"Das ist unsere Aufgabe der nächsten Wochen: zu erläutern, dass es nicht nur ein faszinierendes Sportfest ist, bei dem die ganze Welt zusammenkommt, sondern auch etwas, das sich langfristig positiv auf die Stadt auswirkt", führte Holstein am Rande der Auftaktpressekonferenz vor dem Turnier der Tennisprofis in Hamburg aus.
Zuletzt hatte die Bewerbung der Hansestadt einen Dämpfer erhalten. Bei einer Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des NDR gab es keine Mehrheit für Spiele in der Hansestadt. 50 Prozent der Befragten gaben an, dass sie eine Bewerbung Hamburgs "eher schlecht" bewerten; für "eher gut" stimmten 41 Prozent. Bei den Konkurrenten in München (66,4 Prozent) und den NRW-Kommunen (66,0) fiel die Zustimmung in den Bürgerentscheiden deutlich aus.
Tennis-Turnier am Rothenbaum als Starthilfe?
Für die Verantwortlichen in Hamburg beginnt nun der Endspurt vor dem Referendum am 31. Mai. Auch beim ATP-Turnier in Hamburg und anderen Events soll die Olympiakampagne in den kommenden Wochen präsent sein. "Wir werden alle Sportveranstaltungen nutzen, um zu informieren, deswegen sind wir auch am Rothenbaum", sagte Holstein. "Über diese Emotionalität am Rande von Sportveranstaltungen können wir das besonders gut hinbekommen."
Olympische Spiele könnten "die Stadt weiterbringen", führte Holstein aus. Es sei wichtig, Ende Mai ein gutes Ergebnis zu erzielen, "damit wir selbstbewusst in dieses nationale Verfahren reingehen können." Neben der Hansestadt, Köln/Rhein-Ruhr und München ist auch Berlin im nationalen Rennen um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) entscheidet am 26. September in Baden-Baden, mit wem er sich beim IOC bewirbt.
