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Trump und Infantino feiern XXL-WM – Kritik bleibt außen vor

Trump und Infantino fanden nur positive Worte über die WM
Trump und Infantino fanden nur positive Worte über die WMREUTERS/Carlos Barria/File Photo

Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino haben sich bei einem gemeinsamen Auftritt kurz vor dem WM-Finale gegenseitig mit Lob überschüttet. Kontroverse Themen rund um das Turnier spielten dabei keine Rolle.

Im Trump Tower in New York sprach Infantino von einem "unglaublichen Erfolg" der XXL-WM in den USA, Mexiko und Kanada. "Der amerikanische Traum, Herr Präsident, ist Wirklichkeit geworden", sagte der FIFA-Chef. Ohne Trump wäre das Turnier "nicht zu einem solch unglaublichen Erfolg geworden".

Auch Trump lobte den FIFA-Präsidenten. Es gebe "niemanden" wie den "großartigen" Infantino. Zudem erklärte er, die USA hätten sich endgültig als Fußballnation etabliert.

Nicht zur Sprache kamen dagegen zahlreiche Kritikpunkte rund um das Turnier. Dazu zählen Vorwürfe einer politischen Instrumentalisierung der WM, der Umgang mit der iranischen Nationalmannschaft, Einreiseprobleme für Fans und den somalischen Schiedsrichter Omar Artan sowie das Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde ICE während des Turniers.

Fall Balogun bleibt politischer Streitpunkt

Trump hob ausdrücklich die Aussetzung der Sperre von US-Nationalspieler Folarin Balogun hervor und schrieb die Entscheidung Infantino zu. Der FIFA-Chef reagierte darauf lediglich mit einem Lächeln.

Die Sperre war nach einem Telefonat zwischen Trump und Infantino von der FIFA-Ethikkommission ohne öffentliche Begründung ausgesetzt worden. Der Vorgang löste insbesondere in Europa scharfe Kritik aus. Unter anderem wirft die Menschenrechtsorganisation FairSquare Infantino vor, mit seinem Verhalten gegenüber Trump die politische Neutralität der FIFA infrage zu stellen.

Rekordeinnahmen stärken Infantinos Position

Trotz der Kontroversen dürfte Infantino gestärkt aus dem Turnier hervorgehen. Nach einem Bericht des Guardian rechnet die FIFA mit Rekordeinnahmen von rund 15 Milliarden US-Dollar. Zudem sollen mehr als 200 der 211 Mitgliedsverbände seine geplante Wiederwahl im kommenden Jahr unterstützen.

Trump brachte bei dem Auftritt außerdem eine erneute WM in den USA ins Spiel. "Diese WM war so erfolgreich, dass wir die USA einfach noch einmal auswählen sollten", sagte der US-Präsident. "Dieses Mal lassen wir Mexiko und Kanada außen vor."

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