Deutschland baute damit den Vorsprung in der Nationenwertung gegenüber der direkten Konkurrenz aus. Vor dem entscheidenden letzten Sprint des Jahres am Donnerstag beim Weltcup-Finale in Oslo (16.15 Uhr/ZDF und Eurosport) liegen die deutschen Biathletinnen mit komfortablen 189 Punkten vor Finnland und 220 Zählern vor Tschechien. Nur die besten fünf Nationen in der Wertung dürfen in der folgenden Saison mit sechs Athletinnen teilnehmen.
Im Vergleich zur olympischen Bronze-Staffel von Antholz ging nur Nawrath in Otepää wieder in diesem Format an den Start. Am schwierigen Schießstand hatte er dann aber wie bereits in der Verfolgung große Probleme und benötigte jeweils alle drei Nachlader, um die Strafrunde zu vermeiden. Mit seiner starken Laufform hielt Nawrath Deutschland aber in der Spitzengruppe.
Groatian überzeugt, Tannheimer verpasst Podoimschance
Weiterhin spielte der Wind am Schießstand eine große Rolle. Diesen bekam auch Horn zu spüren, mit insgesamt drei Strafrunden fiel Deutschland sehr weit zurück. "Ich ärgere mich heute sehr über mich selbst", sagte Horn in der ARD: "Natürlich war es nicht leicht, natürlich können bei so einem Wind Fehler passieren, aber nicht drei Strafrunden."
Grotian und Tannheimer standen damit unter großem Druck, schließlich ging es vor allem für sie um eine gute Platzierung. Grotian führte das DSV-Team mit nur zwei Nachladern nach vorne und war "sehr froh" über ihr Rennen. Beim letzten Stehendschießen ging dann plötzlich sogar die Tür in Richtung Podest auf, doch Schlussläuferin Tannheimer leistete sich eine Strafrunde. Zuvor hatten Justus Strelow und Vanessa Voigt beim Sieg von Norwegen nach drei Strafrunden und 17 Nachladern Rang vier belegt.
