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"Wir sind nur Außenseiter": Füchse Berlin jagen den Wüsten-Jackpot

Füchse-Star Gidsel
Füchse-Star GidselČTK / imago sportfotodienst / Philipp Stevens

Die Füchse Berlin starten als einziger deutscher Vertreter bei der Klub-WM. Es geht um den Titel, viel Prestige – und noch mehr Geld.

Mickey-Mouse-Cup, Show-Turnier, Kirmes-Veranstaltung: Die Klub-Weltmeisterschaft im Handball wird gern belächelt.

Doch Bob Hanning kann das Gerede nicht mehr hören. "Der Weltpokal hat für alle Teilnehmer einen maximalen Stellenwert", sagte der Geschäftsführer der Füchse Berlin im rbb-Interview.

Hanning möchte die Bedeutung der Klub-WM nicht kleinreden
Hanning möchte die Bedeutung der Klub-WM nicht kleinredenČTK / imago sportfotodienst / Michael Taeger/Jan Huebner

Dass Hanning so etwas sagt, verwundert kaum. Der DHB-Pokalsieger ist als einziger deutscher Vertreter dabei, wenn in der neuen Hauptstadt Ägyptens ab Freitag der Champion ausgespielt wird. Beim Blick auf die namhafte Konkurrenz, spätestens aber beim Blick aufs Preisgeld erschließt sich die Aussage des Füchse-Chefs.

Knapp 300.000 Euro warten auf den Weltmeister im Wüsten-Jackpot. Eine Summe, die zumindest im Handball nicht alltäglich ist.

Bereits zweimal – 2015 und 2016 – kamen die Berliner in den Genuss des Sieger-Checks, zehn Jahre später soll der nächste Coup gelingen. "Das ist ein ganz großes Ziel – und natürlich mit Prestige verbunden", sagt Hanning.

Verletzungssorgen & Außenseiterrolle

Er muss aber auch eingestehen, dass die Füchse im Wettstreit mit dem ungarischen Starensemble von One Veszprém HC und Titelverteidiger FC Barcelona nur hoffnungsvoller Außenseiter sind.

"Wir sind sicherlich alles, aber kein Titelfavorit", so Hanning. Zumal sich nach den Langzeitverletzten Nils Lichtlein und Fabian Wiede nun auch noch Torhüter Andreas Palicka mit einer Handverletzung abmeldete.

Gespielt wird in zwei Vierergruppen, deren Sieger am Ende im Endspiel den Champion ermitteln. Hanning wünscht sich ein Finale gegen Barcelona und damit die Neuauflage des (verlorenen) Champions-League-Finales.

Doch dafür muss der deutsche Vizemeister, der in dieser Saison einen kleinen personellen Umbruch erlebt, in der Gruppe erstmal Veszprém aus dem Weg räumen. Jenes Team also, gegen das es in der vergangenen Woche in der Königsklasse eine 29:35-Heimniederlage setzte.

Auftakt gegen Burgan 

"Wir sind in diesem Jahr nur Außenseiter. Trotzdem wollen wir Veszprém diesmal einen anderen Kampf bieten und die Möglichkeit haben, das Champions-League-Finale gegen Barcelona zu wiederholen", sagt Hanning.

Zum Auftakt treffen die Füchse am Freitag (19.45 Uhr) auf das kuwaitische Team von Burgan SC, danach geht es im Zwei-Tages-Rhythmus weiter. Am Ende werden es vier Spiele in sieben Tagen sein.

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