Rettig nannte dafür nach der Affäre um den gescheiterten WM-Investorendeal zwei Gründe. Einerseits die "Art und Weise, wie diese Entscheidung herbeigeführt wurde –Stichwort stilles Kämmerlein – und die unlauteren Köder, die ausgeworfen wurden". Und andererseits "den Inhalt. Daran sieht man auch, dass Herr Infantino sich mittlerweile mit Menschen umgeben hat, die von außerhalb des Fußballs kommen."
Infantino hatte versucht, Anteile an der Fußball-WM und an anderen FIFA-Turnieren an Investoren zu verkaufen. Dabei habe der FIFA-Chef versucht, "den Weg über Überraschung, Zeitdruck und vor allem diesen 20-Millionen-Köder zu gehen", betonte Rettig: "Das ist in höchstem Maße ungehörig. Was hier verkauft werden sollte, ist ein unbezahlbarer immaterieller Vermögenswert."

Rettig wünscht sich echten Gegenkandidat
Als Anführer des Widerstands habe UEFA-Präsident Aleksander Ceferin "den Rücken gerade gemacht und Position bezogen". Diesmal "war der Punkt erreicht, an dem der Fußball als Ganzes beschädigt worden wäre. Das war der Point of no return."
Bei den FIFA-Wahlen 2027 wünsche er sich, "dass es überhaupt zu einer Wahl kommt". Namen möglicher Gegenkandidaten aber nannte Rettig nicht.
Mehr Geld & mehr Macht: Darum wollte Infantino den Investorendeal erzwingen
