Gianni Infantino drückte seinen neuesten Unterstützer fest an sich. Und der FIFA-Boss strahlte und strahlte, nachdem er den vielleicht entscheidenden Wahlkampf-Schub erhalten hatte.
Die Umarmung mit Scheich Salman bin Ibrahim al-Khalifa beim AFC-Kongress in Tokio vor den Augen der Fußballwelt besaß Signalwirkung – und sie warf die Frage auf: Ist der Machtkampf mit der Europäischen Fußball-Union (UEFA) entschieden?
Denn die Rückendeckung der asiatischen Konföderation (AFC) ist Infantino seit Freitag sicher. "Gianni", sagte AFC-Chef Scheich Salman in Richtung des FIFA-Präsidenten, als er endgültig eine Kehrtwende vollzog und dem Schweizer "uneingeschränkte" Unterstützung aus Asien versprach: "Ja, wir hatten in der Vergangenheit einige Probleme. Aber lassen Sie uns diese beiden Dinge nicht miteinander vermischen. Wir müssen nach vorne schauen. Der Fußball ist am stärksten, wenn wir zusammenarbeiten."

Machtkampf mit UEFA schon entschieden?
Der AFC-Boss hatte sich im Sommer mit der UEFA und dem Kontinentalverband für Nord- und Mittelamerika (CONCACAF) noch deutlich gegen Infantinos inzwischen gescheitertes Investorenvorhaben ausgesprochen. Doch zuletzt stellte sich schon die Vereinigung arabischer Verbände hinter Infantino, darunter zwölf AFC-Mitglieder.
Neben Infantinos Machtbasis in Afrika und Südamerika könnten die Stimmen aus Asien entscheidend dafür sein, dass der 56-Jährige bei der Wahl im März 2027 in Rabat/Marokko eine vierte und letzte Amtszeit erhält.
Der von der UEFA anvisierte Sturz des FIFA-Chefs wird unwahrscheinlicher. Aus den Reihen der Europäer wollte sich zunächst niemand äußern.
