Rückblick: Live-Tracker zum 20. WM-Tag
Höhenluft
Für alle, die die Nacht nicht damit verbracht haben, Mexiko gegen Ecuador (2:0) anzusehen: Was vor allem die Mexikaner in ihrem geliebten Aztekenstadion veranstaltet haben, war atemraubend. Vollgas-Fußball. Kompromisslos. Schnörkellos. Und die Ecuadorianer konnte da gut mithalten.
Ob das mit der Höhenluft zu tun hat? Die Mexikaner genießen seit Wochen den Vorteil, zumeist auf 2300 Meter über dem Meeresspiegel zu trainieren – und zu spielen.

Wenn Mexiko nach dem Achtelfinale in die USA umzieht, wird das "Höhentrainingslager" erst recht zum Vorteil werden. Und keine Sorge: Die Stadien werden voll mit Mexikanern sein, die nicht viel leiser sein werden als ihre Landsleute daheim.
Spielbericht: Mexiko vs. Ecuador
Incroyable
Und wer soll bitteschön dieses Frankreich stoppen? Auch die Experten des US-Senders Fox Thierry Henry und Zlatan Ibrahimovic fanden darauf keine Antwort.
Nach dem 3:0-Sieg der Franzosen gegen Schweden war Henry sprachlos: "Ich weiß es nicht." Ibrahimovic stellte lapidar fest: "Sie sind beängstigend."
Neben Doppelpacker Kylian Mbappé, der bei dieser WM schon sechsmal getroffen hat und nun in der Torschützenliste nun ex aequo mit Lionel Messi auf dem ersten Platz steht, glänzte vor allem auch Michael Olise.

"Der wichtigste Spieler bei Frankreich. Der Kerl ist von einem anderen Planeten", sagte Henry über den Spielmacher vom FC Bayern, der zwei Torvorlagen sammelte. "Er sieht Dinge, die andere nicht sehen. Nur ein Genie kann das. Und Olise ist eins", schwärmte Ibrahimovic.
Spielbericht: Frankreich vs. Schweden
Torhunger
Wo wir gerade von Genies sprechen, auch Erling Haaland hat wieder einmal getroffen. Im Sechzehntelfinale gegen die Elfenbeinküste erlebte Norwegen lange Zeit ein Duell auf Augenhöhe.
Erst in der 86. Minute erlöste der Stürmerstar von Manchester City sein Heimatland, mit seinem Treffer zum 2:1-Endstand ermöglichte er den Skandinaviern ein Achtelfinale gegen Rekordweltmeister Brasilien. Dass er den Ball nur mit viel Glück über die Linie beförderte, wurde da zu einem unbedeutenden Nebengeräusch.

Allerdings mussten sich die unterlegenen Ivorer über eine Schiedsrichterentscheidung ärgern. Unmittelbar nachdem Amad Diallo (74. Minute) den Führungstreffer der Norweger durch Antonio Nusa (39.) egalisiert hatte, wurde Nicolas Pepe im gegnerischen Strafraum zu Fall gebracht.
Elfmeter gab es keinen, auch der VAR intervenierte nicht. Das brachte Stürmerlegende Didier Drogba zur Weißglut. "Wozu ist der VAR überhaupt gut?", schrieb er wütend auf X.
Spielbericht: Elfenbeinküste vs. Norwegen
Video-Assistent
Schiedsrichterchef Pierluigi Collina hat die Antwort. Er hat die umstrittene Entscheidung verteidigt, das Tor von Jonathan Tah im WM-Sechzehntelfinale gegen Paraguay nicht anzuerkennen.
"Trainer und Spieler wurden informiert, daher sollte es niemanden überraschen, dass die Schiedsrichter diese Fouls ahnden werden", wird der Italiener in einem Beitrag des Weltverbandes FIFA zitiert.

Die Schiedsrichter sollten eingreifen, "wenn ein Angreifer kein Interesse am Ball hat und sich absichtlich, selbst minimal, bewegt, um die Verteidigung des Gegners zu behindern", sagte Collina: "Dies gilt insbesondere dann, wenn die Taktik darauf abzielt, den gegnerischen Torwart am Verteidigen des Tores zu hindern."
Was vor Tahs Treffer der Fall war, wurde doch Paraguays Torhüter Orlando Gill unmittelbar davor von Waldemar Anton händeringend zu Fall gebracht. Doch handelte es sich um eine klare Fehlentscheidung? Musste der VAR eingreifen? Oder wäre die Entscheidung nicht doch Sache des Schiedsrichters auf dem Feld gewesen?

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