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NFL-Woche 1 im Überblick: Derrick Henry schreibt Geschichte – Traumdebüt für Harbaugh

Bears-Quarterback Caleb Williams (l.) feiert einen Touchdown in Woche 1 der NFL-Saison 2026
Bears-Quarterback Caleb Williams (l.) feiert einen Touchdown in Woche 1 der NFL-Saison 2026Jared C. Tilton / GETTY IMAGES NORTH AMERICA

Der erste Sonntag der neuen NFL-Saison lieferte ein Spektakel der Extraklasse. Nach den Auftaktsiegen der Seattle Seahawks im Super-Bowl-Rematch gegen New England sowie dem Überraschungserfolg der San Francisco 49ers in Australien gegen die Rams präsentierte sich die Liga in Woche 1 von ihrer wilden und punktereichen Seite.

Für das größte Spektakel sorgten die Chicago Bears beim spektakulären 59:37-Erfolg gegen die Carolina Panthers. Die beiden Quarterbacks Caleb Williams (Chicago) und Bryce Young (Carolina) lieferten sich ein denkwürdiges Duell und sammelten zusammen 705 Yards Raumgewinn sowie acht Touchdowns. Es war das zwölft-punktereichste Spiel der NFL-Historie und das punktereichste Auftaktspiel überhaupt.

Caleb Williams überzeugte mit 334 Passing Yards und vier Touchdowns (zwei geworfen, zwei erlaufen). Das Running-Back-Duo D'Andre Swift (124 Yards, 3 Touchdowns) und Kyle Monangai (100 Yards, 1 Touchdown) verhalf den Bears zu insgesamt 552 Yards Raumgewinn. Auf der Gegenseite zeigte Bryce Young trotz der Niederlage mit 361 Yards und vier Touchdowns eine starke Leistung, bei der Wide Receiver Jalen Coker (138 Yards, 2 Touchdowns) sein bester Abnehmer war.

Meilenstein für Derrick Henry bei Ravens-Sieg

Beim 41:23-Erfolg der Baltimore Ravens gegen die Indianapolis Colts schrieb Running Back Derrick Henry Geschichte: Mit drei Touchdowns und 144 Rushing Yards zog er an Hall-of-Famer Marcus Allen vorbei und belegt nun Platz drei der ewigen NFL-Bestenliste für Rushing Touchdowns. Zudem stellte er mit seinem 26. Spiel mit mindestens 100 Rushing Yards und mehreren Touchdowns einen neuen Ligarekord auf.

Quarterback Lamar Jackson glänzte in MVP-Form mit 364 Total Yards und zwei Touchdowns, schaffte damit den ersten Sieg für den neuen Head Coach Jesse Minter. Wermutstropfen für Baltimore: Die beiden Wide Receiver Zay Flowers (Oberschenkel) und Ja'Kobi Lane (Handgelenk) mussten das Feld verletzt verlassen. Bei den Colts überzeugte Jonathan Taylor mit 121 Total Yards und zwei Touchdowns.

Drama in New Orleans: Lions siegen in Overtime

Das erste Verlängerungs-Drama der Saison entschieden die Detroit Lions mit 31:30 gegen die New Orleans Saints für sich. Nachdem Detroit schnell mit 21:0 geführt hatte, kämpften sich die Saints um Quarterback Tyler Shough (410 Passing Yards, 3 Touchdowns) zurück und glichen kurz vor Schluss zum 24:24 aus.

Nach einem verschossenen 62-Yard-Field-Goal der Saints ging es in die Overtime, wo Detroit direkt im ersten Drive punktete. New Orleans konterte zwar mit einem Touchdown, scheiterte jedoch an der entscheidenden Two-Point-Conversion. Matchwinner für Detroit war Running Back Jahmyr Gibbs mit 156 Rushing Yards und zwei Touchdowns.

Vikings mit Fabel-Endspurt gegen Green Bay

Ein beeindruckendes viertes Viertel zeigte Minnesota beim 39:22-Erfolg gegen den Division-Rivalen Green Bay Packers. Nach einem 17:22-Rückstand drehten die Vikings im Schlussabschnitt richtig auf, nutzten zwei Turnover on Downs sowie zwei Ballverluste der Packers und erzielten 22 Punkte in Folge.

Ersatz-Quarterback Carson Wentz ersetzte den verletzt ausgeschiedenen Kyler Murray (Kopftreffer) glänzend mit drei Touchdown-Pässen – unter anderem auf Superstar Justin Jefferson (92 Yards, 2 Touchdowns). Den Packers halfen auch 387 Passing Yards von Jordan Love nichts, da 12 Strafen und entscheidende Ballverluste das Spiel kosteten.

Glanzvolles Harbaugh-Debüt: Giants schlagen Cowboys

Ein emotionales Ausrufezeichen setzten die New York Giants mit einem 28:20-Sieg gegen die Dallas Cowboys. Es war der erste Sieg für den neuen Head Coach John Harbaugh im Big Apple und gleichzeitig ein historischer Erfolg: Erstmals überhaupt konnten die Giants ein Heimspiel an Spieltag 1 gegen den Erzrivalen gewinnen.

Nach einer ereignisarmen ersten Hälfte, in der Cam Skattebo (Giants) und CeeDee Lamb (Cowboys) für Touchdowns sorgten, brachte eine Interception von Jevon Holland kurz vor der Pause die Wende. Giants-Quarterback Jaxson Dart nutzte das Momentum und bediente Neuzugang Isaiah Likely für die Führung. In der zweiten Halbzeit baute Likely mit seinem zweiten Touchdown den Vorsprung aus. Dart erwischte einen Sahnetag, stellte mit drei Touchdown-Pässen seinen Karrierebestwert ein (230 Passing Yards, 54 Rushing Yards) und blieb ohne Ballverlust.

Für Dallas machte sich eine Unsportlichkeitsstrafe von Javonte Williams nach dessen Touchdown im vierten Viertel bitter bezahlt: Der nach hinten verlegte Extrapunkt wurde verschossen, sodass Dallas mit acht Punkten Rückstand blieb. New York überzeugte mit einer bärenstarken Efficiency bei Third Downs (9 von 11 verwandelt) und brachte den Sieg souverän über die Zeit.

Cousins zieht an Elway vorbei – Die weiteren Partien

Las Vegas Raiders vs. Miami Dolphins (27:13): Raiders-Quarterback Kirk Cousins warf seinen 301. Touchdown-Pass und überholte damit Legend-QB John Elway in der ewigen Bestenliste. Running Back Aston Jeanty glänzte erneut als Allrounder mit über 100 Rushing Yards und zwei Receiving-Touchdowns, während die Defense sechs Sacks verbuchte.

Houston Texans vs. Buffalo Bills (31:36): Josh Allen (357 Total Yards, 4 Touchdowns) führte Buffalo zum Sieg. Ein Late-Game-Fumble von Texans-Quarterback C.J. Stroud unter Druck von Greg Rousseau besiegelte die Niederlage Houstons.

Philadelphia Eagles vs. Washington Commanders (24:22): Die Eagles setzten sich in einem knappen Krimi durch, nachdem Washington kurz vor Schluss nach einem Touchdown von Antonio Williams an der potenziell ausgleichenden Two-Point-Conversion scheiterte.

Los Angeles Chargers vs. Arizona Cardinals (14:26): Mike LaFleur feierte seinen ersten Sieg als Head Coach der Cardinals. Jacoby Brissett steuerte 291 Yards bei, während Tight End Trey McBride (95 Yards, 1 TD) als verlässliche Anspielstation herausragte.

Tennessee Titans vs. New York Jets (10:23): Rückkehrer Geno Smith überzeugte beim Jets-Sieg mit 19 von 24 angekommenen Pässen, während Breece Hall auf 102 Rushing Yards und einen Touchdown kam.

Jacksonville Jaguars vs. Cleveland Browns (34:10): Trevor Lawrence zerlegte die Browns-Defense mit vier Touchdown-Pässen im Alleingang. Bereits zur Halbzeit führten die Jaguars uneinholbar mit 24:0.

Pittsburgh Steelers vs. Atlanta Falcons (20:13): Aaron Rodgers passte für 221 Yards und einen Touchdown, während T.J. Watt mit einem Pick-Six für das Highlight der Partie sorgte.