Highlights: 10. bis 11. Januar 2026
SAMSTAG
Ski Alpin: Riesenslalom Herren in Adelboden (Schweiz) – Marco Odermatt | Abfahrt Damen in Zauchensee (Österreich) – Lindsey Vonn
Biathlon: Verfolgung Herren in Oberhof (Deutschland) – Tommaso Giacomel | Staffel Damen – Frankreich
Skispringen: Team-Bewerb Herren in Zakopane (Polen) – Österreich
SONNTAG
Ski Alpin: Slalom Herren in Adelboden (Schweiz) – Paco Rassat | Super-G Damen in Zauchensee (Österreich) – Abgesagt
Biathlon: Staffel Herren in Oberhof (Deutschland) – Norwegen | Verfolgung Damen – Elvira Öberg
Skispringen: Einzel Herren in Zakopane (Polen) – 16:00 Uhr
Wintersport LIVE
SONNTAG, 11. JANUAR
18:11 Uhr - SKISPRINGEN HERREN - Pius Paschke hat in Abwesenheit der angeschlagenen Topathleten Felix Hoffmann und Philipp Raimund für einen Lichtblick unter den deutschen Skispringern gesorgt. Beim Weltcup im polnischen Zakopane wurde der Routinier im abschließenden Einzelwettbewerb guter Neunter. Den Tagessieg sicherte sich fünf Tage nach dem Ende der Vierschanzentournee bei heftigem Schneefall der Slowene Anze Lanisek, Andreas Wellinger kam auf Platz 22.
Während der slowenische Tournee-Champion Domen Prevc bei den widrigen Bedingungen nur Rang 27 belegte, holte Lanisek mit Flügen auf 138,0 und 137,0 m (278,1 Punkte) seinen elften Weltcupsieg. In Abwesenheit einiger Spitzenspringer - von den Top 10 im Weltcup fehlten sechs - landeten die Österreicher Jan Hörl (264,8) und Manuel Fettner (262,7) auf den weiteren Podestplätzen.
Im "Super Team"-Wettbewerb am Samstag hatte das deutsche Duo Paschke und Karl Geiger mit Platz sechs enttäuscht. Für Geiger endete dann im Einzel der nächste Angriff auf die Olympia-Norm (einmal Platz acht oder zweimal Platz 15) ernüchternd: Der fünfmalige Weltmeister wurde auch im ausgedünnten Feld nur 31. und verpasste den zweiten Durchgang knapp. Seit Ende November wartet der fünfmalige Weltmeister auf ein Top-30-Ergebnis.
16:13 Uhr - NORDISCHE KOMBI HERREN - Vinzenz Geiger Zweiter, Johannes Rydzek Dritter: Die deutschen Kombinierer haben zum Abschluss des Weltcups in Otepää mit einem Doppelpodium geglänzt. Die beiden Olympiasieger aus Oberstdorf mussten sich beim "Compact"-Wettkampf im bitterkalten Estland nur Weltcup-Spitzenreiter Johannes Lamparter (Österreich) geschlagen geben.
Geiger, der nach verletzungsbedingt verpasstem Saisonstart wieder auf Topniveau läuft, lag nach einem Sprung und acht Kilometern in der Loipe 20,5 Sekunden hinter dem souveränen Sieger Lamparter, der seinen vierten Saisonerfolg feierte.
Rydzek, schon am Samstag hinter dem Norweger Einar Luraas Oftebro Zweiter, landete im Zielsprint knapp hinter Geiger auf Platz drei. Wendelin Thannheimer wurde Zehnter, Julian Schmid lief von Platz 22 auf zwölf vor und profitierte von den im "Compact"-Modus gedeckelten Rückstand nach dem Springen. Anders als an den beiden Vortagen konnte in Otepää gesprungen werden.
16:00 Uhr - BOB HERREN - Adam Ammour hat sich rund einen Monat vor Beginn der Olympischen Winterspiele völlig überraschend seinen ersten Europameistertitel im Viererbob gesichert. Der 24-Jährige setzte sich bei dem im Race-In-Race-Modus auch als Europameisterschaft gewerteten Weltcup-Rennen in St. Moritz vor dem in dieser Saison bisher dominanten Johannes Lochner durch, während sich Rekordweltmeister Francesco Friedrich nach massiven Startproblemen im ersten Lauf nur auf Rang sechs rettete.
Für Ammour war es der erste Weltcupsieg im Vierer, mit einem starken zweiten Lauf schob er sich mit seinem Bruder Issam Ammour, Joshua Tasche und Alexander Schaller noch an Lochner vorbei. Der 35-Jährige hatte sich noch am Vortag noch seinen zweiten EM-Titel im Zweier gesichert. Bronze ging an das Team um den Schweizer Piloten Michael Vogt.
In der Weltcup-Gesamtwertung baute Lochner, der in Cortina zum Karriereabschluss sein lang ersehntes erstes Olympia-Gold einfahren will, seinen Vorsprung an der Spitze vor Friedrich, der bei vier Olympischen Goldmedaillen steht, aus - auch weil der Dauerrivale im ersten Lauf am Start patzte.
15:29 Uhr - NORDISCHE KOMBI DAMEN - Kombiniererin Nathalie Armbruster hat in Otepää ein Wochenende zum Vergessen erlebt. Am Sonntag wurde die Weltcup-Titelverteidigerin nach Platz vier im Springen wegen eines irregulären Anzugs disqualifiziert.
Armbruster hatte nach dem Sprungdurchgang klar auf Podestkurs gelegen, fiel dann aber bei der Materialkontrolle durch. Ungefährdet zu ihrem sechsten Sieg im siebten Saisonrennen lief schließlich die Norwegerin Ida Marie Hagen, die sich mit 26,1 Sekunden Vorsprung auf die Finnin Minja Korhonen durchsetzte. Beste Deutsche war Jenny Nowak auf Rang neun.
Hagens Landsfrau Ingrid Laate, die erneut das Springen klar gewonnen hatte, war chancenlos - beim Rennen nach dem "Compact-Modus" sind die Rückstände für jeden Platz vorgegeben und werden nicht nach Punkten umgerechnet. Laate wurde auf den 4 km in der Loipe auf Rang 13 durchgereicht.
15:20 Uhr - BIATHLON DAMEN - Gesamtweltcupsiegerin Franziska Preuß hat das anvisierte Podest zum Abschluss des Weltcups in Oberhof verpasst. In der Verfolgung im Thüringer Wald belegte Deutschlands Sportlerin des Jahres nach zwei Strafrunden wie bereits im Sprint den fünften Platz (+1:20,7 Minuten). Den Sieg sicherte sich erneut die Schwedin Elvira Öberg (1 Strafrunde) vor Suvi Minkkinen aus Finnland (1/+16,6 Sekunden) und ihrer Schwester Hanna Öberg (1:04,5).
Hinter Preuß erreichte Vanessa Voigt nach einer starken Aufholjagd und einer fehlerfreien Leistung am Schießstand Platz acht (+1:47,8). Julia Tannheimer (3/+2:09,6) wurde Zwölfte, Janina Hettich-Walz fiel von Platz sechs auf Rang 17 zurück (5/2:39,7). Selina Grotian belegte den 23. Platz (3/+2:56,2), Anna Weidel Rang 43 (3/+4:22,2).
14:37 Uhr - SKI ALPIN HERREN - Hoffnungsträger Linus Straßer hat einen Monat vor Beginn der Olympischen Spiele einen weiteren Rückschlag erlitten. Beim Weltcup-Slalom im Schweizer Adelboden schied der WM-Dritte im zweiten Durchgang aus und setzte damit seine Serie von schwachen Resultaten in dieser Saison fort. Der Franzose Paco Rassat feierte vor rund 30.000 Skifans am Chuenisbärgli seinen zweiten Saisonsieg.
Straßers Bilanz in diesem Winter ist ernüchternd. Seit er im November in Gurgl beim ersten Sieg von Rassaat Platz acht belegt hatte, brachte er nach einem Ausfall nur die Plätze 17 und 14 zustande. In Adelboden wählte er im ersten Durchgang unpassendes Material und riskierte dann beim Versuch, sich von Platz 16 zu verbessern, im Finale zu viel.
14:12 Uhr - SKISPRINGEN FRAUEN - Mit großer Nervenstärke hat Katharina Schmid in der Windlotterie von Ljubno die Podestserie der deutschen Skispringerinnen fortgesetzt. Beim nächsten Heimsieg der slowenischen Überfliegerin Nika Prevc machte die Rekordweltmeisterin bei stark wechselnden Bedingungen mit einem starken zweiten Durchgang noch einen Sprung auf Platz drei.
Die immer noch erst 20 Jahre alte Prevc, die bereits im ersten Wettkampf am Samstag gewonnen hatte, sicherte sich mit Flügen auf 85,0 und 92,0 m (271,1) noch knapp ihren 31. Weltcup-Sieg und den 21. seit dem 1. Januar 2025. Die nach dem ersten Durchgang noch führende Österreicherin Lisa Eder (270,1) lag nur einen halben Meter zurück.
Schmid (252,9) kam im Finale auf 89,5 m und zog damit noch an der Chinesin Zeng Ping vorbei. Für die 29-Jährige war es in ihrer letzten Saison der zweite Podestplatz und für das deutsche Team der siebte Wettkampf in Folge mit einer Athletin unter den Top 3.
Juliane Seyfarth fiel im zweiten Durchgang noch von Platz fünf auf acht zurück. Am Samstag hatte die 35-Jährige ebenfalls als Achte ihr bestes Weltcup-Ergebnis seit drei Jahren verbucht. Drittbeste Deutsche war Anna Hollandt auf Platz 13. Selina Freitag, am Samstag noch Dritte, kam nach zwei schwachen Sprüngen bei schwierigsten Verhältnissen nicht über Rang 19 hinaus
13:07 Uhr - RODELN DAMEN/HERREN - Die zweimaligen Rodel-Weltmeisterinnen Jessica Degenhardt und Cheyenne Rosenthal haben sich auf ihrer Paradestrecke in Winterberg ihren zweiten Weltcupsieg der Saison gesichert. Wie schon bei ihrem Triumph zum Saisonauftakt gewann das Duo vor den im Gesamtweltcup führenden Weltmeisterinnen Selina Egle und Lara Kipp - diesmal mit genau einer Zehntelsekunde Vorsprung.
Das Podium komplettierten rund einen Monat vor Beginn der Olympischen Winterspiele Dajana Eitberger und Magdalena Matschina (+0,369 Sekunden) auf Platz drei. Dahinter rundeten Elisa Storch und Pauline Patz (+0,492) das gute deutsche Ergebnis ab.
Bei den Männern rasten zudem die sechsmaligen Olympiasieger Tobias Wendl und Tobias Arlt zu ihrem ersten Weltcupsieg der Saison. Die beiden Gesamtweltcupführenden schoben sich im zweiten Lauf noch an den Österreichern Thomas Steu und Wolfgang Kindl vorbei.
Das Weltmeister-Duo Hannes Orlamünder/Paul Gubitz verpasste dagegen auf Platz sechs mit 0,301 Sekunden Rückstand auf die Tagessieger das Podest - genau wie Toni Eggert und Florian Müller (+0,474), die nur Neunte wurden, sich aber zumindest mit dem Ticket für Cortina trösten können. Orlamünder/Gubitz bleiben in der verbandsinternen Qualifikationsliste hinter ihnen auf Rang drei und verpassen damit die beiden deutschen Quotenplätze.
12:43 Uhr - BOB DAMEN - Olympiasiegerin Laura Nolte hat einen Tag nach dem Gewinn von EM-Bronze im Monobob die Silbermedaille im Zweier gewonnen - aber damit zum zweiten Mal in der laufenden Weltcup-Saison im größeren Schlitten den Sieg verpasst. Die Pilotin vom BSC Winterberg landete in St. Moritz nur zwei Hundertstelsekunden hinter der neuen Doppel-Europameisterin Melanie Hasler aus der Schweiz auf Rang drei.
Nur drei Hundertstelsekunden fehlten der bei den vergangenen drei Europameisterschaften siegreichen Nolte zudem auf Tagessiegerin Kaillie Humphries aus den USA. Da Humphries aus der EM-Wertung fällt, schaffte auch Kim Kalicki (+0,23 Sekunden auf Humphries) mit Anschieberin Talea Prepens als Vierte den Sprung auf das EM-Podest und gewann Bronze.
Lisa Buckwitz (+0,44) ging im Zweier wie schon am Vortag auf dramatische Weise leer aus. Wie im Mono lag sie nach dem ersten Durchgang auf Goldkurs, doch Fehler im zweiten Lauf verhinderten ihren ersten EM-Titel im Zweier als Pilotin. Die 31-Jährige, die 2022 als Anschieberin von Kalicki Europameisterin geworden war, rutschte mit Anschieberin Kira Lipperheide noch hinter Kalicki und Prepens auf Platz fünf ab.
12:40 Uhr - BIATHLON HERREN - Die deutschen Biathleten haben in einem dramatischen Staffelrennen den ersten Podestplatz des Winters knapp verpasst. Justus Strelow, Lucas Fratzscher, Philipp Nawrath und David Zobel belegten beim Weltcup in Oberhof nach zehn Nachladern den fünften Platz (+5,4 Sekunden).
Den Sieg sicherte sich Norwegen (2 Strafrunden+7 Nachlader) in einem hochspannenden Finish vor Frankreich (2+9/+2,6), Schweden (0+12/+3,8) und Italien (1+9/+4,8)
In Abwesenheit von Philipp Horn, der krankheitsbedingt fehlte, eröffnete Justus Strelow für das DSV-Team. Der beste deutsche Schütze leistete sich bei bestem Wetter im Thüringer Wald zwei Nachlader und übergab an Position fünf liegend an Fratzscher, der sein Staffel-Debüt in dieser Saison gab. Während sich die Konkurrenz aus Norwegen und Frankreich jeweils gleich zwei Strafrunden einhandelte, hielt der 31-Jährige seine Mannschaft auf Podestkurs.
Nawrath, der zu Beginn des Weltcups im Sprint Zweiter geworden war, brachte die deutsche Mannschaft dann sogar auf Platz eins, zwischenzeitlich betrug der Vorsprung auf die ersten Verfolger über 30 Sekunden. Drei Nachlader beim Stehendschießen ließen das Polster aber schnell verschwinden. Schlussläufer Zobel hielt das DSV-Team im Kampf um den Sieg, die Entscheidung fiel erst auf der Zielgeraden.
SAMSTAG, 10. JANUAR
18:02 Uhr - SKISPRINGEN HERREN - Ohne ihre Topathleten Felix Hoffmann und Philipp Raimund sind die deutschen Skispringer beim Weltcup im polnischen Zakopane weit hinterhergeflogen. Im olympischen "Super-Team"-Wettbewerb kamen Karl Geiger und Pius Paschke vier Tage nach dem Ende der für sie unbefriedigenden Vierschanzentournee nicht über Platz sechs hinaus – schlechter als Platz vier war ein DSV-Duo zuvor nie in dieser Disziplin.
Der frühere Skiflug-Weltmeister Geiger (120,5+123,0+130,0) und der sechsmalige Weltcup-Sieger Paschke (127,5+122,0+128,5) sprangen von Beginn an hinterher und schafften es nur mit Mühe in den dritten Durchgang der besten acht Teams. Dort ging es mit mehr Anlauf immerhin noch zwei Plätze nach vorne.
Ganz vorn setzten sich die Österreicher Jan Hörl und Stephan Embacher mit 805,9 Punkten vor Slowenien (758,3) durch, das den frischgebackenen Vierschanzentournee-Sieger Domen Prevc schonte und stattdessen Anze Lanisek sowie nach abgelaufener Sperre den bei der Tournee zweimal wegen irregulärer Anzüge disqualifizierten Timi Zajc aufbot. Platz drei ging an die Polen Kacper Tomasiak und Dawid Kubacki (741,8).
16:55 Uhr - RODELN HERREN - Rekordweltmeister Felix Loch hat in Winterberg den dritten Weltcupsieg in Folge nur knapp verpasst. Beim zweiten Saisonerfolg seines derzeit größten Konkurrenten Jonas Müller aus Österreich schaffte Loch rund einen Monat vor seinen fünften Olympischen Spielen mit Platz zwei als einziger Deutscher den Sprung auf Podest. Nur 0,105 Sekunden fehlten am Ende auf Konkurrent Müller, der in der Weltcup-Gesamtwertung bis auf einen Punkt an Loch heranrückte.
In Winterberg, wo Loch (Berchtesgaden) zum Saisonauftakt seinen ersten Weltcupsieg seit 22 Monaten gefeiert hatte, lag der 36-Jährige nach dem ersten Lauf noch auf Rang vier. Mit der Bestzeit des zweiten Durchgangs schob er sich dann aber noch an Müllers Landsmännern Nico Gleirscher (+0,117 Sekunden) und Wolfgang Kindl (+0,285) vorbei. Weltmeister und Gesamtweltcupsieger Max Langenhan (Friedrichroda/+0,347) folgte auf Rang fünf.
Der Chemnitzer Timon Grancagnolo (+0,888) schloss das Rennen als Zehnter ab, David Nößler (Schmalkalden/+1,061) landete auf Platz 13.
15:56 Uhr - BIATHLON DAMEN - Die deutsche Frauen-Staffel hat sich beim Weltcup in Oberhof nach einer Aufholjagd den zweiten Podestplatz des Winters gesichert. Selina Grotian, Julia Tannheimer, Janina Hettich-Walz und Schlussläuferin Franziska Preuß belegten am Samstag nach einer Strafrunde und 13 Nachladern wie bereits in Hochfilzen den dritten Rang (+1:28,4 Minuten).
Den Sieg sicherten sich die favorisierten Französinnen um die Gesamtweltcupführende Lou Jeanmonnot (0 Strafrunden+8 Nachlader) souverän vor Norwegen (1+7/+53,7 Sekunden).
Grotian, die in Oberhof ihr Comeback nach längerer Krankheitspause gibt, eröffnete für die deutsche Mannschaft. Stehend handelte sie dem DSV-Quartett dann aber eine Strafrunde ein, Tannheimer ging an Position zehn liegend in die Loipe. "Ich habe mir schon beim Hinstellen gedacht: 'Oh, das könnte schwierig werden'", sagte Grotian in der ARD: "Ich habe mein Bestes gegeben, aber leider mit der Strafrunde."
In der Folge benötigte auch Tannheimer zahlreiche Nachlader - und dennoch brachte sie das DSV-Team bis auf Platz fünf nach vorne. "Der Wind war gar nicht so das Problem, eher die Kälte", sagte die 20-Jährige. Hettich-Walz führte das deutsche Quartett auf Platz zwei, bevor Deutschlands Sportlerin des Jahres Preuß dann aber nach drei Nachladern beim letzten Schießen noch Norwegens Maren Kirkeeide vorbeiziehen lassen musste.
15:33 Uhr - BOB HERREN - Johannes Lochner hat zum zweiten Mal in seiner Karriere den Europameistertitel im Zweierbob gewonnen - und seine Dominanz im Olympia-Winter mit dem nächsten Statement-Sieg unterstrichen. Der 35-Jährige verwies Dauerrivale und Titelverteidiger Francesco Friedrich etwas mehr als einen Monat vor den Olympischen Rennen in Cortina d'Ampezzo auch in dem im Race-In-Race-Modus ausgetragenen Weltcuprennen in St. Moritz auf Rang zwei.
Lochner triumphierte im insgesamt elften Saisonrennen (Zweier und Vierer) bereits zum achten Mal, die übrigen drei gewann Friedrich. Auf der einzigen Natureisbahn der Welt im Schweizer Engadin brachten Lochner und Anschieber Georg Fleischhauer fast acht Zehntel (0,78 Sekunden) zwischen sich und Rekordweltmeister Friedrich, der mit Alexander Schüller fuhr. Seinen ersten EM-Titel hatte Lochner 2023 gefeiert.
Platz drei und damit EM-Bronze ging in St. Moritz an den Briten Brad Hall (+1,19 Sekunden), der damit erstmals in der laufenden Saison im Zweier einen deutschen Dreifachsieg verhinderte. Adam Ammour (Frankfurt/+1,43) landete mit Anschieber Benedikt Hertel im Schlitten auf dem sechsten Rang, der aufgrund der vor ihnen platzierten Südkoreaner zu EM-Platz fünf reichte.
14:59 Uhr - SKI ALPIN HERREN - Unter dem tosenden Jubel von rund 30.000 Ski-Fans hat Lokalmatador Marco Odermatt in unnachahmlicher Manier den spektakulären Riesenslalom im Schweizer Adelboden gewonnen. Auf dem legendären Cheunisbärgli lag der 28 Jahre alte Olympiasieger von 2022 bei dichtem Schneetreiben am Ende 0,49 Sekunden vor dem für Brasilien startenden Norweger Lucas Pinheiro Braathen. Dritter wurde überraschend der Franzose Leo Anguenot (+0,68 Sekunden).
Eine hervorragende Leistung bot erneut auch Fabian Gratz (+1,92). Nach seinem Ritt auf Rang fünf beim Riesenslalom in Alta Badia kurz vor Weihnachten fuhr er im vorletzten Riesenslalom vor den Olympischen Spielen als Neunter zum zweiten Mal in seiner Karriere unter die ersten zehn. Erneut vergab der 28-Jährige im ersten Lauf eine noch bessere Platzierung, erneut holte er im Finale auf - mit der zweitbesten Laufzeit verbesserte er sich um 14 Plätze. "Fühlt sich gut an", sagte er in der ARD.
Das Kontrastprogramm lieferten die drei anderen Deutschen. Alexander Schmid verletzte sich bereits im ersten Lauf an der Schulter, als er bei voller Fahrt ein Tor mitriss, im Finale schied er an einer Welle aus. Anton Grammel, der noch um die Olympia-Teilnahme kämpft, fiel im zweiten Durchgang vom 17. auf den 22. Platz zurück.
14:27 Uhr - NORDISCHE KOMBI DAMEN - Die deutschen Frauen verpassten hingegen das Podest. Beste DSV-Starterin beim fünften Sieg der Norwegerin Ida Marie Hagen im sechsten Saisonrennen war Weltcup-Titelverteidigerin Nathalie Armbruster auf Platz sieben vor Jenny Nowak auf Platz acht.
Hagen siegte überlegen mit 1:21 Minuten Vorsprung auf die Japanerin Yuna Kasai. Sprung-Siegerin Ingrid Laate, die mit 1:12 Minuten Vorsprung auf ihre zweitplatzierte Landsfrau Hagen losgelaufen war, kam nach sechs Kilometern mit 1:25 Minuten Rückstand als Fünfte ins Ziel.
14:08 Uhr - RODELN DAMEN - Rodel-Weltmeisterin Julia Taubitz hat ihren Krankheitsproblemen zu Beginn des Olympiajahrs erneut getrotzt und im verschneiten Winterberg den nächsten Podestplatz eingefahren. In Abwesenheit von Vize-Weltmeisterin Merle Fräbel, die wiederum krankheitsbedingt passen musste, fuhr die 29-Jährige hinter der Österreicherin Hannah Prock auf Platz zwei. Prock hatte auch bereits den Saisonauftakt in Winterberg für sich entschieden.
Taubitz hatte sich da noch mit einem enttäuschenden zwölften Platz zufriedengeben müssen. Diesmal fuhr die Titelverteidigerin, der am Ende nur 0,087 Sekunden auf Prock fehlten, an gleicher Stelle den dritten Podestplatz in Serie ein und schob sich damit im Gesamtweltcup an Fräbel vorbei auf Platz zwei - hinter der US-Amerikanerin Summer Britcher, die in Winterberg Fünfte wurde.
Das Podest komplettierte am Samstag die Italienerin Verena Hofer (+0,365). Anna Berreiter (Berchtesgaden/+0,691) wurde Sechste, Fräbel-Vertreterin Melina Fischer (Zwickau/+1.073) fuhr auf Platz 14, Anka Jänicke (Königssee/+1,315) fuhr auf Rang 17.
13:24 Uhr - NORDISCHE KOMBI HERREN - Kombinations-Altmeister Johannes Rydzek hat im Schneetreiben von Otepää seinen ersten Saisonsieg knapp verpasst. Der 34-Jährige musste sich in Estland in einem packenden Rennen knapp im Zielsprint des 10-km-Skilanglaufs dem Norweger Einar Luraas Oftebro geschlagen geben und wurde Zweiter. Dritter wurde der Norweger Andreas Skoglund vor Jens Luraas Oftebro.
Pech hatte Julian Schmid. Der Oberstdorfer, der am Freitag im Massenstart seinen ersten Saisonsieg gefeiert hatte und am Samstag als Spitzenreiter nach dem Springen in die Entscheidung gegangen war, kollidierte kurz vor dem Ziel in der Führungsgruppe mit Weltcup-Spitzenreiter Johannes Lamparter und dem Esten Kristjan Ilves. Nach dem folgenden Sturz rappelte sich Schmid zwar wieder auf, wurde aber letztlich nur Fünfter.
Das Springen am Samstagmorgen war wie schon beim Massenstart am Freitag wegen starker Winde abgesagt worden – sehr zur Freude von Schmid und Rydzek. Im provisorischen Wertungsdurchgang (PCR) vom Donnerstag, der als Grundlage für den 10-km-Langlauf benutzt wurde, hatten die beiden nämlich vorne gelegen und gingen somit von den ersten beiden Positionen ins Rennen.
Olympiasieger Vinzenz Geiger hingegen war als 25. nach dem Springen mit entsprechend geringen Chancen ins Rennen gewesen, lief als Zehnter aber noch in die Top 10 vor.
13:12 Uhr - SKI ALPIN DAMEN - Emma Aicher hat das Podest als Sechste nur knapp verpasst, Lindsey Vonn dagegen ihre Favoritenstellung für die Olympischen Spiele eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Bei der Abfahrt im österreichischen Zauchensee raste die 41 Jahre alte Amerikanerin zu ihrem zweiten Sieg in dieser Saison und zu ihrem 84. insgesamt im Weltcup. Im sechsten Speed-Rennen des Winters stand sie zum fünften Mal auf dem Podest.
Aicher (+0,68 Sekunden) lag auf der verkürzten "Kälberloch"-Strecke, die vom Neuschnee der vergangenen Tage hatte geräumt werden müssen, 0,20 Sekunden hinter der drittplatzierten Jacqueline Wiles (USA/+0,48), deren Karriere zeitweise von der Stiftung von Vonn unterstützt worden war. Kira Weidle-Winkelmann (+0,77), die im Dezember bei der Abfahrt in Val d'Isere als Zweite auf das Podest gefahren war, belegte Rang zwölf.
Vonn, die Mitte Dezember bereits eine Abfahrt in St. Moritz gewonnen hatte, siegte überlegen vor Kajsa Vickhoff Lie (Norwegen/+0,37). Aufgrund ihrer frühen Startnummer sechs habe sie nicht gedacht, "dass ich eine Chance habe", sagte sie.
12:57 Uhr - BIATHLON HERREN - Philipp Nawrath hat in der Schießlotterie beim Weltcup-Heimspiel in Oberhof seinen zweiten Podestplatz klar verpasst. Nach Platz zwei im Sprint fiel der 32-Jährige am Samstag in der Verfolgung mit sieben Strafrunden (+45,5 Sekunden) auf den 14. Platz zurück. Den Sieg sicherte sich wie bereits im Sprint der Italiener Tommaso Giacomel (6 Strafrunden) vor dem Norweger Martin Uldal (4/+4,5) und Sebastian Samuelsson aus Schweden (6/8,8).
"Ich habe zwei, drei Runden vorne ziemlich Druck gemacht. Vielleicht war es zu viel. Heute hat es einfach nicht funktioniert, da ist auch viel Kopf dabei", sagte Nawrath in der ARD: "Es hat nicht sein sollen."
Nawrath war mit 13 Sekunden Rückstand auf Giacomel in das Rennen gegangen – und lag lange Zeit sogar in Führung. Doch fünf Fehler beim Stehendschießen ließen alle Träume vom ersten deutschen Einzelsieg bei den Männern nach Benedikt Doll am 5. Januar 2024 in Oberhof platzen.
Für das DSV-Team war es eine enttäuschende Verfolgung. Hinter Nawrath wurde David Zobel als nächster Deutscher 22. (6/+1:32,6 Minuten), Lucas Fratzscher erreichte Platz 27 (4/+2:00,0). Justus Strelow belegte den 35. Rang (3/2:26,1), Johannes Kühn (4/+2:29,7) Platz 37.
11:49 Uhr - SKI ALPIN HERREN - Lokalmatador Marco Odermatt hat beim spektakulären Weltcup-Riesenslalom in Adelboden (Schweiz) eine klare Führung herausgefahren. Nach dem ersten Lauf auf dem legendären Chuenisbärgli liegt der Weltcup-Dominator dank einer eindrucksvollen Vorstellung 0,49 Sekunden vor dem für Brasilien startenden Norweger Lucas Pinheiro Brathen. Bei anhaltendem Schneefall erreichte Timon Haugan aus Norwegen Rang drei (+0,53 Sekunden)
Marco Schwarz darf sich als fünftbester Fahrer (+0,94) ebenfalls noch Chancen auf eine Podiumsplatzierung ausrechnen. Auch Weltmeister Raphael Haaser hat Hoffnung auf eine Spitzenplatzierung. Dem Tiroler fehlen 0,91 Sekunden auf den zweitplatzierten Braathen – Odermatt dürfte für ihn jedoch außer Reichweite liegen.
Als bester der vier gestarteten Deutschen geht Anton Grammel (+1,86) ins Finale (13:30 Uhr/ARD und Eurosport). Ebenfalls qualifiziert sind Alexander Schmid (+1,91) und Fabian Gratz (+2,04).
10:45 Uhr - BIATHLON HERREN - Philipp Horn ist das Weltcup-Heimspiel in Oberhof vorzeitig beendet. Wie der Deutsche Skiverband (DSV) nur wenige Stunden vor der Verfolgung der Männer am Samstag im Thüringer Wald (12 Uhr/ARD und Eurosport) bekannt gab, sei der 31-Jährige aufgrund seit Freitag bestehender Symptome "nicht wettkampffähig". Horn wäre als Siebter mit 39 Sekunden Rückstand auf Sprintsieger Tommaso Giacomel aus Italien in das Jagdrennen gegangen.
FREITAG, 9. JANUAR
17:53 Uhr - NORDISCHE KOMBI HERREN - Auch bei den Männern muss der zweite Teil des Massenstarts abgesagt werden. In Kombination mit dem provisorischen Springdurchgang vom Vortag wurde das Gesamtergebnis von der Jury zusammengesetzt: Julian Schmid schnappte sich seinen ersten Saisonsieg.
"Ich bin wirklich glücklich", sagte der 26-Jährige im Anschluss: "Der letzte Sieg ist schon lange her. Deshalb bin ich echt froh."
16:33 Uhr - NORDISCHE KOMBI DAMEN - Kombiniererin Nathalie Armbruster hat beim ersten Weltcup des neuen Jahres ihr nächstes Podium eingefahren, sich aber auch dem Wetter geschlagen geben müssen. Der zweite Teil des Massenstarts im estnischen Otepää wurde aufgrund zu starker Windböen vor dem Springen abgesagt.
Der Langlauf hatte wenige Stunden zuvor noch wie geplant stattgefunden. In Kombination mit dem provisorischen Springdurchgang vom Vortag wurde das Gesamtergebnis von der Jury zusammengesetzt: Armbruster wurde Dritte, die Weltcup-Führende Ida Marie Hagen aus Norwegen siegte.
Nachdem der Weltcup in Schonach Anfang des Jahres bereits wetterbedingt ausgefallen war, hatten die Athletinnen erneut mit der Natur zu kämpfen. Bei zweistelligen Minustemperaturen hatte sich Armbruster auf der Loipe als Zweite hinter Hagen eine gute Ausgangsposition für das Springen erarbeitet und ging mit 16,8 Sekunden Rückstand zur Schanze.
Da dort aufgrund der Windverhältnisse kein sicherer Wettbewerb durchgeführt werden konnte, reichte Armbruster ihr elfter Platz vom provisorischen Durchgang am Donnerstag für das vierte Podium im fünften Wettbewerb. Die Finnin Minja Korhonen wurde Zweite, Jenny Nowak belegte den achten Platz.
10:00 Uhr - SNOWBOARD DAMEN - Olympiahoffnung Ramona Hofmeister wagt dreieinhalb Monate nach ihrer schweren Fußverletzung ein Comeback und kämpft um die Norm für die Winterspiele. Deutschlands beste Snowboarderin wird am Samstag beim Weltcup im Schweizer Scuol starten. Damit bleiben der viermaligen Gesamtweltcupsiegerin vier Rennen, um die Qualifikation für Olympia in Mailand zu schaffen.
"Ball flach halten", sagte die Bronzemedaillengewinnerin von Pyeongchang 2018: "Ich habe selbst entschieden, in Scuol zu starten. Natürlich will ich die Olympia-Quali schaffen. Das hat mich jeden Tag im Training motiviert. Aber der Trainingsrückstand auf Schnee ist enorm."
Die 29-Jährige hatte sich bei einem Trainingssturz in Zermatt das Sprungbein (Talus) gebrochen und das Außenband gerissen. Auf den Saisonstart mit bislang fünf Rennen musste sie verzichten. Jetzt bekommt sie in Scuol, Bad Gastein und Bansko (zwei Rennen) die Chance, zweimal in die Top 16 oder einmal in die Top 8 zu fahren. Das wäre gleichbedeutend mit dem Ticket für Olympia.
