschenk für die WTA, die immer auf der Suche nach Chancen für Wachstum ist. Wo immer die Linkshänderin aufschlägt, zieht sie die Blicke auf sich und erweist sich als ein wahrer Zuschauermagnet. Auch in der Wüste Kaliforniens, wo Eala durch ihren Drittrundeneinzug erstmals die Top-30 der Weltrangliste knackte, macht die bodenständige Athletin aus Südostasien mit dem lautstarken Anhang von sich reden.
Sie teilt ihre Erfolge dabei stets mit der philippinischen Gemeinschaft und stiftet so Verbindung. Der Hype ist enorm. Egal, ob in Melbourne, als sich lange Schlangen vor dem zu kleinen Platz 6 bildeten, in Dubai oder jetzt in Indian Wells.
In ihrem Heimatland, das rund 115 Millionen Einwohner hat, nimmt sie mittlerweile eine deutliche Entwicklung wahr. "Tennis ist jetzt so beliebt", sagte Eala: "Die Menschen entwickeln ein echtes Interesse an diesem Sport." Ein Sport, in dem sie selbst ihre Limits noch austestet.
Durchbruch nach Jahren der harten Arbeit
Der Beginn ihres Aufstiegs mit dem Halbfinaleinzug in Miami im vergangenen März erwies sich keinesfalls als positiver Ausrutscher. Die Spielerin mit der starken Vorhand packt in diesem Frühjahr vielmehr noch etwas darauf und scheint die nächste Stufe zu erreichen.
Dass sie entschlossen ist, die Tenniswelt zu erobern und die philippinische Flagge auf die Karte der Sportart zu bringen, hatte sie schon 2018 bewiesen. Damals zog sie mit ihrem Bruder Michael in die Rafael Nadal Academy auf Mallorca und feilte fortan beharrlich an ihrer Karriere. Heute wird auf der großen Tennisbühne immer mehr Filipino gesprochen.
