Nach dem knappen Sieg gegen Gastgeber Frankreich im Olympia-Finale von Paris (67:66) waren die US-Stars gewarnt – und bekamen mit dem Weltranglistenzweiten wieder ihre Probleme. Durch einen 11:0-Lauf zogen die Französinnen zu Beginn des zweiten Viertels auf 31:17 davon, verspielten den großen Vorsprung aber bis zur Pause fast komplett.
Zum Match-Center: USA vs. Frankreich
Die USA hatten seit ihrer Halbfinalniederlage gegen Russland 2006 auf der WM-Bühne 35 Siege in Folge gefeiert – und kamen dem 36. nach der Rückkehr aus der Kabine sehr schnell ein gutes Stück näher.

Im dritten Viertel dominierte der Goldfavorit, besonders Jackie Young (Las Vegas Aces) spielte in dieser Phase stark auf, Frankreich fand überhaupt kein Mittel mehr. Mit der hohen Führung im Rücken konzentrierte sich das amerikanische Team auf eine aggressive Defense und ließ den Gegner nicht mehr ins Spiel zurück.
USA gewinnen, aber überzeugen nicht
In der Vorrunde war das US-Team gegen Italien bedenklich ins Wackeln geraten (55:52) und hatte auch in den weiteren Spielen trotz teils klarer Siege nicht glänzen können wie gewohnt. Zu emotionslos, ohne erkennbare Spielfreude agierte der Dauersieger, war aber doch wieder voll da, als es galt. Schon lange vor der Schlusssirene war das nach der Pause ungleiche Duell entschieden, der Goldpokal ging an die WNBA-Stars um Topscorerin Breanna Stewart (22 Punkte).
Seit 1996 holte das Team USA immer den Olympiasieg, seit 2010 immer den WM-Titel. Die Konkurrenz bekommt 2028 in Los Angeles die nächste Chance, die Dauersiegerinnen zu stoppen.
Alle Basketball-Weltmeister der Frauen im Überblick:
1953 in Santiago de Chile: USA
1957 in Rio de Janeiro: USA
1959 in Moskau: UdSSR
1964 in Lima: UdSSR
1967 in Prag: UdSSR
1971 in São Paulo: UdSSR
1975 in Cali: UdSSR
1979 in Seoul: USA
1983 in Rio de Janeiro: UdSSR
1986 in Moskau: USA
1990 in Kuala Lumpur: USA
1994 in Sydney: Brasilien
1998 in Berlin: USA
2002 in Nanjing: USA
2006 in São Paulo: Australien
2010 in Karlsbad: USA
2014 in Istanbul: USA
2018 in San Cristóbal de La Laguna: USA
2022 in Sydney: USA
2026 in Berlin: USA
