Die Spieler beider Teams verzichteten auf die sonst üblichen Gesten. Die Iren neigten ihren Kopf beim Abspielen der israelischen Hymne zu Boden, es gab weder Shakehands noch das Übergeben eines Wimpels. Einlaufkinder waren ebenso wenig vor Ort wie irische Fans. Überhaupt waren nur sehr wenige Zuschauer im Stadion, die Partie war auch für den deutschen Schiedsrichter Harm Osmers eine große Herausforderung.
Zahlreiche Diskussionen im Vorfeld
Die Republik Irland gehört seit Beginn der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen im Oktober 2023 zu den europäischen Ländern, die besonders deutlich ihre Unterstützung für die Palästinenser zum Ausdruck gebracht haben. Israels Existenzrecht wird ausdrücklich betont, gleichzeitig hat Dublin 2024 den Staat Palästina offiziell anerkannt.

Erst nach einer langen Mannschaftssitzung hatten die Iren zugestimmt, das Spiel zu bestreiten. Torwart Gavin Bazunu wiederum wollte nicht gegen Israel antreten. Trainer Heimir Hallgrímsson betonte im RTE-Interview, dass dies "eine der herausforderndsten Wochen für mich als Trainer" gewesen sei: "Wir befinden uns in Situationen, die wir so noch nicht erlebt haben."
Die irischen Spieler trugen schwarze Armbinden – eine Geste, die David Courell, der Geschäftsführer des irischen Fußballverbands, am Samstag als "Würdigung aller im Gaza-Konflikt verlorenen Menschenleben" bezeichnete. Troy Parrott (13.), Adam Idah (16.) und Jack Moylan (25.) erzielten die Tore für die Iren.
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