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Tour de France: Sören Waerenskjold gewinnt 11. Etappe im Sprint

Aktualisiert
Sören Waerenskjold gewinnt 11. Etappe im Sprint.
Sören Waerenskjold gewinnt 11. Etappe im Sprint.YOAN VALAT EPA Profimedia

Der norwegische Radprofi Sören Waerenskjold hat die 11. Etappe der 113. Tour de France gewonnen. Der 26-Jährige vom Team Uno-X Mobility düpierte am Mittwoch die versammelte Sprint-Elite im chaotischen Massensprint des 161,3 km langen Teilstücks und feierte den größten Erfolg seiner Karriere. Waerenskjold verwies den Niederländer Olav Kooij (Decathlon CMA CGM) und den Belgier Japser Philipsen (Alpecin-Premier Tech) auf die Plätze. Pascal Ackermann (Jayco AlUla) wurde als bester Deutscher Zehnter.

Im chaotischen Massensprint der 11. Etappe lancierte der 26-Jährige frühzeitig den Zielsprint und rettete den knappen Vorsprung für seinen ersten Tour-Etappensieg ins Ziel. Waerenskjold verwies den Niederländer Olav Kooij (Decathlon CMA CGM) und den Belgier Japser Philipsen (Alpecin-Premier Tech) auf die Plätze.

"Es ist unglaublich", sagte Waerenskjold, der nach 161,3 km in Nevers seinen größten Karriereerfolg feierte: "Als ich hierhergekommen bin, wusste ich, dass es zwei oder drei Fahrer gibt, die schneller sind als ich. Aber wenn ich Glück habe und den richtigen Moment erwische – so wie heute –, dann ist es möglich."

Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 50,91 km/h war es die schnellste Straßenetappe in der Geschichte der Tour de France – über alle 113 Austragungen hinweg. Ackermann (Jayco AlUla) wurde als bester Deutscher Zehnter. Der letzte deutsche Tageserfolg bei der Frankreich-Rundfahrt liegt mehr als fünf Jahre zurück.

Das Gelbe Trikot von Spitzenreiter Tadej Pogacar geriet auf dem weitgehend flachen Teilabschnitt an das Ufer der Loire nicht in Gefahr. Der viermalige Gesamtsieger aus Slowenien (UAE Emirates-XRG) hat weiter 3:36 Minuten Vorsprung auf Verfolger Jonas Vingegaard (Dänemark/Visma-Lease a Bike). Der Vorjahresdritte Florian Lipowitz (Red Bull-Bora-hansgrohe) ist Sechster (+4:44).

Nach den Hitzetagen der ersten Tour-Hälfte sorgte der verregnete Auftakt zur 11. Etappe für eine willkommene Abwechslung. Das Risiko scheuten die Fahrer auf rutschigem Asphalt nicht, der Kampf um den Sprung in die Fluchtgruppe des Tages wurde mit Vollgas ausgefahren. Ein Quartett um den zweimaligen französischen Weltmeister Julian Alaphilippe setzte sich ab. Mit nur zwei Bergwertungen der 4. Kategorie waren Erfolgsaussichten jedoch praktisch nicht vorhanden.

Waerenskjold düpiert die großen Namen

Denn das Tempo auf der Express-Etappe blieb auch bei aufklarendem Himmel hoch. Zur Halbzeit lag der Temposchnitt bei über 52 km/h. Pogacar rollte im Gelben Trikot locker mit, einzig ein Defekt seines Funkgeräts störte den für ihn ansonsten ereignisarmen Tag. Pogacars deutscher Edelhelfer Nils Politt half mit einem Ersatzgerät aus - Pogacar war schnell wieder auf Empfang.

Tour de France 2026

Am 4. Juli beginnt die Tour de France 2026 im spanischen Barcelona. 3.321,2 Kilometer und 22 Tage später – am 26. Juli – kommen die Fahrer der 18 Teams traditionell in Paris an. Bei Flashscore findest du alle Informationen zur berühmtesten Radrundfahrt der Welt.

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Eine Zieleinfahrt der Tour de France
Eine Zieleinfahrt der Tour de FranceMarco BERTORELLO / AFP / AFP / Profimedia

Der frühere deutsche Meister Georg Zimmermann sorgte mit einem Sturz in der Verpflegungszone rund 30 km vor dem Ziel für einen Schreckmoment. Der Profi des Teams Lotto-Intermarché stieg wieder aufs Rad, wurde jedoch von den Tour-Medizinern betreut.

Hektisch wurde es im Kollektiv erst im Finale. Eine Engstelle sechs Kilometer vor dem Ziel nahm das Peloton ohne Zwischenfälle, dann begann die Vorbereitung auf den "Sprint Royal". Die großen Namen wie Tim Merlier wurden von Waerenskjolds Vorstoß düpiert. Der Belgier, der bislang zwei Etappen im Sprint gewonnen hat, kam nicht über den 15. Platz hinaus.

Am Donnerstag bietet sich den Sprintern schon die vermutlich letzte Chance auf einen Tageserfolg. Die 179,1 km lange zwölfte Etappe von der ehemaligen Formel-1-Strecke in Magny-Cours nach Chalon-sur-Saône bietet gute Voraussetzungen für einen weiteren Massensprint.