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NBA: Doncic mit 53-Punkte-Spiel – James und 76ers gehen in alter Heimat unter

LeBron James (r.) kann bei den Punkten von Donovan Mitchell nur zuschauen.
LeBron James (r.) kann bei den Punkten von Donovan Mitchell nur zuschauen.Ken Blaze-Imagn Images via REUTERS

Basketball-Superstar LeBron James hat ausgerechnet bei der Rückkehr in seine Heimat einen außergewöhnlich schlechten Abend in der NBA erlebt. Der 41-Jährige und die Philadelphia 76ers gingen bei den Cleveland Cavaliers mit 95:119 unter, es war die erst zweite Niederlage im zehnten Saisonspiel für die Sixers. James selbst kam dabei nicht über acht Punkte hinaus – erst zum zehnten Mal in seiner 24 Jahre währenden NBA-Karriere punktete er in einem Spiel der Regular Season nur einstellig.

Cleveland Cavaliers 119:95 Philadelphia 76ers

"Ich habe offensiv keinen guten Rhythmus gefunden", sagte James nach der Partie, die auch für den NBA Cup zählte. "Wir sahen offensiv insgesamt nicht besonders gut aus. Wir hatten ein paar Läufe, aber ich hatte zu viele Ballverluste." Auch Star-Center Joel Embiid erwischte einen Rabenschwarzen Tag und verfehlte alle seine neun Feldwürfe (sechs Punkte via Freiwürfe).

Key match stats
Key match statsFlashscore

James, der sich vor der Saison als Free Agent für Philadelphia und gegen ein drittes Engagement in Cleveland entschieden hatte, hatte am Freitagabend bei manchen Fans einen schweren Stand. Er wurde mit warmem Applaus empfangen, in den sich allerdings auch Buhrufe mischten, diese waren auch während des Spiels vereinzelt zu hören.

Die Cleveland Cavaliers zeigten sich davon völlig unbeeindruckt und rissen die Partie früh an sich. Donovan Mitchell gab mit zehn seiner insgesamt 23 Punkte im ersten Viertel den Ton an, während Evan Mobley mit 22 Zählern unter den Körben dominierte. Trotz des Ausfalls von Center Jarrett Allen dominierten die Hausherren den Rebound-Zweikampf deutlich mit 56:42.

Philadelphia konnte im dritten Viertel zwar noch einmal auf drei Punkte verkürzen, doch Cleveland hielt dem Druck stand, zog im Schlussviertel auf bis zu 25 Punkte davon und beendete damit Philadelphias Siegesserie von fünf Spielen eindrucksvoll.

Memphis Grizzles 97:128 Oklahoma City Thunder

Der deutsche Nationalspieler Isaiah Hartenstein feierte indes mit Oklahoma City Thunder ein 128:97 bei den Memphis Grizzlies, es war der dritte Sieg in Folge für OKC. Hartenstein kam als Starter auf nur zwei Punkte, trug aber mit sechs Rebounds und sieben Assists zum Erfolg bei.

Das Team des DBB-Nationalspielers unterstrich seine absolute Dominanz und feierte den 13. Sieg in Folge in der regulären Saison gegen den Rivale aus Tennessee. Trotz des Fehlens wichtiger Leistungsträger wie Chet Holmgren oder Jaylen Williams rollte die Thunder-Offensive von Beginn an unaufhaltsam. Zur Halbzeit lag Oklahoma City bereits komfortabel mit 71:49 in Front.

Überragender Akteur auf dem Parkett war Ajay Mitchell, der mit 35 Punkten einen neuen Karrierebestwert aufstellte. Unterstützung erhielt er vom amtierenden MVP Shai Gilgeous-Alexander, der mühelos 28 Zähler beisteuerte. Memphis fand offensiv überhaupt nicht in den Rhythmus, traf desolate 22 Prozent von der Dreierlinie und kassierte nach einem starken Saisonstart die dritte Niederlage in Serie.

Charlotte Hornets 80:119 Boston Celtics

Ohne den verletzten Dennis Schröder kassierten die Charlotte Hornets ihre bereits sechste Niederlage in Serie, es war eine besonders heftige. Gegen die Boston Celtics hieß es am Ende 80:119, Nationalmannschaftskapitän Schröder fehlt derzeit wegen Oberschenkelproblemen.

In seiner Abwesenheit kehrten die deutschen Talente Christian Anderson und Hannes Steinbach aus dem Farmteam in den Kader zurück und erhielten gegen Boston viel Spielzeit: Steinbach kam auf vier Punkte und starke elf Rebounds, Anderson steuerte vier Punkte, drei Rebounds und fünf Assists bei. 

Der Titelaspirant rollte währenddessen von der allerersten Minute an über den Gegner hinweg und versenkte schlussendlich sagenhafte 24 seiner 44 Versuche von der Dreierlinie. Charlotte fand zu keinem Zeitpunkt in die Partie, traf in der ersten Halbzeit katastrophale 28 Prozent aus dem Feld und lag schon zur Pause aussichtslos zurück.

Rückkehrer Jayson Tatum erwischte einen absoluten Sahnetag. Der Celtics-Star erzielte 34 Punkte (davon fünf Dreier), griff sich acht Rebounds und verteilte neun Assists. Boston baute den Vorsprung im Verlauf des Spiels auf bis zu 46 Punkte aus. Für Charlotte setzten sich zudem die Personalsorgen fort: Brandon Miller musste die Partie im zweiten Viertel mit Leistenbeschwerden vorzeitig beenden, womit die sechste Niederlage der Hornets in Folge besiegelt war.

Dallas Mavericks 112:100 Utah Jazz

In Dallas erlebten die Fans zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten. In den ersten 24 Minuten hielt P.J. Washington die Mavericks fast Alleingang im Spiel: Er erzielte 22 seiner insgesamt 26 Punkte vor der Pause und war treibende Kraft beim 57:57-Halbzeitstand. Die eigentlichen Stars des Teams, Kyrie Irving und Rookie Cooper Flagg, kamen in Durchgang eins zusammen auf gerade einmal sechs Zähler.

Nach dem Seitenwechsel drehten Flagg und Irving jedoch auf. Mit einem furiosen 22:10-Lauf im dritten Viertel, zu dem die beiden Stars 21 Punkte beisteuerten, riss Dallas die Kontrolle an sich. Flagg beendete die Partie mit 21 Punkten, Irving kam auf 14. Utah, angeführt von Lauri Markkanen (24 Punkte), konnte im Schlussviertel nicht mehr antworten und kassierte die siebte Niederlage hintereinander.

Milwaukee Bucks 107:121 Toronto Raptors

Die Krise der Milwaukee Bucks verschärft sich weiter. Trotz 23 Punkten von Tyler Herro verloren die Bucks nach einer schwachen zweiten Halbzeit (47:70) deutlich in Toronto. Milwaukee steht nun bei einer ernüchternden Bilanz von 1:8, was den schlechtesten Saisonstart des Franchise seit über 30 Jahren bedeutet.

Bei den stark ersatzgeschwächten Raptors, die unter anderem auf Kawhi Leonard und Scottie Barnes verzichten mussten, wuchs Alijah Martin über sich hinaus. Der Rookie erzielte mit 27 Punkten (9/11 aus dem Feld, 6/7 Dreier) einen überraschenden Karrierebestwert. Zusammen mit RJ Barrett (ebenfalls 27 Punkte) und Spielmacher Jamal Shead (16 Assists) drehte er einen 15-Punkte-Rückstand im dritten Viertel komplett zu Torontos Gunsten.

Atlanta Hawks 139:132 Washington Wizards

In einem echten Offensiv-Spektakel setzten sich die Atlanta Hawks knapp gegen die Washington Wizards durch. Die Hawks drückten über 48 Minuten aufs Tempo und stellten mit 139 Punkten einen neuen Saisonrekord auf. Mann des Abends bei Atlanta war Nickeil Alexander-Walker mit 28 Punkten, während Dyson Daniels mit 13 Punkten und 12 Assists glänzte.

Besondere Brisanz lag in der Rückkehr von Trae Young, der erstmals als Gegenspieler nach Atlanta zurückkam und 23 Punkte sowie 10 Assists verbuchte. Auf Seiten der Wizards hielt Kyshawn George mit überragenden 33 Punkten dagegen und traf nach der Pause hochprozentig von außen. Am Ende reichte Washingtons heiße Hand von der Dreierlinie (53 %) jedoch nicht aus, um die Niederlage zu verhindern.

New Orleans Pelicans 109:115 Minnesota Timberwolves

Auch ohne ihren Superstar Anthony Edwards feierten die Minnesota Timberwolves einen hart erkämpften Auswärtssieg bei den New Orleans Pelicans und blieben im NBA Cup weiterhin ungeschlagen. Ayo Dosunmu sprang für Edwards in die Bresche und avancierte mit 26 Punkten zum Matchwinner für die Gäste.

Als New Orleans im Schlussviertel durch einen Dreier von Dejounte Murray kurzzeitig in Führung ging (89:87), antwortete LaMelo Ball postwendend mit fünf Zählern in Folge und initiierte einen entscheidenden 10:2-Lauf der Timberwolves. New Orleans' Star Zion Williamson erlebte mit 13 Punkten einen seiner schwächsten Saisontage, während der junge Jeremiah Fears (24 Punkte) die Niederlage der Pelicans nicht mehr abwenden konnte.

Los Angeles Lakers 124:118 Portland Trail Blazers

Ein spektakulärer Luka Dončić krönte den Spieltag mit einer historischen Show in Los Angeles. Der slowenische Superstar legte unfassbare 53 Punkte auf und erzielte damit sein viertes 50-Punkte-Spiel im Trikot der Lakers. Allein im dritten Viertel überrannte Dončić die Defense der Blazers mit 20 Zählern beinahe im Alleingang und führte L.A. nach einem 16-Punkte-Rückstand zurück in die Partie.

Die Gäste kämpften sich im vierten Viertel noch einmal heran, doch Dončić behielt 28 Sekunden vor dem Ende die Nerven und machte per Sprungwurf den Sack zu. Neben ihm überzeugte Austin Reaves mit 25 Punkten. Für Portland waren Deni Avdija (22 Punkte, 11 Assists, 9 Rebounds) und Damian Lillard (22 Punkte) die besten Werfer, konnten den L.A.-Lauf aber letztlich nicht stoppen.

Sacramento Kings 109:124 San Antonio Spurs

Und zu guter Letzt drückt auch das französische Phänomen Victor Wembanyama der NBA weiterhin seinen Stempel auf. Nach seinem gigantischen Spiel am Mittwoch legte das Ausnahmetalent der San Antonio Spurs direkt nach und führte sein Team zu einem deutlichen 124:109-Erfolg über die Sacramento Kings.

Wembanyama glänzte mit 30 Punkten sowie 14 Rebounds und verbuchte bereits sein siebtes Double-Double der Saison. Im ligaweiten Ranking zieht er damit mit Kings-Center Domantas Sabonis gleich, der auf 17 Zähler und 12 Rebounds kam.

Getragen von Wembanyamas 12 Punkten in Serie zu Beginn des zweiten Viertels setzten sich die Gäste früh ab und legten mit einer furiosen 75-Punkte-Gala bereits in der ersten Halbzeit den Grundstein für den ungefährdeten Sieg.   

San Antonio (7-2) überzeugte mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, in der Stephon Castle, Devin Vassell und Dylan Harper jeweils 19 Punkte beisteuerten. Zudem nutzten die Spurs ihre Chancen an der Freiwurflinie eiskalt aus und verwandelten 33 von 42 Versuchen.

Auf der Gegenseite verfällt Sacramento immer tiefere Frustration: Selbst die starke Ausbeute von Rookie Darius Acuff Jr. (22 Punkte, 8 Assists) konnte die vierte Heimniederlage in Folge nicht verhindern. 

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