Wintersport LIVE: Reisch verfehlt Podium knapp – Raimund überzeugt bei Prevc-Show

Aktualisiert
Wintersport LIVE: Skispringen in Willingen – Speed-Bewerbe in Crans Montana
Wintersport LIVE: Skispringen in Willingen – Speed-Bewerbe in Crans MontanaFlashscore // Swen Pförtner / DPA / dpa Picture-Alliance via AFP / Profimedia

Im Tracker von Flashscore findest du alle Ergebnisse und News aus dem Wintersport. An diesem Wochenende finden die Skisprung-Wettbewerbe in Willingen statt. Eine wohlverdiente Pause genießen hingegen die alpinen Ski-Herren und der Biathlon-Zirkus.

Highlights: 31. Januar bis 1. Februar

 

SONNTAG

Ski Alpin: Super-G Damen in Crans Montana (Schweiz) – Franjo von Allmen

Skispringen: Einzel Herren in Willingen (Deutschland) – Domen Prevc

Wintersport LIVE

SONNTAG, 1. FEBRUAR

18:29 Uhr - SKISPRINGEN HERREN - Philipp Raimund ist zum Abschluss der olympischen Generalprobe in Willingen aufs Podest geflogen. Beim zweiten Sieg des slowenischen Topstars Domen Prevc binnen 24 Stunden vor 22.000 Zuschauern im hessischen Upland wurde der Oberstdorfer Dritter und stand damit erstmals seit Mitte Dezember auf dem Podium. Fünf Tage vor der Eröffnung der Winterspiele zeigten sich die DSV-Adler auf bemerkenswertem Niveau.

Topfavorit auf die olympischen Goldmedaillen bleibt allerdings Prevc. Der Tourneesieger gewann am Sonntag wie schon im ersten Springen mit gewaltigem Vorsprung und setzte sich nach Sprüngen auf 147,0 und 152,0 m mit 31,7 Punkten Vorsprung (umgerechnet fast 18 Meter) auf den Japaner Ren Nikaido durch. Raimund, am Samstag noch unzufriedener 18., lag nach Flügen auf 142,5 und 139,5 m letztlich 39,9 Punkte hinter dem Weltcup-Spitzenreiter.

Mit neuem Selbstvertrauen reist auch der zweimalige Olympiasieger Andreas Wellinger ins Val di Fiemme. Der 30-Jährige flog am Sonntag im zweiten Durchgang auf famose 150,5 m, landete damit auf Rang acht der Endabrechnung und schaffte es wie am Samstag (Sechster) in die Top 10. Damit blieb Wellinger sogar vor dem Tourneesechsten Felix Hoffmann, der nach 149,5 m im Finale Zehnter wurde.

Der nicht für Olympia nominierte Karl Geiger zeigte nach seinem grandiosen dritten Platz am Samstag zum Abschluss mit Rang 21 zumindest einen grundsoliden Wettkampf. Von den vier deutschen Olympiafahrern fiel erneut Pius Paschke ab, der nach Platz 23 am Samstag zum Abschluss Rang 28 belegte. Noch vor dem sechsmaligen Weltcupsieger landete Luca Roth auf Rang 25.

16:17 Uhr - NORDISCHE KOMBINATION - Olympiasieger Vinzenz Geiger hat beim Nordic Combined Triple in Seefeld den erneuten Gesamtsieg verpasst, mit Platz drei aber eine starke Generalprobe für die am Freitag beginnenden Winterspiele in Norditalien abgeliefert.

In einem hammerharten abschließenden 12,5-km-Langlauf musste sich der 28 Jahre alte Oberstdorfer dem Norweger Jens Luraas Oftebro und dem Österreicher Stefan Rettenegger geschlagen geben. "Ich habe mich leider nicht ganz so gut gefühlt und am Schluss nicht mehr ganz mithalten können", sagte Geiger, der am Samstag seinen zweiten Saisonsieg gefeiert hatte, im ZDF: "Aber als Vorbereitung für die Spiele war es perfekt."

15:35 Uhr - NORDISCHE KOMBINATION - Nathalie Armbruster hat die erfolgreiche Titelverteidigung beim Nordic Combined Triple im österreichischen Seefeld deutlich verpasst. Die 20 Jahre alte Schwarzwälderin landete nach dem dritten und letzten Wettkampf auf dem fünften Platz. Allerdings war Armbruster nach einem Infekt in Seefeld geschwächt an den Start gegangen und hatte im harten Abschlussrennen nichts mehr zuzusetzen.

Große Gewinnerin in Seefeld war die Norwegerin Ida Marie Hagen, die Armbruster sowohl als Triple- wie auch als Weltcup-Gesamtsiegerin ablöste. Hagen setzte sich bei ihrem 27. Weltcupsieg mit 55,0 Sekunden Vorsprung auf die US-Amerikanerin Alexa Brabec durch. Dritte wurde deren Landsfrau Tara Geraghty-Moats (+1:47,4 Minuten), 2020/21 erste Gesamtweltcup-Gewinnerin der Geschichte, die nach einem Abstecher zum Biathlon in den Ski-Zweikampf zurückgekehrt ist.

12:59 Uhr - SKI ALPIN - Weltmeister Franjo von Allmen hat sich beim letzten Weltcup-Rennen vor den Olympischen Spielen als Anwärter auf eine Medaille in Bormio positioniert. Bei der Abfahrt in Crans-Montana fuhr der 24 Jahre alte Schweizer in überlegener Manier zu seinem zweiten Saisonsieg. Das Olympia-Rennen in der alpinen Königsdisziplin findet am kommenden Samstag (11.30 Uhr/ARD und Eurosport) statt.

Von Allmen siegte überlegen vor Dominik Paris aus Italien (+0,65 Sekunden). Der Südtiroler fuhr erst zum zweiten Mal in dieser Saison auf das Podest, gehört aber beim Kampf um die Olympia-Medaillen zu den Favoriten. Mit sieben Weltcupsiegen, davon fünf in der Abfahrt und zwei im Super-G, ist er Rekordsieger auf der "Stelvio" in Bormio. Crans-Montana, sagte er im ZDF, "ist nicht so meine Piste, Bormio ist schon was anderes."

SAMSTAG, 30. JANUAR

16:14 Uhr - NORDISCHE KOMBINATION HERREN - Vinzenz Geiger hat am zweiten Tag beim Nordic Combined Triple in Seefeld mit einem traumhaften Endspurt seinen zweiten Saisonsieg gefeiert und darf auf die erfolgreiche Titelverteidigung hoffen. Der Olympiasieger aus Oberstdorf stürmte auf den letzten 300 Metern des Compact-Rennens noch von Platz vier ganz nach vorne.

Ins finale Gundersen-Rennen am Sonntag geht der 28-Jährige nun als Führender. Die "Überlänge" des abschließenden Langlaufs (12,5 km) ist dabei ein Vorteil für Geiger, der am Samstag von Platz zehn nach dem Springen noch ganz nach vorne stürmte.

"Heute war nicht viel mit Taktik. Ich bin hinter dem Oftebro gewesen, der ist der beste Läufer. Und ich wusste, da muss ich dranbleiben", sagte Geiger: "Das war extrem hart, aber der Schlussspurt lief perfekt."

In einer packenden Schlussphase setzte sich Geiger sechs Tage vor der olympischen Eröffnungsfeier in Norditalien bei seinem 19. Weltcupsieg mit zwei Zehntelsekunden Vorsprung auf Weltcup-Spitzenreiter Johannes Lamparter (Österreich) durch, der den Auftakt am Freitag gewonnen hatte. Platz drei ging an besagten Norweger Jens Luraas Oftebro (+2,3 Sekunden).

"Chapeau an Vinz, es war ein sehr, sehr starkes Rennen. Das hat er stark gemacht", sagte Bundestrainer Eric Frenzel im ZDF. Frenzel hatte von 2014 bis 2017 die ersten vier Auflagen des Seefeld-Triples gewonnen. Geiger war 2025 der zweite deutsche Kombinierer, der den Wettkampf über drei Tage für sich entscheiden konnte.

Zweitbester Deutscher war Johannes Rydzek auf Platz acht, der wie Rydzek und Geiger für Olympia qualifizierte Julian Schmid wurde Zwölfter. Dazwischen schob sich überraschend Richard Stenzel als Elfter.

15:29 Uhr - SKISPRINGEN DAMEN - Agnes Reisch hat beim Olympia-Härtetest in Willingen das Podest nach einem starken zweiten Sprung nur knapp verpasst. Unter erneut schwierigen Windbedingungen kam Reisch als beste DSV-Athletin beim Sieg der Norwegerin Eirin Maria Kvandal auf den vierten Platz, Vizeweltmeisterin Selina Freitag wurde Sechste.

Wie schon im Mixed-Team-Wettbewerb am Freitag, in dem das deutsche Quartett mit Reisch und Freitag knapp hinter Slowenien Platz zwei belegt hatte, sorgte zeitweise sehr starker Aufwind für stark unterschiedliche Verhältnisse. Reisch lag zur Halbzeit nur auf Platz neun, flog dann aber mit 134,0 m im Finale noch weit nach vorne. Zum zweiten Podest im Olympiawinter fehlten der 26-Jährigen letztlich aber fast 19 Meter.

Kvandal, die schon im Vorjahr auf der Mühlenkopfschanze triumphiert hatte, setzte sich mit zwei Traumflügen auf 138,5 und 143,5 m (235,7 Punkte) deutlich vor Seriensiegerin Nika Prevc (Slowenien/224,4) und der Japanerin Nozomi Maruyama (217,8) durch.

Sechs Tage vor der Eröffnungsfeier der Winterspiele überzeugten hinter Reisch und Freitag auch die beiden weiteren deutschen Olympiafahrerinnen: Rekordweltmeisterin Katharina Schmid, die letztmals in Willingen dabei ist, wurde Achte, Juliane Seyfarth belegte Platz elf.

15:21 Uhr - NORDISCHE KOMBINATION DAMEN - Nathalie Armbruster ist am zweiten Tag des Nordic Combined Triple in Seefeld auf das Podest gelaufen. Die 20-Jährige aus Kniebis im Schwarzwald sicherte sich im Schlussspurt des Compact-Wettbewerbs Platz drei und damit ihr sechstes Podium der Saison. "Ich bin stolz auf meinen Endspurt, auf den kann ich mich wirklich verlassen. Platz drei fühlt sich richtig gut an", sagte Armbruster im ZDF.

Triple-Titelverteidigerin Armbruster, die am Freitag Vierte geworden war, musste sich nach einem Sprung sowie fünf Kilometern in der Loipe nur der Norwegerin Ida Marie Hagen und der Auftaktsiegerin Alexandra Brabec aus den USA geschlagen geben. Für Hagen war es der 26. Weltcupsieg ihrer Karriere und der neunte in diesem Winter.

Armbruster, die von Platz vier aus in die Loipe gegangen war, setzte sich im Podest-Sprint gegen Marte Leinan Lund aus Norwegen durch. Zweitbeste Deutsche war Jenny Nowak auf Platz zwölf.

Die Ergebnisse des ersten Tages, an dem Armbruster im Massenstart Platz vier belegt hatte, wurden in den zweiten Wettkampf mitgenommen. Die Entscheidung fällt am Sonntag in einem regulären Gundersen-Wettkampf, auch dieser wird nach dem Zwischenstand in der Triple-Wertung begonnen.

12:31 Uhr - SUPER G DAMEN - Medaillen-Hoffnung Emma Aicher hat die Olympia-Generalprobe verpatzt, ist bei einem Sturz beim Super-G in Crans Montana aber mit dem Schrecken davongekommen. Die 22 Jahre alte Allrounderin stürzte bei strahlendem Sonnenschein über der Piste Mont Lachaux im "Fuchsloch" - und damit an jener Stelle, an der sich am Tag zuvor in der Abfahrt Lindsey Vonn ebenfalls bei einem Sturz verletzt hatte.

Während Teamkollegin Kira Weidle-Winkelmann als hervorragende Fünfte das Podest nur um acht Hundertstel verpasste, suchte Aicher nicht nach Ausreden. "Ich bin einfach nicht auf den Außenski gestanden. Das darf einfach nicht passieren - ein Anfängerfehler", sagte sie im ZDF, betonte aber: "Mein Skifahren passt gut, ich werde mich davon nicht runterbringen lassen. Einfach abhaken."

Im letzten Rennen vor Olympia, das für die Frauen am 8. Februar mit der Abfahrt in Cortina d'Ampezzo beginnt, feierte Malorie Blanc aus der Schweiz unter dem Jubel des Publikums bei ihrem erst 20. Weltcup-Start ihren ersten Sieg. Sie gewann vor Sofia Goggia aus Italien (+0,18 Sekunden) und Abfahrtsweltmeisterin Breezy Johnson (USA/+0,36).

FREITAG, 29. JANUAR

17:58 Uhr - SKISPRINGEN MIXED - Das Mixed-Team hat zum Auftakt der Olympia-Generalprobe in Willingen in einem stark vom Wind beeinflussten Wettkampf den ersten deutschen Saisonsieg im Skisprung-Weltcup knapp verpasst. Bei teilweise unkalkulierbaren und sogar unfairen Bedingungen an der Mühlenkopfschanze im hessischen Upland wurde das Springen nach einem Durchgang abgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt lag das DSV-Quartett hauchdünn hinter Slowenien um Topstar Domen Prevc.

Eine Woche vor der Eröffnungsfeier der Winterspiele in Norditalien kamen die für Olympia qualifizierten Philipp Raimund (121,0 m), Selina Freitag (132,0) und Agnes Reisch (112,0) sowie der nicht nominierte Karl Geiger (125,0) einigermaßen gut mit dem teils abenteuerlich starken Aufwind zurecht. Nach der Geduldsprobe - alleine Raimund musste vor seinem Sprung rund eine Viertelstunde warten - hatte Deutschland 0,6 Punkte (umgerechnet 38 Zentimeter) Rückstand auf die Slowenen. Dritter wurde Japan. Die vielen Fans beim "Party-Weltcup" hatten trotz des verpassten Siegs und fiesen Wetters viel Spaß.

Neben dem gesetzten Raimund hatte Bundestrainer Stefan Horngacher den nicht für Olympia qualifizierten Geiger aufgeboten, der zuletzt bei der Flug-WM in Oberstdorf aufsteigende Form gezeigt hatte. Bei den Frauen bekam Reisch den Vorzug vor Rekord-Weltmeisterin Katharina Schmid, die ein letztes Mal in ihrer Karriere in Willingen am Start ist.

In Willingen fand das zweite und letzte Mixed-Team-Springen des Weltcup-Winters statt. Zum Saisonstart hatte das DSV-Quartett in gleicher Besetzung beim Sieg Japans Platz vier belegt. In Norditalien gehört das gemischte Team zum zweiten Mal zum Olympia-Programm. Bei der Premiere 2022 in Peking belegte Deutschland nur Platz neun, nachdem Schmid wegen eines nicht regelkonformen Anzugs disqualifiziert worden war. Am Samstag und Sonntag stehen jeweils Einzelwettkämpfe bei Männern und Frauen an.

16:39 Uhr - NORDISCHE KOMBINATION HERREN - Kombinations-Olympiasieger Vinzenz Geiger ist gut in die Generalprobe für die Winterspiele gestartet, hat aber zum Auftakt des Nordic Combined Triple in Seefeld sein drittes Podest der Saison verpasst. Der Oberstdorfer fiel in Tirol beim Massenstart mit einem nicht optimalen Sprung von Platz zwei auf vier zurück.

"Ich habe gut trainiert in den letzten zwei Wochen. Und das hat schon in meinem Hasswettbewerb, dem Massenstart, gut funktioniert", sagte Geiger.

Einen Heim-Doppelsieg feierten die Österreicher. Weltcup-Spitzenreiter Johannes Lamparter setzte sich nach einem starken Sprung auf 105,0 m knapp vor seinem Landsmann Stefan Rettenegger durch, der auf die gleiche Weite kam. Geiger (100,5 m) fehlte letztlich nicht einmal ein Meter auf den drittplatzierten Norweger Andreas Skoglund.

Zweitbester Deutscher war der nicht für Olympia qualifizierte Wendelin Thannheimer auf Platz sechs. Die beiden weiteren Olympia-Fahrer Julian Schmid und Johannes Rydzek landeten auf den Plätzen zwölf und 14.

15:20 Uhr - NORDISCHE KOMBINATION DAMEN - Kombiniererin Nathalie Armbruster hat zum Auftakt des Seefeld-Triples einen Podestplatz im Massenstart verpasst. Nach einem mäßigen abschließenden 93,5-m-Sprung musste sich die 20 Jahre alte Schwarzwälderin in Tirol mit Platz vier begnügen. Zum siebten Podium im zehnten Saisonrennen fehlten der Triple-Titelverteidigerin rund zweieinhalb Meter.

"Ich bin sehr zufrieden. Ich bin ohne große Erwartungen in den Wettkampf gegangen", sagte Armbruster, die bis Anfang der Woche mit den Folgen eines grippalen Infekts zu kämpfen hatte: "Ich kann aber definitiv besser springen."

Ihren ersten Weltcupsieg feierte die US-Amerikanerin Alexa Brabec, die auf 99,5 m sprang und sich damit knapp vor der überraschend starken Tschechin Ema Volavsek (100,5) durchsetzte. Die norwegische Weltcup-Führende Ida Marie Hagen, die zuvor acht von neun Rennen gewonnen hatte, fiel mit 94,0 m von Platz eins auf drei zurück.

Nach dem Skilanglauf über 5 km, der beim Massenstart am Beginn des Wettkampfs ausgetragen wird, hatte Armbruster bereits aussichtsreich auf Platz vier gelegen. Auf der Schanze blieb sie dann aber unter ihren Möglichkeiten. Zweitbeste Deutsche war Jenny Nowak auf Platz 14.

Weil sie nicht bei Olympia zugelassen sind, ist das Seefeld-Triple der Saisonhöhepunkt für die Kombiniererinnen. Auch am WM-Schauplatz von 2019 protestierten die Frauen wieder gegen ihre Nichtberücksichtigung für die Winterspiele ab der kommenden Woche in Norditalien.

Armbruster hatte 2025 die Triple-Premiere der Frauen gewonnen, nachdem ihre große Konkurrentin Hagen disqualifiziert worden war. Damit legte Armbruster den Grundstein für den späteren Gewinn des Gesamtweltcups.

14:21 Uhr - SKICROSS HERREN - Die deutschen Skicrosser haben ihre Medaillenambitionen bei der Olympia-Generalrobe mit einem historischen Dreifacherfolg eindrucksvoll unterstrichen. Florian Wilmsmann raste im ersten von zwei Weltcup-Rennen im italienischen Val di Fassa zu seinem ersten Saisonsieg - direkt vor seinen Teamkollegen Cornel Renn und Tim Hronek.

"Es ist verrückt! Erster, Zweiter und Dritter, das gab's noch nie", sagte Wilmsmann und betonte: "Wir hatten richtig gute Ski."

Tatsächlich fuhren erst zum zweiten Mal drei deutsche Skicrosser ins Finale der schnellsten vier Athleten. Erstmals war dies demselben Trio im März 2021 im Schweizer Veysonnaz gelungen: Damals gewann auch schon Wilmsmann. Hronek wurde Dritter, Renn Vierter.

In Val di Fassa feierte Wilmsmann, der WM-Zweite von 2023, nun seinen sechsten Weltcup-Sieg. Renn fuhr erstmals aufs "Stockerl", für Hronek war es das siebte Podium. Der Italiener Simone Deromedis, immerhin Weltmeister 2023, hatte im Endlauf das Nachsehen.

Daniela Maier konnte das überraschend frühe Aus von Seriensiegerin Sandra Näslund (Schweden/25.) nicht nutzen und scheiterte im Halbfinale im Fotofinish. Im "kleinen Finale" sicherte sie sich Rang fünf, Veronika Redder wurde Siebte. Die Italienerin Jole Galli feierte ihren dritten Weltcup-Sieg.

Leonie Bachl-Staudinger (12.) und Luisa Klapproth (15.) schieden wie Kilian Himmelsbach (16.) im Viertelfinale aus. Im Fassatal in den Dolomiten steht am Samstag jeweils ein weiterer Wettkampf an. Die Olympia-Rennen steigen am 20. (Frauen) und 21. (Männer) Februar in Livigno.

11:32 Uhr - BIATHLON DAMEN - Biathletin Franziska Preuß hat das Ende ihrer erfolgreichen Karriere angekündigt. "Nach dieser Saison ist definitiv Schluss", sagte Deutschlands Sportlerin des Jahres am Freitag in einer virtuellen Medienrunde. Ob sie unmittelbar nach den Olympischen Spielen in Antholz bereits aufhört oder das letzte Weltcup-Trimester noch mitnimmt, ließ die Gesamtweltcupsiegerin offen. Es habe sich in den vergangenen Wochen so entwickelt, dass sie "fein" mit der Entscheidung sei.

9:48 Uhr - SKI ALPIN DAMEN - Speed Queen Lindsey Vonn ist bei der letzten Abfahrt vor den Olympischen Spielen schwer gestürzt. Die Skirennläuferin aus den USA verlor neun Tage vor dem Goldkampf in Italien beim Weltcup-Rennen in Crans-Montana nach dem ersten Sprung das Gleichgewicht, geriet in Rückenlage und schlug schließlich im Fangnetz ein. Ob sie sich verletzte, blieb zunächst unklar. Das Rennen wurde danach wegen schlechter Sicht bei zunehmendem Schneefall abgebrochen.

Lindsey Vonn konnte die Abfahrt von Crans-Montana nach Sturz beenden.
Lindsey Vonn konnte die Abfahrt von Crans-Montana nach Sturz beenden.REUTERS/Denis Balibouse

06:00 Uhr - SKISPRINGEN HERREN - Andreas Wellinger hat keine Lust mehr aufs Zuschauen. In Ruhpolding feuerte er zuletzt Biathletin Franziska Preuß von der Tribüne aus an, in Oberstdorf musste er seinen Teamkollegen bei der Skiflug-WM tatenlos zusehen. "Nicht einfach" sei diese ungewohnte Rolle für ihn gewesen, sagte der zweimalige Skisprung-Olympiasieger später, "aber das gehört zum Sport dazu."

Nun startet er ab Freitag in Willingen. Es wird die letzte Chance, vor Olympia unter Wettkampfbedingungen an der Form zu feilen. Und wo sollte das gelingen, wenn nicht auf der Mühlenkopfschanze?

Schon 2013 flog der damals 17 Jahre alte Wellinger dort mit der Mannschaft aufs Podest, 2017 und 2024 gewann er im Einzel. "Ich durfte in Willingen schon zweimal ganz oben stehen und freue mich sowohl auf die Schanze als auch auf die Kulisse", sagt er nun.

Ein Sieg ist in diesem Jahr nicht zu erwarten. Genau genommen wäre es schon ein Erfolg, wenn Wellinger in die Nähe der Top 10 springen würde. Denn bislang liegt eine verkorkste Saison hinter ihm: Im Gesamtweltcup belegt der 30-Jährige derzeit den 37. Platz, bei der Vierschanzentournee war er nur auf dem 36. Rang gelandet.

Die Skiflug-WM am vergangenen Wochenende – bei der er weder im Einzel noch im Team aufgestellt wurde und am Sonntag als Vorspringer zum Einsatz kam – war der nächste Tiefpunkt.

Und doch gibt Wellinger nicht auf. "Ich werde weiter pushen, jedes Detail verbessern und mich auf das konzentrieren, was als nächstes kommt. Ich weiß, wozu ich fähig bin, und ich arbeite jeden einzelnen Tag hart, um dorthin zurückzukehren", schrieb er bei Instagram.