In der letzten Linkskurve vor der Zielgeraden gerieten die Italienerin Iris de Martin Pinter und die Schwedin Linn Svahn aneinander. Svahn stürzte, die nachfolgende Rydzek konnte nicht mehr ausweichen und ging ebenfalls zu Boden. Svahn rappelte sich schnell auf und zog auf den letzten Metern noch an Sofie Krehl vorbei auf Platz zwei – hinter de Martin Pinter, die nach dem Hakler nur gestrauchelt war.
Der Sieg auf dem engen Stadtkurs ging an Jonna Sundling aus Schweden. Laura Gimmler, die zusammen mit Rydzek bei Olympia die Bronzemedaille gewonnen hatte, schaffte den Sprung ins Finale und belegte dort mit 4,01 Sekunden Rückstand auf Sundling Rang fünf. Rydzek wurde 26.
Kläbo landet auf dem Hinterkopf
Bei den Männern verpasste Rekord-Olympiasieger Johannes Hösflot Kläbo auf der Jagd nach dem 112. Weltcuperfolg seiner Karriere ebenfalls aufgrund eines heftigen Sturzes den Finaleinzug. Nachdem der US-Amerikaner Ben Ogden im Positionskampf zu Boden gegangen war, fiel Kläbo über ihn und prallte heftig mit dem Hinterkopf auf den Boden. Der 29-Jährige konnte das Rennen nicht beenden und wurde von einem Betreuer gestützt von der Strecke begleitet.
Kläbo blieb am Ende Platz elf. Den Sieg sicherte sich in einem überraschenden und ganz engen Finale ohne die besten fünf der Qualifikation Kläbos Landsmann Ansgar Evensen. Jan Stölben landete als bester Deutscher auf dem 23. Rang.
Da auch Kläbos größte Konkurrenten auf den vorderen Plätzen fehlten, sicherte sich der Dominator vorzeitig auch die kleine Kristallkugel für den besten Sprinter der Saison. Den erneuten Triumph im Gesamtweltcup hatte er schon am vergangenen Wochenende perfekt gemacht.
